Ausgabe 20 vom 29. September 2010

Liebe Leserinnen und Leser,

zum 30. September beendet Annegret Schreeck ihre Arbeit im Bereich der Landeskoordination Aids und Kinder und geht als erste Kollegin der AIDS-Hilfe NRW in Rente. Seit 1995 hatte sie die Landeskoordination mit einer ¾-Stelle inne, zuerst mit Dienstsitz beim Paritätischen in Düsseldorf und seit 2005 in der Landesgeschäftsstelle der AIDS-Hilfe NRW. Mit Annegret Schreeck geht eine Kollegin in den (Un)Ruhestand, die mit Kopf und Herz an der Seite HIV betroffener Kinder und ihrer Familien aktiv und im besten Sinne parteiisch war. Wir danken ihr für das große Engagement! Zum Abschied führte Guido Schlimbach ein Gespräch mit ihr, das Sie hier (PDF-Datei) nachlesen können.

Zum 01. Oktober übernimmt Petra Hielscher (petra.hielscher@nrw.aidshilfe.de, Fon 0221-925996-16) die Facharbeit im Bereich „Landeskoordination Aids, Kinder und Jugendliche“. Sie ist vielen bisher schon aus ihrer Arbeit im Bereich XXelle – Frauen & Aids bekannt. In Abstimmung mit dem Gesundheitsministerium NRW wurde der Aufgabenzuschnitt einerseits auf Jugendliche erweitert und andererseits auf die Kernaufgabe der „Landeskoordination“ fokussiert, so dass eine ½-Stelle weitergeführt wird. Zusätzlich eröffnen wir damit die Möglichkeit, HIV-betroffene Kinder und Jugendliche in Regionen ohne spezifische Hilfestruktur durch Honorarkrräfte aus Nachbarregionen zu unterstützen. Für den Arbeitsbereich XXelle – Frauen & Aids wird Petra Hielscher weiterhin ihre Ansprechpartnerin sein.

Dirk Meyer
Landesgeschäftsführer

VERBAND / LOBBY

25 Jahre AIDS-Hilfe NRW - Menschen 2010
In der Serie mit Interviews von Menschen, die sich in und für Aidshilfen in Nordrhein-Westfalen, im Landesverband oder an anderer Stelle im Interesse von Menschen mit HIV und Aids eingesetzt haben, erschienen vergangene Woche die Antworten von Willehad Rensmann von der AIDS-Hilfe Dortmund, in dieser Woche die Antworten von Ralf Terjung von der AIDS-Initiative Enne-Ruhr

Vorstandswahlen in der AIDS-Hilfe im Kreis Unna e.V.
Die AIDS-Hilfe im Kreis Unna e.V. hat auf ihrer jüngsten Mitgliederversammlung turnusgemäß einen neuen Vorstand gewählt. Im Amt bestätigt wurden Tobias Brandt, Ulrich Keller, Werner Ligges und Anja Wolsza. Fabian Berg, als Rollenmodel der IWWIT-Kampagne weithin bekannt, kandidierte nicht mehr für das Gremium. Zu seinem Nachfolger wurde Robin Kortmann gewählt. Weitere Informationen zu den Vorstandswahlen finden Sie hier (PDF-Datei).

Erste lesbisch-schwule Gemeinschaftsstiftung Deutschlands errichtet
Mehr als die Hälfte der 110 Stifterinnen und Stifter waren persönlich bei der Gründungsversammlung der ARCUS-Stiftung am Freitagabend, 24. September 2010, im Interconti Köln anwesend, um die Satzung zu verabschieden und das Stiftungsgeschäft zu errichten. Die beiden Landesverbände LAG Lesben in NRW e.V. und Schwules Netzwerk NRW e.V. hatten die Gründung seit mehreren Jahren vorbereitet und ein breites Bündnis aus Einzelpersonen und Vereinen und Verbänden der Community motiviert, das Gründungskapital zusammen zu tragen und die erste lesbisch-schwule Gemeinschaftsstiftung Deutschlands auf den Weg zu bringen. Ziel der ARCUS-Stiftung ist die finanzielle Unterstützung von Projekten der Community. Die ARCUS-Stiftung geht mit einem Gründungsvermögen von 73.000 Euro an den Start. Weitere Informationen finden Sie hier (PDF-Datei)

25 Jahre AIDS-Hilfe Düsseldorf – Jubiläumsempfang am 28. Oktober 2010
Anlässlich des 25-jährigen Bestehens der AIDS-Hilfe Düsseldorf e.V. laden die AIDS-Hilfe Düsseldorf und die Stadt Düsseldorf zum Jubiläumsempfang am 28. Oktober 2010, um 14.30 Uhr, ins Düsseldorfer Rathaus ein. Weitere Informationen zur Veranstaltung und Anmeldung finden Sie hier (PDF-Datei).


SCHWULE PRÄVENTION

Neuer Mitarbeiter in der AIDS-Hilfe Bonn für die Herzenslust-Primärprävention
Wolfgang Falk ist seit Anfang September neuer Mitarbeiter der AIDS-Hilfe Bonn für die Bereiche HIV-Prävention, schwule Gesundheit im Allgemeinen, Beratung und Betreuung sowie Jugend und Schule. In diesem Rahmen begleitet er die "Gummibärchen" – Bonns bekannte Herzenslustgruppe. Auch für den Health Support ist er tätig. Wolfgang ist angehender Sozialarbeiter (BA) und neben seinem Studium schon seit vielen Jahren nebenberuflich wie ehrenamtlich für Aidshilfen tätig gewesen. 2004 bis 2005 hat er im Herzenslust-Team der AIDS-Hilfe Bochum mitgearbeitet und von 2008 bis 2010 war er bei der AIDS-Hilfe NRW auf Honorarbasis in verschiedenen Arbeitsbereichen tätig, zuletzt für die Organisation des Beratungs- und Informationsmobils und anschließend im Projekt "Helden gesucht!" für die Gay Games.

"Der Doktor kommt!“ - Arztsprechstunden in den Essener Schwulensaunen Phoenix und St. Tropez und erstmalig auch im Fetischclub DREXX
In Essen startet im Oktober 2010 erneut das Beratungs- und Testprojekt "Freimachen - Der Doktor kommt!". Hierbei handelt es sich um ein Kooperationsprojekt mit den Essener Schwulensaunabetreibern, dem Fetischclub, dem Gesundheitsamt der Stadt Essen und der AIDS-Hilfe Essen, dass eine ausführliche medizinische Beratung und die Durchführung von Blutuntersuchungen vor Ort möglich werden lässt. Weitere Infos und die Termine finden Sie hier (PDF-Datei).

HIV-Testangebot in der Düsseldorfer Szene
m Sonntag den 17. Oktober findet von 16.00 bis 19.00 Uhr ein „Kaffee und Kuchen-Happening“ im Club Musk und Comeback statt. Zeitgleich gibt es die Möglichkeit, sich kostenlos und anonym auf HIV, Hepatitis und Syphilis testen zu lassen. Mehr Infos in der Pressemitteilung der AIDS-Hilfe Düsseldorf finden Sie hier (PDF-Datei).

Wissens- und Methodentag für Schule und Jugendarbeit am 10. November 2010 in Hagen
Die AIDS-Hilfe Hagen bietet am Mittwoch, 10. November 2010, von 09.30 bis 17.00 Uhr einen Wissens- und Methodentag für Schule und Jugendarbeit an. Der Fachtag bietet ausführliche Informationen zur aktuellen Produktpalette von Kondomen und Gleitmitteln, methodische Impulse für die Beratung und Präventionsarbeit und vieles mehr. Weitere Informationen finden sich hier (PDF-Datei), die Anmeldemöglichkeit finden Sie hier (PDF-Datei).


FRAUEN UND AIDS

Herbst-DHIVA erschienen
Das Herbst-Heft der DHIVA ist da! Hier eine Vorschau auf einige Beiträge: Vienna 2010: Die Welt-Aids-Konferenz in Rückblicken – Positiv: Arbeiten mit HIV – Offen: Brief einer Mutter mit HIV – Kulinarisch: Kochen aus Leidenschaft - Netzwerk: Über das Treffen auf der Alb – Gesundheit: Besser denken mit Nüssen – Außerdem: Buch-Tipps, ein Bericht über die Kölner Aids-Gala und die Fortsetzung der Reihe „Meine Infektionsgeschichte“! Weitere Informationen finden Sie hier (PDF-Datei).

Fachveranstaltung Roma und Sinti, Die Begegnung mit einer fremden Kultur
Die Veranstaltung vom Kölner Rom e.V. in Koooperation mit der Landesarbeitsgemeinschaft Frauen und Aids der AIDS-Hilfe NRW findet am Mittwoch, 27. Oktober 2010, in der Landesgeschäftsstelle der AIDS-Hilfe NRW in Köln statt. Referentin ist Iris Biesewinkel von Rom e.V. Weitere Informationen finden Sie hier (PDF-Datei).

Anspruch auf künstliche Befruchtung als GKV-Leistung auch für von HIV betroffene Paare
Auch Paare, bei denen einer oder beide Partner HIV-positiv sind, haben künftig die Möglichkeit, die Herbeiführung einer Schwangerschaft durch künstliche Befruchtung als Leistung der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) in Anspruch zu nehmen, wenn die gesetzlich geregelten Voraussetzungen (§ 27a SGB V) erfüllt sind. Dies sieht eine Entscheidung des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) vor, die am Donnerstag in Berlin getroffen wurde. Weitere Informationen finden Sie hier (PDF-Datei).


DROGEN UND AIDS

Kommunalisierung der Landesförderung Zwischenbilanz, Fragen und Perspektiven
Seit den ersten Planungen zur Kommunalisierung der Landesförderung für die Sucht- und Drogenhilfe sind mehr als vier Jahre vergangen. Zwischenzeitlich wurde eine Rahmenvereinbarung zur Umsetzung der Kommunalisierung geschlossen. Was hat dies für die Drogen- und Suchthilfe vor Ort verändert? Wie geht es nach dem Auslaufen der Vereinbarung im Jahr 2011 weiter? Wie wird Drogenpolitik in Nordrhein-Westfalen zukünftig gesteuert? Ist die bisherige Ausstattung der Suchthilfe durch veränderte Vergabekriterien gefährdet? Diese und andere Fragen will die Arbeitsgemeinschaft Drogenarbeit und Drogenpolitik in NRW e.V. (AG Dropo) in Kooperation mit den Landschaftsverbänden Rheinland (LVR) und Westfalen-Lippe (LWL) am 28. Oktober 2010 in Köln-Deutz nachgehen. Nähere Informationen finden Sie hier (PDF-Datei).

Psychosoziale Intervention in der Suchthilfe: Perspektiven der Sozialen Arbeit
Die Rahmenbedingungen für eine fachlich fundierte und ausreichend finanzierte Suchthilfe und Prävention haben sich verändert. Wie lange kann die Suchthilfe vor dem Hintergrund dieser Entwicklung ihre differenzierten Angebote im erforderlichen Umfang vorhalten? Droht eine schleichende Auszehrung? Was ist konkret zu tun, um auch in Zeiten knapper Ressourcen die Angebote für abhängige oder suchtgefährdete Menschen zukunftsorientiert auszurichten? Welche Dienstleistungen und Kompetenzen sind in naher Zukunft gefragt? Erfordert der demografische Wandel neue Strukturen oder Methoden? Vertreterinnen und Vertreter aus Hochschulen und Praxis, auch aus der benachbarten Schweiz, werden zu den verschiedenen Aspekten rund um diesen Themenkreis am 22. und 23. November 2010 in Frankfurt am Main zusammenkommen. Die Ausschreibung und Anmeldeunterlagen finden Sie hier (PDF-Datei).


STRAFVOLLZUG

Die Länderkommission gegen Folter nimmt ihre Arbeit auf
Die neugegründete Länderkommission gegen Folter hat Ende September ihre Arbeit aufgenommen. Die Justizminister der Länder hatten die Mitglieder der Kommission im Juni benannt. Die Kommission ist der 2008 gegründeten Bundesstelle zur Verhütung von Folter angegliedert. Sie soll Berichte aus den Bereichen Justizvollzug, Polizeidienststellen und psychiatrische Anstalten entgegennehmen, die in die Zuständigkeit der Länder fallen. Deutschland setzt damit das Anti-Folter-Abkommen der Vereinten Nationen um. Nähere Informationen finden Sie hier (PDF-Datei).


FORTBILDUNGN UND TERMINE

Zertifikatskurs zum Management in sozialen Einrichtungen
Soziales Handeln muss in Einklang mit betriebswirtschaftlichem Denken und dem Selbstverständnis als Dienstleistungsunternehmen gebracht werden. Die Anforderungen an Führungskräfte in sozialen Einrichtungen sind in den letzten Jahren gestiegen. Daher bietet der PARITÄTische Zertifikatskurse zum Management in sozialen Einrichtungen an. Nähere Informationen finden Sie hier (PDF-Datei)

Ausstellung "50 Jahre Schwule und Lesben in der Zeitschrift BRAVO"
Die TAZ berichtete in der Wochenendausgabe vom 18. September bereits zum zweiten Mal groß über die Ausstellung "50 Jahre Schwule und Lesben in der Zeitschrift BRAVO" in der Kölner Christuskirche. Den Artikel und Infos zur Austellung finden Sie hier (JPG-Datei).


VERSCHIEDENES


Partizipative Maßnahmenentwicklung mit Planning for Real
Planning for Real ist ein Instrument, mit dem sich z.B. Maßnahmen zur Gesundheitsförderung in Quartieren oder Szenen partizipativ entwickeln und umsetzen lassen. Das Instrument umfasst alle Schritte von der Bedarfsbeschreibung, über die Maßnahmenentwicklung bis hin zur Umsetzung der Maßnahme. Das Instrument ist nicht nur darauf angelegt einem festen Kreis von Personen (aus dem Quartier oder der Szene) die Teilhabe an der Gestaltung einer Maßnahme zu ermöglichen. Das Instrument beinhaltet neben der Einbeziehung eines festen Kreises von Personen die Gewinnung und gezielte Ansprache von weiteren Personen, deren Ressourcen und Kompetenzen für die Gestaltung der Maßnahme gewonnen werden sollen. Eine Beschreibung des Instruments mit seinen sieben Schritten findet sich hier (PDF-Datei).

Der nächste Newsletter erscheint am 13. Oktober 2010
Wir freuen uns über interessante Berichte, Veranstaltungshinweise etc. Bitte senden Sie diese per E-Mail an newsletter@nrw.aidshilfe.de. Redaktionsschluss für die kommende Ausgabe ist der 12. Oktober 2010. 

Newsletter-Archiv
Alle Ausgaben dieses Newsletters finden Sie archiviert unter www.nrw.aidshilfe.de.

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