Ausgabe 24 vom 24. November 2010

Liebe Leserinnen und Leser,

es ist immer schwierig, mit Statistiken eine gute Sache zu begründen. Die Menschen im Land haben Anspruch auf gute Prävention – unabhängig davon, wie hoch oder niedrig die Infektionszahlen sind. Und doch kommen wir nicht daran vorbei: Die Zusammenarbeit zwischen staatlichen Stellen und Selbsthilfe in der HIV- und Aidsprävention, die Entwicklung stets neuer und lebensnaher Präventionsstrategien in den Hauptzielgruppen haben dazu geführt, dass wir im europäischen Vergleich, auf die Gesamtbevölkerung bezogen, im Infektionsgeschehen mit das Schlusslicht bilden. Die Anzahl der Menschen, die sich in Nordrhein-Westfalen mit HIV infizierten, blieb auch in diesem Jahr stabil.
Das darf alle, die sich in unseren Mitgliedsorganisationen und im Verband insgesamt engagieren, sehr freuen. Es muss aber auch Ansporn sein, in unseren Anstrengungen nicht nachzulassen. Das dürfen und müssen wir immer wieder bei unseren Politikerinnen und Politikern, die in den Kommunen und im Land Verantwortung tragen, offen ansprechen, nicht nur zum Welt-Aids-Tag. Und so, wie sich die öffentliche Hand nicht aus der Verantwortung stehlen darf, sind wir auch auf die Spenden und das Engagement vieler Menschen im Land angewiesen. Auf die notwendige private Unterstützung unserer Arbeit wies vergangene Woche unser Bundesverband hin. Unserer Erfahrung nach ist die Spendenbereitschaft nach wie vor hoch, aber die einzelnen Summen sind kleiner geworden. Das bedeutet für unsere Mitgliedsorganisationen, für das gleiche Ergebnis inzwischen mehr Aufwand betreiben zu müssen. Allen, die in diesen Tagen rund um den 1. Dezember auf den Straßen unterwegs sind, bei Veranstaltungen helfen, sich in irgendeiner Weise zugunsten der Aidshilfe einsetzen, gilt unser aller Dank.

Dr. Guido Schlimbach | Pressesprecher


VERBAND / LOBBY

Neue Zuständigkeiten im Landesvorstand
Auf seiner konstituierenden Sitzung hat der neu gewählte Landesvorstand die Vorstandspositionen und seine Aufgabenschwerpunkte abgestimmt. Einige Themenschwerpunkte wurden einzelnen Vorstandsmitgliedern direkt zugeordnet. Näheres finden Sie hier (PDF-Datei).


ÖFFENTLICHKEITSARBEIT / FUNDRAISING

Welt-Aids-Tag 2010 – Termine und Aktionen in NRW
Um den 1. Dezember 2010 finden in NRW eine Vielzahl von Veranstaltungen und Aktionen statt: Informationsveranstaltungen, Vorträge, Aktionen in den Innenstädten, Gedenken für die Verstorbenen, aber auch Spendensammlungen, Benefizgalas und Kunstauktionen. Alle Termine unserer Mitgliedsorganisationen und deren Kooperationspartner, die uns zugegangen sind, finden Sie, nach Orten geordnet unter www.nrw.aidshilfe.de.

Neue Zahlen zu HIV
Kurz vor dem Welt-Aids-Tag hat das RKI die neuesten Zahlen zu HIV in Deutschland vorgestellt. Die AIDS-Hilfe NRW hat sich bereits diesbezüglich geäußert. Unsere Presseinformation finden Sie hier (PDF-Datei), die ausführlichen Zahlen des RKI für NRW finden Sie hier (PDF-Datei). Im Vergleich dazu finden Sie die Daten für Deutschland hier (PDF-Datei).

:info der AIDS-Hilfe Düsseldorf
Die AIDS-Hilfe Düsseldorf hat rechtzeitig zum Welt-Aids-Tag die Nummer 3/2010 ihres Magazins :info herausgebracht. Das vollständige Heft finden Sie hier (PDF-Datei).

Die Deutsche AIDS-Hilfe (DAH) begrüßt die Äußerungen des Papstes zu Kondomen
Papst Benedikt XVI. hatte sich erstmals positiv über die Anwendung von Kondomen zum Schutz vor einer HIV-Infektion in seinem neuen Buch "Licht der Welt: Der Papst, die Kirche und die Zeichen der Zeit" geäußert. Dies ist allerdings auf Einzelfälle beschränkt. Der Papst benennt in seinem Buch männliche Sexarbeiter als Beispiel für Menschen, die Kondome nutzen dürfen. Die Erklärung der DAH lesen Sie hier (PDF-Datei).


SCHWULE PRÄVENTION

Doku-Drama: Schlachter-Tango
Die AIDS-Hilfe Bielefeld empfiehlt eine Produktion des Theaterlabors Bielefeld, in der es um Ludwig M. geht, der wegen seiner Homosexualität von der Gestapo verhaftet wurde, als Jude im KZ saß und nach dem Krieg in Hannover das erste Schwulenlokal eröffnete. Näheres zur Premiere finden Sie hier (PDF-Datei).


YOUTHWORK

Am Puls der Zeit!
Am Freitag, den 26. November 2010, wird ab 16.30 Uhr das Zentrum für junge Lesben, Schwule, Bi-/ Trans*sexuelle & Friends "PULS" in Düsseldorf eröffnet. Die Pressemitteilung hierzu finden Sie hier (PDF-Datei).


FRAUEN & AIDS

XXelle Termine 2011
Die Termine von XXelle, der Landesarbeitsgemeinschaft "Frauen & Aids in NRW" für 2011 finden Sie hier (PDF-Datei).


DROGEN & AIDS

EU-Jahresbericht 2010 zur Drogensituation in Deutschland
Der aktuelle Bericht der deutschen und europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (DBDD und EBDD) zur Drogensituation in Deutschland ist am 11. November 2010 erschienen. Die Schlüsselthemen des diesjährigen Berichts sind Entwicklung, Methoden und Umsetzung nationaler Behandlungs-Leitlinien sowie Kosten drogenbezogener Behandlung. Den Bericht finden Sie hier (PDF-Datei). Eine Kurzbeschreibung, sowie die gemeinsame Presseerklärung von Bundesregierung und DBDD lesen Sie hier (PDF-Datei).

Berichterstattung zur DHS-Fachkonferenz
Die 50. von der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen ausgerichtete Fachkonferenz fand vom 8. bis 10. November 2010 in Essen statt. Das Thema des Kongresses "Der Mensch im Mittelpunkt – Erfolgreiche Suchthilfe in Deutschland" wurde vertieft durch zahlreiche Vorträge und Foren. Den Vermerk des Fachberaters beim PARITÄTISCHEN Gesamtverbands lesen Sie hier (PDF-Datei).

Jahrestagung 2010 der LWL-Koordinationsstelle Sucht am 29. November in Münster
In diesem Jahr widmet sich die Tagung den Veränderungen und Weiterentwicklungen in Prävention, Beratung und Behandlung. Der Eröffnungsvortrag findet unter dem Thema "Sucht im Alter" statt. Informationen dazu und die Teilnahmebedingungen lesen Sie hier (PDF-Datei).

Fachklinik „Werkhaus“ Bochum schließt Versorgungslücke für junge Suchtkranke
Menschen von 14 bis 21 Jahren, die Probleme mit ihrem Suchtmittelkonsum haben, können in der Bochumer Fachklinik „Werkhaus“ behandelt weren. Die neue stationäre medizinische Rehabilitation wurde zum November eröffnet. 30 Jugendliche und junge Erwachsene haben im Werkhaus die Gelegenheit, sich in den drei Wohngruppen mit ihrem problematischen Konsum oder ihrer Abhängigkeit auseinanderzusetzen. Ausführlichere Informationen zum Behandlungskonzept der neuen Einrichtung finden Sie unter www.awo-ruhr-mitte.de.

Fünfter kommunaler Suchtwettbewerb läuft
Zum fünften Mal rufen die Bundes-Drogenbeauftragte und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) Städte, Gemeinden und Kreise zum Wettbewerb „Vorbildliche Strategien kommunaler Suchtprävention“ auf. Bis zum 17. Januar 2011 können interessierte Gebietskörperschaften ihre Maßnahmen und Konzepte zur Prämierung vorschlagen. Eingereicht werden können Beiträge unterschiedlicher Art. Akzeptiert werden Projekte, die sich auf konkrete Suchtstoffe konzentrieren genauso wie übergreifende Ansätze und Maßnahmen, die sich auf verschiedene Altersgruppen oder örtliche Gegebenheiten beziehen. Anmeldeunterlagen und weitere Informationen lesen Sie auf der Internetseite www.kommunale-suchtpraevention.de.

Nürnberger Verein Mudra fordert Drogenkonsumräume für Bayern
Drogenkonsumräume sind ein erprobtes Angebot einer schadensbegrenzenden Begleitung Suchtkranker. Einige große Städte bieten schon welche an, andere Städte in NRW denken momentan im Rahmen der kommunalen Suchthilfeplanung darüber nach. Das ist in anderen Bundesländern längst nicht die Regel. So verhinderte bislang die CSU die Einrichtung solcher Hilfsangebote in Bayern. Nun setzt sich der Nürnberger Drogenhilfeverein Mudra dafür ein, dass auch in Bayern Drogenkonsumräume eröffnet werden können. Mit einer Fachlichkeit, die auch in unseren Breiten Gehör finden dürfte, wird begründet, warum sich niedrigschwellige Angebote für bisher schwer erreichbare Drogenabhängige lohnen. Näheres lesen Sie hier (PDF-Datei).


STRAFVOLLZUG

Justizvollzugskrankenhaus Fröndenberg richtet Abteilung für dauerhaft pflegebedürftige Gefangene ein
Die AIDS-Hilfe im Kreis Unna empfiehlt einen Artikel aus dem Hellweger Anzeiger für den Kreis Unna vom 15. Oktober 2010 über geplante Aktivitäten zu Pflege und Versorgung im Strafvollzug mit. Den Artikel lesen Sie hier (PDF-Datei).

Neue Wege in der Suchtbehandlung im Maßregelvollzug
Akzept e.V. und die Forensik Asklepios Klinik Nord veranstaltet am Freitag, den 28. Januar 2011 in Hamburg eine Tagung zur Substitutionsbehandlung Opioidabhängiger im Maßregelvollzug (MRV). Auf der Tagung sollen alle wichtigen Aspekte der Suchtbehandlung im MRV unter besonderer Berücksichtigung der Substitution dargestellt und diskutiert werden. Nähere Informationen zu Anmeldung und den Fachbeiträgen lesen Sie hier (PDF-Datei).


VEREINSMANAGEMENT / FORTBILDUNG / FINANZEN / PERSONAL

Stellenausschreibung für Honorartätigkeit
Die AIDS-Hilfe Essen sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Honorarkraft für die zielgruppenspezifische Herzenslust-Prävention für schwule und bisexuelle Männer mit Migrationshintergrund. Die Ausschreibung finden Sie hier (PDF-Datei).


VERSCHIEDENES

Der nächste Newsletter erscheint am 8. Dezember 2010
Wir freuen uns über interessante Berichte, Veranstaltungshinweise etc. Bitte senden Sie diese per E-Mail an newsletter@nrw.aidshilfe.de. Redaktionsschluss für die kommende Ausgabe ist der 6. Dezember 2010. 

Newsletter-Archiv
Alle Ausgaben dieses Newsletters finden Sie archiviert unter www.nrw.aidshilfe.de.

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