Nr. 8 vom 27. April  2011

Liebe Leserinnen und Leser,

Mitte Juni treffen sich viele im Bereich von HIV und Aids Tätige und Engagierte in Hannover zum 5. Deutsch-Österreichische AIDS-Kongress (DÖAK 2011). Das diesjährige Motto „Wissen schafft Dir Perspektiven“ soll nach Angabe der Veranstalter in vielfacher Bedeutung verstanden werden. Viele Menschen in Deutschland erfahren erst spät von ihrer HIV-Infektion. Aufklärung und eine angemessene HIV-Testung sollen dazu beitragen, dass immer mehr immer früher über ihre Krankheit Bescheid wissen und so entsprechende Verhaltens- und Therapieoptionen in Betracht ziehen können. Eine gut laufende Therapie ermöglicht es 95 % der HIV-Infizierten, ein nahezu normales Leben zu führen. Die wissenschaftlichen Schwerpunkte des DÖAK 2011 werden gesellschaftliche Aspekte von HIV und Aids, das klinische Bild der HIV-Infektion mit ihren Co-Morbiditäten, der Fortschritt der Therapie, die Virologie und die Immunologie sein.

Auch die AIDS-Hilfe NRW wird sich auf dem DÖAK präsentieren. Wir haben zwei Abstracts eingereicht und werden im Rahmen der Posterpräsentation sowohl mit Herzenslust als auch mit Safer Use vertreten sein. Zum einen geht es darum, wie wir mit Schulungen und Trainings zu einer optimalen Qualität in der Prävention bei Männern, die Sex mit Männern haben, beitragen. Zum anderen verweisen wir auf die Verbesserung der Gesundheits- und Überlebenshilfe durch das Angebot von Einwegspritzen rund um die Uhr mit unseren über 100 Spritzenautomaten. Beide Projekte tragen aus unserer Sicht dazu bei, dass die Zahl der HIV-Neuinfektionen in NRW weiter niedrig gehalten werden kann.

Dr. Guido Schlimbach | Pressesprecher


VERBAND / LOBBY

Bitte vormerken: CSD-Empfang 2011 erst um 14.00 Uhr
Der CSD-Empfang der AIDS-Hilfe NRW und des Schwulen Netzwerks NRW findet in diesem Jahr am 2. Juli im Kölner Gürzenich statt. Aus organisatorischen Gründen kann die Veranstaltung erst um 14.00 Uhr statt wie sonst um 12.00 Uhr beginnen.


ÖFFENTLICHKEITSARBEIT / FUNDRAISING

Kölner Aids-Gala 2011
Am 1. Juli 2011 um 20 Uhr hebt sich der Vorhang zur 20. Kölner Aids-Gala. Wieder ist es gelungen, Künstlerinnen und Künstlern wie Charlotte Roche, die Beatles Revival Band, Kim Fisher, die Pop-Band KLEE, die Pop-Gruppe Polarkreis 18 und das Ensemble der Oper Köln zu verpflichten, die zugunsten der Aidshilfe auf ihre Gage verzichten. Karten zu Preisen zwischen 15 und 55 Euro bei KölnTicket oder unter www.koelner-aidsgala.de.

Namen und Steine
Den an Aids verstorbenen Menschen ist die Kunstinstallation Namen und Steine des Künstlers Tom Fecht gewidmet. In Köln werden am 24. Juni 2011 im Rahmen einer Gedenkfeier neue Steine in das „Kalte Eck“ in der Markmannsgasse eingelassen. Angehörige, Lebenspartner, Freundinnen und Freunde können bis zum 1. Mai 2011 Namenssteine bei der Aidshilfe Köln bestellen.

Laufen für die gute Sache!
Am 16. Juli 2011 startet die dritte Ausgabe des Charitylaufs „Run of Colours“ in Köln. Über 1.300 Läuferinnen und Läufer waren im vergangenen Jahr dabei und auch in diesem Jahr ruft die Aidshilfe Köln wieder dazu auf, die Laufstrecke entlang des Rheins und durch den neuen Rheinauhafen für den guten Zweck zu bestreiten. Weitere Informationen und Anmeldung unter www.run-of-colours.de.

:info der AIDS-Hilfe Düsseldorf
Die AIDS-Hilfe Düsseldorf hat die Nummer 1/2011 ihres Magazins :info herausgebracht. Das vollständige Heft finden Sie hier (PDF-Datei).


MENSCHEN MIT HIV/AIDS

Achtung: Restplätze frei!!!
Eine Teilnahme an der Medizinischen Rundreise zum Thema „HIV-Therapien 2011“ am 11.Mai 2011 in Bonn ist noch möglich. Nähere Informationen finden Sie hier (PDF-Datei).

MED-INFO im Gespräch
Am 9. Juni um 19.30 Uhr findet das nächste MED-INFO im Gespräch zum Thema „Müdigkeit, Fatigue und das sogenannte ‚Burn-out‘ bei HIV und Aids“ statt. Müdigkeit und Erschöpfung sind für viele Positive ständige Begleiterscheinungen der HIV-Infektion. Dabei können sie ganz unterschiedliche Ursachen und Ausprägungen haben. Oft bewirken die Medikamente eine Abgeschlagenheit, oft sind es aber auch psychische Faktoren, die zu einem Ermattungsgefühl führen. Alles weitere unter www.aidshilfe-koeln.de.

„1+1 Party“ für heterosexuelle Menschen und ihre Freunde
Die Einladung zur Party am 9. Juli 2011 ab 20.00 Uhr im LOCA 71 in Essen finden Sie hier (PDF-Datei).


SCHWULE PRÄVENTION

Grundlagentraining für den Bereich Beratung und Test vom 21. bis 22. Mai 2011 in Bochum
Gerne erinnern wir an das Training zum Präventionsbereich Beratung und Test, das neben Risikoeinschätzung und der Vermittlung von Wissen zu STIs und dem HIV-Schnelltest auch Methoden und Techniken zur Beratung und Ergebnismitteilung zum Inhalt hat. Die Anmeldeunterlagen finden Sie hier (PDF-Datei).

Einladung: "kreathiv-präventhiv - Alles Gute zum Fünfzigsten!?"
Der Workshop für Schwule jenseits der 50, ihre Freunde und Männer, die sich in der Präventionsarbeit mit Herzenslust engagieren, findet am 28. Mai 2011, von 10.00 bis 17.00 Uhr in der CARDEA-Akademie in Köln statt. Kaum einen Geburtstag feiern (schwule) Männer so schwungvoll wie den Fünfzigsten. Der Wunsch "Alles Gute!" wirkt an diesem Tag besonders frenetisch. Es scheint als stelle dieser Tag eine Zeitenwende dar. Aber was ändert sich eigentlich mit diesem Datum? Was bedeutet "Alles Gute" denn konkret? Der Tag dient der Begegnung, dem persönlichen Gedankenaustausch und der gemeinsamen Entwicklung von Ideen. Weitere Informationen und die Anmeldeunterlagen finden Sie hier (PDF-Datei).

Bundesweite Studie der Uni Bremen zur Lebenssituation gleichgeschlechtlich liebender Menschen in der Altenpflege
Über den Alltag und das Leben von älteren gleichgeschlechtlich liebenden hilfs- und pflegebedürftigen Menschen ist wenig bekannt. Waren es bisher einzelne, die sich trauten zu ihrem Lebensweg zu stehen, werden es durch die gesellschaftlichen Freiheiten künftig mehr Menschen sein, die selbstbewusst ihre Lebensweise berücksichtigt sehen wollen. Durch die Studie sollen notwendige Erkenntnisse für die Aus-, Fort- und Weiterbildung einer kultursensiblen Altenpflege gewonnen werden. Gesucht werden Interviewpartnerinnen und Interviewpartner für die bundesweite Studie der Universität Bremen zur Lebenssituation von gleichgeschlechtlich liebenden Frauen und Männern in der ambulanten und teil-/stationären Altenpflege. Weitere Informationen finden Sie hier (PDF-Datei).

Herzenslust-Termine im Mai 2011
Ob Beratungs- und Schnelltest-Angebote oder Treffen der Herzenslust-Teams in den Regionen: Die aktuellen Termine im Mai  2011 für schwule und bisexuelle Männer in NRW finden Sie unter www.herzenslust.de.

Diskussion: "Liebe ist … käuflich!? Männliche Prostitution und die schwule Community" am 25. Juni 2011 in Köln
Callboys, Stricher, Escorts, Freier … Was für Menschen mit welchen Beweggründen stecken hinter diesen Personengruppen? Schwule Männer gehen offen mit ihren Fetischen, mit Cruising, mit schnellem Sex und mit offenen Partnerschaften um. Bei dem Thema Prostitution hingegen herrscht Schweigen. Diese Diskussionsveranstaltung soll ein Tabu brechen und einen Beitrag für einen toleranten und offenen Umgang leisten. Die Diskussionsveranstaltung findet am 25. Juni 2011, 16.00 bis 18.00 Uhr, in den Räumen des RUBICON in Köln statt. Weitere Informationen unter www.rubicon-koeln.de.


YOUTHWORK

Landesarbeitsgemeinschaft Youthworkhl am 5.Mai 2011 im PULS in Düsseldorf
Für alle Youthworkerinnen und Youthworker, die einen Haupttätigkeitsschwerpunkt in der Arbeit mit schwulen Jugendlichen haben, findet am 5. Mai 2011 die Landesarbeitsgemeinschaft Youthworkhl statt. Natürlich ist die Veranstaltung auch offen für interessierte Kolleginnen und Kollegen! Mehr Infos zur Tagesordnung und zur Anmeldung gibt es hier (PDF-Datei).


DROGEN & AIDS

Mein Kind nimmt Drogen. Ein Film von Jürgen Greine, Jürgen Heimchen sowie der Elterninitiative Wuppertal
Am Beispiel der Elterninitiative Wuppertal möchte dieses Videoprojekt andere Selbsthilfegruppen motivieren und Mut machen. Der Film übermittelt Botschaften, die ganz konkret auf die Bedürfnisse betroffener Angehöriger und ihrer drogenabhängigen Kinder eingehen. Der Film steht zum Download bereit unter streetwork.caritas-steiermark.at.

Voreingenommene Gutachten im Verfahren gegen substituierende Ärzte
In gerichtlichen Verfahren gegen substituierende Ärzte werden mitunter voreingenommene Gutachter eingesetzt. Das beiliegende Schreiben von Rainer Ullmann vom Bundesverband akzept zu dem Gutachten eines Verfahrens durch das Landesgericht Bayreuth verdeutlicht dies eindrücklich. Durch Spenden sollen nun die Rechtsanwaltskosten für die Wiederaufnahme des Verfahrens aufgebracht werden, um das Fehlurteil zu korrigieren: „Der Gutachter hat die Prinzipien der Substitutionsbehandlung nicht korrekt wiedergegeben und selbst deutsche Leit- und Richtlinien nicht berücksichtigt. Es ist schwer verständlich, dass ein Arzt aufgrund eines so wenig sachverständigen und so vorurteilsbeladenen Gutachtens verurteilt und sozial ruiniert wird“ schreibt Rainer Ullmann. Die lesenswerte Stellungnahme zu dem Gutachten und der Spendenden zur Wideraufnahme des Verfahrens finden Sie hier (PDF-Datei).


STRAFVOLLZUG

"Menschen bei Maischberger" sendete aus der JVA Werl
Sandra Maischberger war in der JVA Werl, um sich für ihre Sendung „Menschen bei Maischberger“ mit den Insassen über "Schuld, Sühne und Reue" zu unterhalten. Neben Gefangenen nahmen auch der Leiter der JVA Werl, Michael Skirl, sowie der Gefängnisarzt Joe Bausch, Mitglied im Kuratorium der AIDS-Hilfe NRW, teil. Der SPIEGEL schreibt, die Gefangenen hätten sicherlich viel zu erzählen gehabt, wenn denn die Moderatorin ihnen zugehört hätte. Die Sendung wurde am 19. April um 22.45 im Ersten ausgestrahlt. Einen vor der Sendung erschienenen Artikel finden Sie unter www.klausbunte.de. Der Beitrag des SPIEGEL ist nachzulesen unter www.spiegel.de.

Spendenaufruf für die Ausstellung: „Menschen statt Mauern – für ein Europa ohne Jugendgefängnisse“
Seit 2007 ist die Ausstellung hauptsächlich in Köln und NRW unterwegs. Im Mittelpunkt steht eine Zelle in Originalmaßen und einer Inneneinrichtung, wie sie in der Jugendabteilung der JVA Köln üblich ist. Vermittelt werden soll damit, dass Jugendliche nicht in so einem Raum festgehalten werden sollen, denn die Zelle ist kein pädagogischer Ort. Schirmherr der Ausstellung ist der ehemalige Bundesinnenminister Gerhart Baum, der bei fast allen Ausstellungseröffnungen anwesend war und gesprochen hat. Damit die Ausstellung auch zukünftig gezeigt werden kann, ist der Trägerverein Kölner Apell gegen Rassismus auf Spendengelder angewiesen. Den Spendenaufruf mit weiteren Informationen finden sie hier (PDF-Datei).

Interviewpartner gesucht: Befragung zur Gesundheitsförderung junger Gefangener
Das Projekt “Health Promotion for Young Prisoners” (HPYP) wird in Zusammenarbeit mit sieben Partnern der europäischen Mitgliedsstaaten Bulgarien, Tschechien, Estland, Deutschland, Lettland, Rumänien und dem Vereinigten Königreich durchgeführt. In Deutschland wird es vom wissenschaftlichen Institut der Ärzte in Deutschland (WIAD) begleitet. Ziel ist der Aufbau der Gesundheitsförderung für gefangene Jugendstraftäterinnen und  -täter. Von den Kooperationspartnern wurden Fragebögen für junge Gefangene und für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Vereinen der Aids- und Suchthilfe mit Tätigkeit oder Kontakt im Vollzug entwickelt. Die Durchführung der  Studie wurde vom Justizministeriums NRW genehmigt. Wer an den Interviews teilnehmen möchte oder Gesprächspartner vermitteln kann, wendet sich bitte an Dr. Caren Weilandt von WIAD unter der Rufnummer 0228 8104-182. Mehr Information zu dem Projekt finden sie unter www.hpyp.eu.

Diamorphinsubstitution für Heroinabhänge - ein Thema für den deutschen Justizvollzug?
Mit der Frage der Diamorphinsubstitution für Heroinabhänge im Strafvollzug beschäftigt sich ein Artikel in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift für Strafvollzug und Straffälligenhilfe 1/2011. Die Autoren gehen der Frage nach, welche Auswirkung die Neuordnung des Betäubungsmittelgesetzes und die Neufassung der Richtlinien für die Substitution durch die Bundesärztekammer auf den deutschen Justizvollzug in der Behandlung sog. Schwerstabhängiger hat. Berücksichtigt wird die Frage, wer diamorphingestützte Behandlung in Anspruch nehmen kann, wie sich die Behandlung in der Praxis gestaltet und was sich durch die Behandlung verändert. Die Autoren Marc Lehmann, Bill Borchert, Anke Follmann, Hans-Joachim Schlüter und Karin Bonorden-Klej kommen zu dem Ergebnis, dass sich die Diamorphinvergabe im Justizvollzug an den außerhalb des Vollzugs geltenden Standards zu orientieren habe. Den Artikel finden sie hier (PDF-Datei).


FORTBILDUNG & TERMINE

Veranstaltungen des Instituts für Sexualpädagogik in Dortmund
Das Institut für Sexualpädagogik (isp) informiert über seine offenen Seminarangebote 2011. Einzelheiten finden Sie hier (PDF-Datei).


VERSCHIEDENES

PLUS Mannheim - Bewerbungsfrist ist der 6. Mai 2011
PLUS, die Psychologische Lesben- und Schwulenberatung Rhein-Neckar e.V., sucht zum nächstmöglichen Termin, befristet bis zum 31. Dezember 2011, eine Mitarbeiterin oder einen Mitarbeiter für die Beratung und Begleitung im Bereich HIV/Aids. Weitere Informationen finden Sie unter www.ahnrw.de.

Essen: Wohnungen frei
Im Wohnprojekt Günter-Fischer-Haus der AIDS-Hilfe Essen e.V. sind zur Zeit zwei Wohnungen frei. Jeweils 1. und 2. Etage, 35,30 qm, Kaltmiete 199,31 Euro. Die Wohnungen können nach vorheriger Absprache besichtigt werden. Auskunft erteilt André Bußkamp von der AIDS-Hilfe Essen, Telefon 0201- 10 53 7-12.

Der nächste Newsletter erscheint am 11. Mai 2011
Wir freuen uns über interessante Berichte, Veranstaltungshinweise etc. Bitte senden Sie diese per E-Mail an newsletter@nrw.aidshilfe.de. Redaktionsschluss für die kommende Ausgabe ist der 10. Mai 2011.

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