Nr. 26 vom 22. Dezember 2010

Frohe und besinnliche Feiertage und einen guten Start ins neue Jahr!

Liebe Leserinnen und Leser,

mit diesem Newsletter verabschieden wir uns für dieses Jahr! Ich nutze die Gelegenheit, allen ganz herzlich zu danken, die unsere Arbeit im Jahr 2010 konstruktiv und kritisch begleitet und unterstützt haben.

Die vergangenen zwölf Monate haben in vielen Fachbereichen spannende neue Entwicklungen, Diskussionen und Herausforderungen gebracht, die auch an dieser Stelle zeitnah dokumentiert wurden. Insbesondere das Ergebnis der Landtagswahlen im Mai dieses Jahres hatte wesentliche Veränderungen für die Gesundheitspolitik in Nordrhein-Westfalen zur Folge. Ein eigenständiges Gesundheitsministerium mit den zusätzlichen Schwerpunkten Emanzipation, Pflege und Alter (MGEPA NRW), eine neue Gesundheitsministerin, Barbara Steffens, die erstmalig von den Grünen gestellt wird, und eine neue Gesundheitsstaatssekretärin, Marlis Bredehorst, die langjährige Erfahrung als Gesundheits- und Sozialdezernentin der Stadt Köln einbringt. Gute Voraussetzungen für die Gesundheitsförderung und Prävention im Allgemeinen und die HIV- und Aids-Arbeit im Besonderen. Und bereits jetzt zeichnet sich ab, dass den Vereinbarungen im Koalitionsvertrag der neuen Landesregierung auch Taten folgen werden:

Die Landesregierung hat in ihrem Entwurf für den Landeshaushalt 2011 für den HIV/Aids-Etat eine Erhöhung des Mittelansatzes um 500.000 Euro vorgesehen!

Damit soll gemäß Koalitionsvertrag die zielgruppenspezifische HIV- und Aidsprävention in den Schwerpunktbereichen (z.B. schwule Männer und andere Männer die Sex mit Männern haben, Menschen mit Migrationshintergrund) intensiviert werden. Auch für die Vertiefung der Kooperationen zwischen dem Öffentlichen Gesundheitsdienst und den Aidshilfen und freien Trägern sollten sich damit neue Möglichkeiten ergeben. Diese Entwicklung soll kein Strohfeuer bleiben. Deshalb ist geplant, den erhöhten Mittelansatz in den Folgejahren aufrecht zu erhalten.

Auch im Bereich Drogen/Sucht sollen zusätzliche Mittel bereitgestellt werden. Wir haben die begründete Hoffnung, dass damit die Arbeit der JES-Selbsthilfe (Junkies-Ehemalige-Substituierte) auf Landesebene und mit regionalen Projekten wieder gefördert werden kann. Ein wichtiger Schritt zur Stärkung der Prävention mit Drogen gebrauchenden Menschen.

Das Jahr 2010 hat uns auch wieder vor ganz pragmatische Herausforderungen gestellt: Für die Planung der zielgruppenspezifischen Präventionsmaßnahmen (ZSP) 2010 galt es, in den vergangenen Monaten viel Arbeit und Engagement zu investieren, um aus einem Antragsvolumen von über 1.000.000 Euro und einem zu erwartenden Fördervolumen von ca. 700.000 Euro einen fachlich qualifizierten und umsetzungsfähigen Vorschlag an das Gesundheitsministerium NRW zu erstellen. Insbesondere den Mitgliedern des ZSP-Beirates gilt dafür unser besonderer Dank.

Bleiben Sie uns gewogen! Im gemeinsamen Ringen für eine gelingende Prävention, für das solidarische Engagement für Menschen mit HIV und Aids und für eine Gesellschaft, die ihre Mitglieder nicht in Gute und Böse aufteilt.
Ich wünsche uns allen eine schöne Weihnachtszeit und für das Jahr 2011, das sicherlich noch spannende Entwicklungen bereit hält, alles Gute.

Dirk Meyer | Landesgeschäftsführer


VERBAND / LOBBY

Die Landesgeschäftsstelle bleibt "zwischen den Jahren", also vom 24. Dezember 2010 bis 2. Januar 2011, geschlossen.

Die "Öffnungszeiten" der bundesweiten Telefonberatung unter 0180-33-19411 während der Feiertage
An den Weihnachtstagen 24., 25. und 26. Dezember findet keine Beratung statt, ebenfalls nicht zum Jahreswechsel 31. Dezember, 1. und 2. Januar. Ansonsten wie gehabt: Montag bis Freitag von 9.00 bis 21.00 Uhr und Samstag und Sonntag von 12.00 bis 14.00 Uhr.

25 Jahre AIDS-Hilfe NRW - Menschen 2010
In der Serie mit Interviews von Menschen, die sich in und für Aidshilfen in Nordrhein-Westfalen, im Landesverband oder an anderer Stelle im Interesse von Menschen mit HIV und Aids eingesetzt haben, erschienen im Dezember die Antworten von Natalie Rudi von der AIDS-Hilfe Oberhausen, von Landesgeschäftsführer Hermann Zaum vom Paritätischen NRW, von DAH-Bundesgeschäftsführerin Silke Klumb und heute von Ulli Würdemann, Herausgeber von www.ondamaris.de.


ÖFFENTLICHKEITSARBEIT / FUNDRAISING

Rekordergebnis für die AIDS-Hilfe Düsseldorf
Bei der Benefiz-Kunstauktion HEARTWORK im K21 am 13. Dezember 2010 kam die Rekordspendensumme von 381.080 Euro zugunsten Düsseldorfer Projekte für Menschen mit HIV und Aids zusammen. Die Presseinformation lesen Sie hier (PDF-Datei).

Lernwerkstatt der AIDS-Hilfe Hagen vom 13. Januar bis 05. Mai 2011
Im Januar 2011 startet wieder die Lernwerkstatt der AIDS-Hilfe Hagen zur Grundausbildung für Ehrenamtliche, Multiplikatorinnen und Multiplikatoren. Besonders interessant ist die Lernwerkstatt auch für Pflegepersonal, Fachkräfte in der  sozialen Arbeit sowie für Erzieherinnen und Erzieher. Die Lernwerkstatt endet mit einem Zertifikat und wird in der Regel an den Ausbildungsstätten als Praktikum anerkannt. Die Lernwerkstatt findet immer donnerstagabends statt und widmet sich den verschiedenen Themen der Aidshilfearbeit. Weitere Infos finden Sie hier (PDF-Datei).

Stiftung konkret
Die aktuelle Ausgabe des Informationsmagazins Stiftung konkret der Deutschen AIDS-Stiftung finden Sie hier (PDF-Datei).


SCHWULE PRÄVENTION

„Anders leben. Anders altern. Neue Perspektiven für Lesben und Schwule“. Dokumentation
Welche Chancen bieten sich für ein selbstbestimmtes Leben im Alter? Welche Erwartungen und Befürchtungen haben Lesben und Schwule in Bezug auf Betreuung und Pflege? Diese beiden Fragen stehen im Zentrum der Dokumentation einer Fachtagung, veranstaltet vom Sozialwerk für Lesben und Schwule e.V. in Kooperation mit der Friederich Ebert Stiftung, die am 19 März 2010 im RUBICON Beratungszentrum in Köln stattfand. Die Dokumentation finden Sie hier (PDF-Datei).


DROGEN & AIDS

Justizministerium ernennt Justizvollzugsbeauftragten
Die im Jahr 2007 eingerichtete Institution des Ombudsmannes hat eine Umgestaltung erfahren. Professor Dr. Michael Walter wird ab dem 1. Januar 2011 das Justizministerium in grundsätzlichen Angelegenheiten des Justizvollzugs als unabhängiger Berater unterstützen und die Aufgaben des bisherigen Ombudsmannes für den Justizvollzug übernehmen. Während dem Ombudsmann bisher ausschließlich die "Rolle eines Vermittlers in Einzelangelegenheiten" zuerkannt worden sei, werde sich der Justizvollzugsbeauftragte künftig darüber hinaus vorwiegend dem Justizvollzug in seiner Gesamtheit widmen. Die Presseerklärung des Justizministeriums lesen sie unter www.justiz.nrw.de.

Welt AIDS Tag 2010 – Drogenkonsumenten im Fokus
Der JES Bundesverbands und der JES Landesverband Nordrhein-Westfalen haben den Welt-Aids-Tag 2010 genutzt um die Öffentlichkeit über die Situation Drogen gebrauchender Menschen zu informieren. Unter anderem fordern sie Maßnahmen zur besseren Teilhabe am Gesundheitssystem und staatliche Kontrolle bei der Qualität derzeit illegaler Drogen. Die Presseerklärung finden Sie hier (PDF-Datei).

Fachausschuss Suchtselbsthilfe NRW hat eigene Homepage
Seit Anfang Dezember 2010 hat der Fachausschuss Suchtselbsthilfe (FAS) eine eigene Hompage. Der FAS ist ein Zusammenschluss der Suchtselbsthilfegruppen im Land NRW und wird vom MGEPA des Landes NRW anerkannt und gefördert. Die Hompage mit ersten Informationen finden Sie unter www.fas-nrw.de.

Weihnachtswunsch von Eltern mit suchtkranken Kindern: Heroin für alle, die es brauchen!
Der Bundesverband der Eltern und Angehörigen für akzeptierende Drogenarbeit e.V. hat für dieses Weihnachten nur den einen Wunsch: Lasst unsere drogenabhängigen Kinder überleben! Heroin für alle, die es brauchen! Die aktuelle Presseerklärung des Bundesverbandes lesen sie hier (PDF-Datei).

Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland für Martina Tödte
Martina Tödte, Geschäftsführerin von Bella Donna e.V. in Essen wurde am 13. Dezember 2010 mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Sie erhält diese Auszeichnung für langjähriges und konsequentes Engagement für die Arbeit mit drogenabhängigen Frauen, drogenabhängigen Müttern und ihren Kindern sowie für die Vernetzung von Kolleginnen und Kollegen, die mit drogenabhängigen Frauen arbeiten. Näheres zur Ehrung und das Gästebuch finden Sie hier


VERSCHIEDENES

Ausschreibung des Gesundheitsladen „pudelwohl“ in Dortmund
Die Weichen für ein nachhaltiges Angebot sind gestellt! Die Zukunft des gemeinsam von KCR Dortmund und aidshilfe dortmund in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt initiierten Projektes ist für die kommenden Jahre nicht nur finanziell, sondern auch strukturell gesichert. pudelwohl bietet ein differenziertes Angebot der Gesundheitsförderung und Prävention für schwule und bisexuelle Männer sowie weitere MSM. Nähere Informationen finden Sie hier (PDF-Datei). Die Ausschreibung finden Sie hier (PDF-Datei).

Ausschreibung von „manCheck“ in Berlin
manCheck ist ein Projekt der Schwulenberatung Berlin gGmbH, einer der größten Non-Profit-Organisationen in diesem Bereich in Europa. „manCheck“ sucht möglichst zum 1. Februar .2011 für den Bereich Fetisch, Sexorte, SM sowie das Projekt safety4free einen Vorortarbeiter auf 75 % Teilzeitbasis. Die Ausschreibung finden Sie hier (PDF-Datei).

Ausschreibung der AIDS-Hilfe Stuttgart
Die AIDS-Hilfe Stuttgart sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Sozialarbeiterin, einen Sozialarbeiter für die Beratung für alle und Betreuung von Menschen mit HIV/AIDS, Migration , DrogengebraucherInnen, - HIV-Schulprävention  und andere Bereiche. Die Ausschreibung finden Sie hier (PDF-Datei).

Der nächste Newsletter erscheint am 12. Januar 2011
Wir freuen uns über interessante Berichte, Veranstaltungshinweise etc. Bitte senden Sie diese per E-Mail an newsletter@nrw.aidshilfe.de. Redaktionsschluss für die kommende Ausgabe ist der 10. Januar 2011. 

Newsletter-Archiv
Alle Ausgaben dieses Newsletters finden Sie archiviert unter www.nrw.aidshilfe.de.

Impressum | Newsletter abmelden | Newsletter anmelden