Ausgabe 23 vom 11. November 2010

Liebe Leserinnen und Leser,

Kontinuität und Neubeginn! Unter diesen Gedanken kann man das Ergebnis der Vorstandswahlen stellen. Die Delegierten unserer Mitgliedsorganisationen wählten am vergangenen Samstag turnusgemäß die Mitglieder unseres Landesvorstands neu. Dabei wurden vier der bisherigen Vorstandsmitglieder im Amt bestätigt sowie ein Kandidat erstmals gewählt. Rainer Martin Hinkers, seit fünf Jahren Mitglied des Vorstands, musste aufgrund einer schweren Erkrankung seine Kandidatur zurückziehen. Die Mitgliederversammlung drückte ihm ihren großen Dank für seine Vorstandstätigkeit und sein Engagement für Herzenslust aus und übersandte ihm herzliche Genesungswünsche.
Dem neuen Landesvorstand gehören Lena Arndt aus Paderborn, Klaus-Peter Hackbarth aus Essen, Arne Kayser aus Bochum, Olaf Lonczewski aus Köln und Klaus-Peter Schäfer aus Siegen-Wittgenstein an. Alle Gewählten äußerten sich erfreut über ihre Wahl und bekundeten, dass sie im Hinblick auf die anstehenden Herausforderungen, nicht zuletzt durch die politische Situation auf Landesebene, weiterhin konsequent für eine wirkungsvolle Prävention und für die Interessen der Menschen mit HIV und Aids eintreten wollten. In diesem Sinne dem Neu- und den Wiedergewählten herzliche Glückwünsche zur Wahl und viel Erfolg für ihre verantwortungsvolle Aufgabe.

Dr. Guido Schlimbach | Pressesprecher


VERBAND / LOBBY

25 Jahre AIDS-Hilfe NRW - Menschen 2010
In der Serie mit Interviews von Menschen, die sich in und für Aidshilfen in Nordrhein-Westfalen, im Landesverband oder an anderer Stelle im Interesse von Menschen mit HIV und Aids eingesetzt haben, erschienen vergangene Woche die Antworten unseres stellvertretenden Landesgeschäftsführers Reinhard Klenke. Gestern erschien der Fragebogen unseres neugewählten Vorstandsmitglieds Arne Kayser.


ÖFFENTLICHKEITSARBEIT / FUNDRAISING

Welt-Aids-Tag 2010 – Termine und Aktionen in NRW
Um den 1. Dezember 2010 finden in NRW eine Vielzahl von Veranstaltungen und Aktionen statt: Informationsveranstaltungen, Vorträge, Aktionen in den Innenstädten, Gedenken für die Verstorbenen, aber auch Spendensammlungen, Benefizgalas und Kunstauktionen. Alle Termine unserer Mitgliedsorganisationen und deren Kooperationspartner, die uns zugegangen sind, finden Sie, nach Orten geordnet unter www.nrw.aidshilfe.de.


MENSCHEN MIT HIV/AIDS

Arbeitsgemeinschaft „HIV und Arbeit in NRW“
Gut zwei Drittel der HIV-Positiven sind berufstätig. Das bringt viele offen Fragen mit sich. Der Umgang von Arbeitgebern mit chronischen Erkrankungen, so auch mit HIV, ist oftmals negativ geprägt oder tabuisiert. Auf Landesebene soll ein Konzept  entwickelt werden, das Bedarfe formuliert und mögliche Lösungsansätze und Richtungen beschreibt. Weitere Informationen zur Arbeitsgemeinschaft „HIV und Arbeit in NRW“, die auf Einladung der AIDS-Hilfe NRW und POSITHIVHANDELN NRW am 3. Dezember erstmalig in Köln zusammen kommt, finden Sie hier (PDF-Datei).

Sexuelle Gesundheit bei HIV
Sexualität spielt im Leben der meisten Menschen mit HIV eine Rolle, erst recht, seitdem auch mit der Infektion ein langes Leben möglich geworden ist. Doch leider gibt es neben HIV noch ein paar andere Krankheitskeime, die beim Sex übertragen werden können. Die meisten der sexuell übertragbaren Infektionen sind gut behandelbar, unbehandelt können sie aber gerade bei HIV-Positiven erhebliche gesundheitliche Risiken mit sich bringen. Hierzu spricht der Dortmunder HIV-Schwerpunktarzt Dr. Andreas Bellmunt beim
traditionellen Infoabend für HIV-Positive und Freunde in Münster am Dienstag, den 7. Dezember, um 18.30 Uhr. Anmeldungen an Ulrich Besting von der Aids-Hilfe Münster (Tel.: 0251-19411).

Das Netzwerk „Positiv arbeiten“ in Düsseldorf stellt sich vor
Die verbesserten Therapiekonzepte haben dazu geführt, dass die Lebensqualität und Lebenserwartung von HIV positiven Menschen deutlich gestiegen ist. Mittlerweile stehen zwischen 50 bis 70% der Betroffenen im Erwerbsleben. Allerdings bringt die Infektion mit ihren gesundheitlichen und vor allem sozialen Konsequenzen eine Vielzahl von Fragen mit sich. Olaf Lonczewski wird am Beispiel der Interessenvertretung „HIV im Erwerbsleben“ am Donnerstag, 9. Dezember 2010 von 19.00 bis 20.30 Uhr vieles klarstellen können. Weiteres lesen Sie hier (PDF-Datei).


SCHWULE PRÄVENTION

Terminkalender der AIDS-Hilfe Essen und Essen-X-Point für den Monat Dezember 2010
Die Termine für schwule und bisexuelle Männer sowie im Rahmen des Welt-Aids-Tags im Dezember 2010 in Essen finden Sie hier (PDF-Datei).


DROGEN & AIDS

Zum Tod von Thomas Friedrich
Am 22. September 2010 ist der langjährige JES-Aktivist Thomas Friedrich aus Bielefeld gestorben. Einen kurzen Nachruf zu seiner Person lesen Sie unter www.jesbielefeld.de.

Entkriminalisierung ist notwendig!
Der Bundesverband für akzeptierende Drogenarbeit und humane Drogenpolitik, akzept e.V. begrüßt ausdrücklich die geplante Erhöhung der Eigenbedarfsgrenze bei illegalen Drogen in Nordrhein-Westfalen. Das Problem des missbräuchlichen Konsums lasse sich nicht durch strafrechtliche Maßnahmen klären. Akzept unterstützt daher insbesondere den Vorstoß der Polizeigewerkschaft NRW auf Einführung einer Opportunitätsvorschrift für polizeiliche Ermittlungen. Der Grundsatz einer Suchtpolitik müsse der Schutz von Personen und ihrem Umfeld vor Diskriminierung sein. Die Pressemeldung von Akzept lesen Sie hier (PDF-Datei).

Drogen und Musik - eine immer wieder besondere Affäre
Drogen und Musik – eine Langzeitbeziehung, die vor Urzeiten begann, als Menschen bei ihren heiligen Ritualen bewusstseinsverändernde Kräuter verwendeten. In einem Feature des WDR5 Hörfunkprogrammes wurden die wechselseitigen Beziehungen näher betrachtet. Das Skript zu dem am 11. Oktober gesendeten Beitrag können Sie hier (PDF-Datei) nachlesen. Der Beitrag ist vorübergehend noch nachzuhören unter www.wdr5.de.

Drogensucht im Alter: Pflegefachwissen für alternde Junkies wird künftig gebraucht
Auch Drogenkonsumentinnen und -konsumenten werden im Durchschnitt immer älter. Darauf ist die Altenpflege bisher nicht vorbereitet. Dabei altert der Körper durch exzessiven riskanten Konsum schneller als beim Durchschnitt der Bevölkerung. Ein interessanter Artikel in der Süddeutschen Zeitung greift dieses Thema auf. Den Beitrag lesen Sie hier (PDF-Datei).

Nobelpreisträger fordert Legalisierung von Drogen
Der Drogenkrieg in Mexiko ist unerträglich brutal geworden. Die Regierung hat die Kontrolle verloren. Viele Prominente, unter ihnen der diesjährige Literaturpreisträger Mario Vargas Llosa, sprechen sich für eine Legalisierung aus. Sein Plädoyer: „Der Drogenschmuggel kann nicht mit militärischen Mitteln besiegt werden. Es wird ihn geben, solange es Abnehmer von Rauschgift gibt.“ Einen Bericht dazu lesen Sie hier (PDF-Datei).


STRAFVOLLZUG

Workshop zum JVA-Übergangsmanagement am 12. November 2011 in Köln
Am Freitag, den 12. November 2010 findet in Köln der diesjährige Workshop für externe Sucht- und Drogenhilfeangebote in den JVA des Landes NRW zum Übergangsmanagement statt. Gastgeber ist die Drogenhilfe Köln in Absprache mit dem Facharbeitskreis Suchtfragen des PARITätischen Landesverbandes. Hierzu sind ausdrücklich auch Gäste anderer Verbände eingeladen. Das Treffen wird sich hauptsächlich der Vorbereitung der Detailabsprachen zwischen Justizministerium und regionalen Anbietern widmen. Die Einladung mit Tagesordnung lesen Sie hier (PDF-Datei).

Sicherungsverwahrung: Eile bei der neuen Ausgestaltung geboten
Die Konferenz der Justizministerinnen und Justizminister der Länder hat am 04. November 2010 beschlossen, dass bis Ende des Monats Vorschläge vorzuliegen haben, unter welchen Rahmenbedingungen künftig solche Straftäter untergebracht werden, die nach Verbüßung ihrer Haftstrafe zum Schutz der Allgemeinheit in Gewahrsam bleiben müssen. Die Ausgestaltung des Vollzugs liegt in der Verantwortung der einzelnen Länder. Daher gibt es auch in NRW Aktivitäten, den Anforderungen der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts und des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte kurzfristig zu entsprechen. Die beiden aktuellen Beschlüsse der Justizministerkonferenz dazu lesen Sie hier (PDF-Datei).


VEREINSMANAGEMENT / FORTBILDUNG / FINANZEN / PERSONAL

Fortbildung zur „HIV- und STI-Prävention und Beratung im Arzt-Patientengespräch“ am 4.  Dezember in Dortmund
Die Deutsche AIDS-Hilfe lädt gemeinsam mit ihren Kooperationspartnern in Dortmund und Unna zu einer eintägigen Fortbildungsveranstaltung ein. In der Fortbildung wird anhand von theoretischen Konzepten und praktischen Methoden darauf eingegangen, wie im Arzt-Patientengespräch auch auf sexualitätsbezogene Themen eingegangen werden kann. Diese Themen werden teilweise als heikel wahrgenommen. Doch erst die Kommunikation ermöglicht die Vorbeugung, Diagnose und Behandlung von HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen. Da sich die Veranstaltung hauptsächlich an Ärztinnen und Ärzte und medizinisches Personal richtet, werden für die Teilnahme Fortbildungspunkte vergeben. Weitere Informationen zu der Veranstaltung finden Sie hier (PDF-Datei). Die Anmeldung kann über dieses Formular (PDF-Datei) erfolgen.

Praxistagung: Vom Heimgesetz zum neuen Wohn- und Teihabegesetz (NRW)
Das neue Wohn- und Teilhabegesetz NRW löste am 01. Januar 2009 das alte Heimgesetz ab. Insbesondere im Bereich des Betreuten Wohnens und der Pflegewohngemeinschaften aber auch des Wohnens mit Service und in Wohnstiften ist es notwendig sich mit den konkreten Auswirkungen des Gesetzes auseinanderzusetzen. Daher bietet die Paritätische Akademie am 27. Januar 2011 für Träger von teilstationären und ambulanten Einrichtungen eine Fachveranstaltung zu dieser Thematik an. Alle wichtigen Informationen lesen Sie hier (PDF-Datei).

Sozialrechtliche Grundlagen und Leistungen für Menschen mit Behinderungen
In einem Seminar am 2. und 3. Februar 2011 in Köln bietet die Paritätische Akademie einen Überblick über das Sozialleistungssystem an. In Exkursen werden Fragen der praktischen Durchsetzbarkeit von Leistungsansprüchen z. B. bei Zuständigkeitsstreitigkeiten zwischen Leistungsträgern vorgestellt. Nähere Informationen lesen Sie hier (PDF-Datei).

11. Deutscher Lebertag - Wissenwerte Leberwerte
Leberwerte sind wissenswert! Darauf weisen die Ausrichter des 11. Deutschen Lebertages hin, die Deutsche Leberstiftung, die Deutsche Leberhilfe e. V. und die Gastro-Liga e. V. Durch Kontrolle der Leberwerte können Lebererkrankungen früh erkannt und entsprechend behandelt werden – damit lassen sich Folgen wie Leberzirrhose und Leberkrebs vermeiden. Der bundesweite Aktionstag findet auch in diesem Jahr am 20. November statt. Weiter Informationen unter www.lebertag.org.

Die AIDS-Hilfe Mönchengladbach sucht eine Pädagogin/einen Pädagogen
Wünschenswert wäre eine sexualpädagogische Zusatzqualifikation. Die Schwerpunkte Ihrer Arbeit sind unter anderem die Prävention im schulischen und außerschulischen Jugendbereich (Youthwork), die Schulung und Begleitung von Multiplikatorinnen und Multiplikatoren sowie Öffentlichkeitsarbeit. Näheres erfahren Sie hier (PDF-Datei).


VERSCHIEDENES

Die „Nacht der Lichter“ in Köln am 27. November 2010 von 18 bis 23 Uhr
Die „Nacht der Lichter“ bietet Raum zum persönlichen Gedenken in der Gemeinschaft mit anderen. Dies geschieht vor allem in der Stille, wird jedoch umrahmt von Wort- und Musikbeiträgen, die in diese Stille überleiten sollen. Die Gedenkworte für die Verstorbenen sollen auch diejenigen ermutigen, die mit HIV und Aids leben oder einen Angehörigen in dieser Lebensphase begleiten. Die „Nacht der Lichter“ wird veranstaltet vom Arbeitskreis AIDS Köln e.V. und in diesem Jahr koordiniert vom Sozialdienst Katholischer Männer e.V. Köln (SKM Köln). Weiteres lesen Sie hier (PDF-Datei)

Der nächste Newsletter erscheint am 24. November 2010
Wir freuen uns über interessante Berichte, Veranstaltungshinweise etc. Bitte senden Sie diese per E-Mail an newsletter@nrw.aidshilfe.de. Redaktionsschluss für die kommende Ausgabe ist der 22. November 2010. 

Newsletter-Archiv
Alle Ausgaben dieses Newsletters finden Sie archiviert unter www.nrw.aidshilfe.de.

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