Juli 2010
Liebe Leserinnen und Leser
Vom 18. – 23. Juli findet in Wien die 18. Internationale Aids-Konferenz statt. Es werden 50.000 Besucherinnen und Besucher aus 80 Ländern erwartet. Das Programm zur Konferenz finden Sie unter http://www.aids2010.org/. Interessantes zum Thema Frauen und HIV/Aids werden Sie in einem der nächsten Newsletter finden.

Und am 24. Juli findet die Loveparade in Duisburg statt. Wie bereits in den Vorjahren, werden die Kolleginnen der Ruhrgebietsvernetzung wieder mit Informationsmaterialien zum Thema Frauen und HIV vertreten sein.

Viel Spaß beim lesen des Newsletters wünscht Ihnen Petra Hielscher
Frauen und Aids
AIDS-Hilfe NRW e.V.

 

A K T U E L L E S / N E W S

10 Gründe Warum Kriminalisierung der HIV-Exponierung oder Transmission Frauen Gefährdet. Die Landesarbeitsgemeinschaft hat das Dokument rechtzeitig vor der 18. Internationalen Aidskonferenz unterzeichnet.
Vor kurzer Zeit wurden Gesetze über die Kriminalisierung der HIV-Exponierung und Übertragung eingeführt bzw. befinden sich in Teilen Afrikas, Asiens und Lateinamerikas noch in Ausarbeitung. Gleichzeitig kommt vor allem in Europa und Nordamerika das bestehende Strafrecht zunehmend mehr zur Verurteilung von Personen zur Anwendung, die HIV an andere Menschen übertragen und sie einem HIV-Umfeld aussetzen. Zusätzlich zur Kriminalisierung der HIV-Transmission appellieren diese Gesetze für einen obligatorischen HIV-Test schwangerer Frauen sowie für die Offenlegung ungewollter Partner durch die Gesundheitsdienste, was wiederum die Auswirkungen dieser Gesetzgebung auf Frauen verschärft. Lesen Sie weiter im Aufruf des AIDS Legal Network. Weitere Informationen zum Thema finden Sie unter www.aln.org.za

Teil fünf ist online. Reihe auf www.xxelle-nrw.de Die Frauenberaterin Annette Ritter berichtet
Annette Ritter ist Frauenberaterin der Aids-Hilfe Münster. Zum Internationalen Frauentag startete mit ihr eine neue spannende Reihe. Lesen Sie einmal im Monat aus dem Arbeitsalltag der Beraterin auf der XXelle Internetseite.

Neue DHIVA erschienen
Das Sommer-Heft der DHIVA ist da! Hier eine Vorschau auf einige Beiträge: Vienna 2010: Wichtiges zur Welt-Aids-Konferenz in Wien – Nachlese: Auf den Münchner Aids-Tagen – Schweigen: HIV als Familiengeheimnis – Offen: Die schwere Suche nach der Liebe - Schmunzeln: Eine Shopping-Tour für besondere Freundinnden – Gesundheit: Das Wunderkorn der Inkas – Außerdem: Buch-Tipps, Neues aus der Prävention und die Fortsetzung der Reihe „Meine Infektionsgeschichte“! Weitere Informationen finden Sie hier (PDF-Datei).

Aktuelle Daten zur Viruslast im Sperma bei erfolgreicher HAART aus  Frankreich
Eine ausführliche Zusammenfassung zum Thema finden Sie unter http://www.infekt.ch/: Ein weiteres Kompartment: HIV RNA im Sperma bei unterdrückter Viruslast im Blut unter HAART

Medikamente verhindern Mutter-Kind-Übertragung
Die konsequente antiretrovirale Therapie während der Schwangerschaft und der gesamten Stillzeit kann die Übertragung des HI-Virus auf das Kind weitgehend verhindern. Dies zeigen zwei randomisierte Studien im New England Journal of Medicine (NEJM). Lesen Sie weiter unter http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/41643/HIV_Medikamente_verhindern_Mutter-Kind-Uebertragung.htm

Frauentreffen in anderen Bundesländern
Bericht über das 1. HIV positive Frauentreffen in Thüringen am 12.06.2010
Melanie Schönheit, Koordinatorin der Thüringer Aids-Prävention bei der Landesvereinigung für Gesundheitsförderung Thüringen e.V. berichtet über das 1. HIV positive Frauentreffen in Thüringen

Junge Europäerinnen und HIV – eine Herausforderung für Prävention und Menschenrechte
Sie sind jung, sie sind HIV-positiv und sie sind Europäerinnen. Zum ersten Mal wächst in Europa eine Generation junger Frauen heran, die mit HIV geboren wurden. Ein Leben ohne das Virus kennen sie nicht. Trotzdem ist HIV bei Mädchen und Frauen in Europa meist nur ein Randthema. Lesen Sie weiter in der Pressemitteilung der Gemeinnützigen Stiftung Sexualität und Gesundheit GmbH.


INTERNATIONALE AIDS-KONFERENZ 2 0 1 0 (IAC)

Light of Africa NRW lädt ins Global Village auf der 18. Internationalen AIDS-Konferenz (17. -23. Juli 2010) in Wien ein
Light of Africa NRW (LoA-NRW) e.V. würde sich sehr freuen, Sie im Global Village auf der 18. Internationalen AIDS-Konferenz in Wien begrüßen zu dürfen. Als Mitglied des Governing Council on African Black Diaspora Global Network on HIV/Aids mit Sitz in Toronto/Canada, wird LoA-NRW gemeinsam mit Mitgliedskollegen aus USA, Großbritannien, Frankreich, Canada und Australien diverse Sattelitenveranstaltungen durchführen. In Kürze werden detailliertere Infos auf der Website von LoA-NRW zu finden sein. Mehr lesen Sie hier (PDF-Datei).

Women Vienna 2010 Flyer for the Young Women Networking Zone
Hier finden Sie den Flyer für junge Frauen (bis 30), die zur IAC nach Wien fahren.


T E R M I N E  U N D  F O R T B I L D U N G E N

A n k ü n d i g u n g e n  d e r  A I D S-H i l f e  N R W  e.V.
Terminübersicht der landesweiten Positiventreffen 2010
Alle Termine für die landesweiten Positiventreffen 2010 und für die Treffen der Landesarbeitsgemeinschaft POSITHIV HANDELN finden Sie unter http://www.posithivhandeln.de/. Alle, die sich die landesweite Interessenvertretung von Menschen mit HIV und Aids auf die Fahnen geschrieben haben sind herzlich eingeladen, einmal bei der LAG reinzuschnuppern.

HIV-Art und Sport für Positive
Vom 6. bis 8. August findet in Hattingen das landesweite Positiventreffen mit den Themen "HIV-Art" und "Sport für Positive" statt. "HIV-ART"“ möchte die Freude am kreativen Tun fördern. Fernab von jedem Leistungsdruck können beim Malen innere Bilder geschöpft und zum Ausdruck gebracht werden. Es sind keinerlei Vorkenntnisse erforderlich. Die Kunsttherapie kann eine Unterstützung bei der Krankheitsbewältigung und eine Steigerung der Lebensqualität bedeuten. "SPORT":Hier werden in erster Linie praktische Übungen durchgeführt (Stretching, Gymnastik, Entspannung usw.) und es gibt  theoretische Tipps für den Alltag. Der Trainer hat beste Erfahrungen bei Sport für Menschen mit HIV. Weitere Informationen und die Online-Anmeldung finden Sie unter http://www.posithivhandeln.de/.

HIV-KONTROVERS am 2. Oktober 2010 in Essen
"Den Dialog ermöglichen - den Mut haben, ihn zu führen!", unter diesem Leitgedanken haben wir 2008 auf der Fachtagung HIV-KONTROVERS in Bochum mit über 100 Expertinnen und Experten aus Medizin, Politik, Verwaltung, Aidshilfe und Positivenselbsthilfe über spezifische Fragen zu aktuellen Themen rund um HIV und Aids diskutiert. Dieses neue Tagungskonzept setzen wir im Oktober fort und laden gemeinsam mit der Deutschen AIDS-Gesellschaft am 2. Oktober 2010 ab 9.30 Uhr nach Essen ins Haus der Technik zu HIV-KONTROVERS 2010 ein: „Interdisziplinär – interaktiv – kontrovers!“ Nähere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie unter http://www.hiv-kontrovers.de/.

Seminarankündigungen der Deutschen AIDS-Hilfe
Neue Präventionsstrategien und ihre Bedeutung für die beraterische Praxis, 15.-17.10.2010 in Berlin

Mit der Entwicklung biomedizinischer Ansätze der HIV-Prävention stellen sich insbesondere neue frauenspezifische Fragen. Einige dieser Forschungsansätze sind vielversprechend und eröffnen für Frauen in Zukunft eventuell neue Wege eines selbstbestimmten, von Männern unabhängigen Schutzes vor HIV und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten. Auch die Veröffentlichungen zur Infektiosität HIV-positiver Menschen bei nicht nachweisbarer Viruslast spielen eine wichtige Rolle, vor allem bei Kinderwunsch. Diese aktuellen Entwicklungen und Erkenntnisse stellen nicht nur neue Anforderungen an die Beratungspraxis sondern es muss auch über neue Wege nachgedacht werden, die vielfältiger werdenden Präventionsbotschaften adäquat an Frauen zu vermitteln. Hier finden Sie die Ausschreibung und Anmeldung zum Seminar.


M E D I E N

NEU erschienen: Wie sag ich's meinem Kind? Tipps und Anregungen für HIV-positive Mütter und Väter
Als die HIV-Infektion noch nicht behandelbar war, wurden betroffene Familien oft sehr schnell mit schwerer Erkrankung und Tod konfrontiert. Heute dagegen haben HIV-Positive dank wirksamer antiretroviraler Medikamente gute Aussichten, noch viele Jahre gesund zu bleiben und fast genauso lange zu leben wie der Bevölkerungsdurchschnitt. Aber immer noch tun sich HIVpositive Mütter und Väter meist schwer damit, sich ihren Kindern gegenüber zu offenbaren. Viele Fragen gehen ihnen dabei durch den Kopf: Kann ich das meinem Kind zumuten? Ist es schon alt genug dafür? Wie wird es darauf reagieren? Wird es sein Wissen für sich behalten können? Und wie kann ich mein Kind vor möglicher Diskriminierung schützen? Diese Broschüre bietet Ihnen Tipps und Anregungen, informiert Sie über Angebote für HIV-betroffene Familien und nennt wichtige Adressen. Bezug: http://www.aidshilfe.de/ Bestellnr: 023014


Der nächste Newsletter erscheint Anfang August 2010.
Ich freue mich über interessante Berichte, Veranstaltungshinweise etc. Bitte senden Sie diese per Mail an: petra.hielscher@nrw.aidshilfe.de.

 
 
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