Nr. 8. vom 14. April 2010

Liebe Leserinnen und Leser,

das Kapital unseres Verbands sind die vielen Menschen, die sich hier engagieren und einbringen. In 2008 Jahr waren es 1.213 Ehrenamtliche, die sich insgesamt 96.000 Stunden engagiert haben, daneben sind 180 Angestellte tätig, die zusammengerechnet 127,5 Vollzeitstellen besetzen. Hinzu kommen Fachkolleginnen und -kollegen, Expertinnen und Experten, die immer wieder ihr Know-how zur Verfügung stellen und auf diese Weise gemeinsam mit uns für die Interessen der Menschen mit HIV, für Prävention und Gesundheit arbeiten und streiten.

Um das Spektrum der Menschen aufzuzeigen, die sich in und für Aidshilfen in Nordrhein-Westfalen, im Landesverband oder an anderer Stelle im Interesse von Menschen mit HIV und Aids eingesetzt haben, veröffentlichen wir Woche für Woche auf unserer Homepage Interviews mit ausgewählten Gesprächspartnerinnen und -partnern. Aktuell finden Sie dort die Antworten des Präsidenten der Deutschen AIDS-Gesellschaft, Prof. Dr. Jürgen Rockstroh, und von Elizabeth Horlemann, der Vorsitzenden des Vereins Light of Africa.  

Dr. Guido Schlimbach | Pressesprecher


VERBAND / LOBBY

ZSP Verfahren 2011 – Beiratsausschreibung
Auch für das kommende ZSP Verfahren 2011 werden wieder Beiräte zur Beurteilung der Anträge berufen. Schriftliche Vorschläge können durch Mitgliedsorganisationen der AIDS-Hilfe NRW an den Vorstand des Landesverbands gemacht werden. Die Vorschlagsfrist endet am 15. Mai 2010. Die vollständige Ausschreibung befindet sich hier (PDF-Datei)

Neuer Vorstand bei der AIDS-Hilfe Leverkusen
Auf der diesjährigen Mitgliederversammlung der AIDS-Hilfe Leverkusen am 9. Februar 2010 wurde ein neuer Vorstand gewählt. Mitglieder der Vorstandes sind Jutta Böbersen-Zinßer, Jürgen van Heumen und Renate Wöllenstein. Die AIDS-Hilfe Leverkusen wird darüber hinaus im Juni neue Räumlichkeiten (Ortelsburger Straße 2, 51373 Leverkusen) beziehen. Telefon- und Faxnummern werden sich nicht ändern. Wir werden an dieser Stelle rechtzeitig noch einmal an die Adressänderung erinnern.

Kampagne "Kölner gestalten Zukunft": Widerstand gegen Sozialabbau
Entgegen den dringenden Bitten der Kölner Wohlfahrtsverbände, hat der Rat der Stadt Köln in seiner Sitzung vom 23. März 2010 beschlossen, dass die Abschlagszahlungen an die freien Träger für das 2. Quartal auf Basis des Haushaltsplanentwurfs 2010 erfolgen sollen. Das heißt, die von der Verwaltung vorgeschlagenen linearen Kürzungen zwischen 7,5 und 17 % werden praktiziert, ohne dass ein Haushalt beschlossen ist. Die Wohlfahrtsverbände haben sich nun mit einem Brandbrief (PDF-Datei) an den Oberbürgermeister und die Fraktionsvorsitzenden gewendet. An dem Protest gegen die geplanten Kürzungen kann sich jede/r beteiligen unter www.koelner-gestalten-zukunft.de.


SCHWULE PRÄVENTION

Dokumentation "UnSichtbar!? Häusliche Gewalt im Leben von Lesben, Schwulen und Transgender" erschienen
Die Dokumentation zum Fachtag über Häusliche Gewalt bei Lesben, Schwulen und Transgendern ist nun erschienen. Die Dokumentation berichtet sowohl über den aktuellen wissenschaftlichen Stand zu diesem Thema als auch über die politischen Forderungen, die sich daraus ableiten. Deutlich wird, dass häusliche Gewalt bei homo- und transsexuellen Menschen nicht weniger verbreitet ist als bei heterosexuellen Menschen. Aus diesem Grund bedarf es auch hier im Falle von häuslicher Gewalt geeigneter Beratungs- und Unterstützungsangebote. Die Dokumentation im Volltext findet sich hier (PDF-Datei).


FRAUEN & AIDS

Landesarbeitsgemeinschaft Frauen und Aids in NRW am 28. Mai 2010 in Düsseldorf
Das nächste Treffen der Landesarbeitsgemeinschaft Frauen und Aids in NRW findet am 28. Mai 2010 in der AIDS-Hilfe Düsseldorf statt. Die Einladung zur Landesarbeitsgemeinschaft Frauen und Aids und zum Frauen-Projekte-Treffen "Zielgruppenspezifische Prävention" in Düsseldorf finden Sie hier (PDF-Datei).


AIDS & KINDER

Erinnerung: 2. Bundesweites Treffen für HIV-infizierte Jugendliche, 18. bis 20. Juni 2010, Kronberg im Taunus
Die Bundesarbeitsgemeinschaft "Kinder im Umfeld von HIV/Aids" veranstaltet vom 18. bis 20. Juni 2010 das 2. Bundesweite Treffen für HIV-infizierte Jugendliche. HIV-infizierte Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 14 bis 20 Jahren sind herzlich eingeladen, sich kennenzulernen, sich auszutauschen und an Workshops teilzunehmen. Anmeldeschluss ist der 23. April 2010. Mehr erfahren Sie hier (PDF-Datei).


DROGEN & AIDS

Heroinvergabe in Düsseldorf
Auf Drängen von SPD, Grünen und FDP hat sich nun auch die CDU entschlossen, den Weg für die Heroinabgabe in Düsseldorf freizugeben. Das Gesundheitsamt soll ein Konzept erstellen, nach dem eine Ambulanz eingerichtet wird. Man erhofft sich, dadurch die Beschaffungskriminalität zu minimieren. Der Artikel aus der Westdeutschen Zeitung "Politiker sagen ja zu einer Heroin-Ambulanz" vom 9. April 2010 von Juliane Kinast, ist zu lesen unter www.westdeutsche-zeitung.de.

Milzbrand nach Heroinkonsum in Nordrhein-Westfalen
In einer aktuellen Information weist das Robert-Koch-Institut darauf hin, dass es innerhalb kurzer Zeit einen zweiten Milzbrandfall nach Heroinkonsum in Nordrhein-Westfalen gegeben hat. Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des Robert-Koch-Institutes unter www.rki.de.

15. Hamburger Suchttherapietage 2010 vom 25. bis 28. Mai 2010
Das Schwerpunktthema der Suchttherapietage 2010 lautet: "Sucht und Gewalt". Entsprechend der Konzeption werden in interdisziplinären Seminaren, Übungen und Kursen grundlegende sowie aktuelle Therapieformen vorgestellt und diskutiert. Dabei soll der Blick auch über die unmittelbare praktische Arbeit hinausgehen. Gesellschaftliche und kulturelle Rahmenbedingungen, theoretische Aspekte, integrierte Behandlungsansätze oder neue suchtpräventive Strategien stehen hierfür als Beispiel. Weitere Informationen finden Sie unter www.suchttherapietage.de.

DHS Sucht-Selbsthilfe-Konferenz 2010 unter dem Motto: "Von der Last zur Lust - Sucht-Selbsthilfe auf einem gesunden Weg"
Vom 23. bis 25. April 2010 in Erkner bei Berlin findet die diesjährige Sucht-Selbsthilfe-Konferenz der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) statt. Sie will konkrete Maßnahmen auf einem gesunden Weg verbreiten und damit zur Stärkung von Gesundheitskompetenzen und -ressourcen in der Selbsthilfe beitragen. Ein gutes Leben ist das Ziel. Weitere Informationen finden Sie unter www.dhs.de.

FDR Fachforum "Selbsthilfegruppen bei Sucht - Angst - Depression" am 12. Juni 2010 in Potsdam
Angst- und Depressionserkrankungen werden in Zusammenhang mit Sucht oft spät erkannt oder aus Scham tabuisiert. Diagnostik, medizinische und therapeutische Hilfen können dann nicht greifen. Erfahrungen aus der Praxis zeigen, dass sich für diesen Personenkreis auch das Modell der klassischen Sucht-Selbsthilfegruppe weniger gut eignet. In Neuruppin wird vor diesem Hintergrund seit circa drei Jahren mit gutem Erfolg ein verändertes Gruppen-Modell erprobt. Die gelungene Kooperation zwischen Sucht-Selbsthilfe und medizinisch-psychiatrischer Fachkompetenz hat hier dazu geführt, dass betroffene Menschen angemessene Unterstützung innerhalb von Selbsthilfegruppen finden und ermutigt werden, sich neben dem Suchtthema mit ihrer Angst- und Depressionserkrankung auseinanderzusetzen. Der Fachverband Drogen und Rauschmittel (FDR) bietet dazu am 12. Juni eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Arbeitskreis Selbsthilfe der Brandenburgischen Landesstelle für Suchtfragen an. Weiter Informationen zur Veranstaltung finden Sie unter www.fdr-online.info.

Fachvortrag: Das Recht auf Rausch von Wolfgang Nešković - MdB
Der letzte Kongress der Deutschen Gesellschaft für Suchtmedizin (DGS) vom November 2009 stand unter dem Titel "Rausch als Teil des Lebens". Die Hauptsymposien fanden zu den Schwerpunkten Recht und Substitution, Rausch aus rechtlicher, psychiatrischer und medizinischer Sichtweise und spezifische Aspekte der Substitutionsbehandlung statt. Wolfgang Nešković, ehemaliger BGH-Richter aus Lübeck und jetzt im Bundestag als Abgeordneter, zeigte in deutlichen Worten die Probleme der drogenpolitischen Entwicklungen in Deutschland auf. Seinen Beitrag können Sie hier (PDF-Datei) lesen.


STRAFVOLLZUG

Brieffreundschaften in den Knast
Einen Kontaktservice der besonderen Art wird unter www.jail-mail.net geboten. Der Briefverkehr im Strafvollzug (Untersuchungshaft sowie Strafhaft) unterliegt strengen Regeln. Daher gibt es auf dieser Seite ein kleines Regelwerk, welches auch für jene von Interesse sein dürfte, die den Vermittlungsservice nicht in Anspruch nehmen möchten sondern einfach anfangen wollen, Menschen im Gefängnis als Alternative oder Ergänzung zum Besuch Briefe zu schreiben.


TRANSKULTURELLE ORIENTIERUNG

Einbürgerungstests online ausprobieren: Kostenfrei!
(Aus: KAM-Newsletter 19/2010 vom 07. April 2010) Wer Einbürgerungstests ausprobieren will, muss keine kommerziellen Angebote nutzen. Die Katholische Arbeitsgemeinschaft Migration weist darauf hin, dass es viele verschiedene nichtkommerzielle Anbieter gibt, die auch weitere zusätzliche Informationen bieten. Mehr lesen Sie hier (PDF-Datei).

Broschüre zum interkulturellen bürgerschaftlichen Engagement
Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge und die Stiftung Bürger für Bürger haben Erkenntnisse aus 16 Modellprojekten zum interkulturellen bürgerschaftlichen Engagement zusammengefasst und veröffentlicht. Besonders hilfreich finden wir die übersichtlichen Handlungsempfehlungen ab Seite 32 zu verschiedenen Themen, wie Gewinnung, Zielgruppenorientierung, Anerkennung u.a. Eine gute Möglichkeit, die Offenheit der eigenen Organisation zu prüfen! Die Broschüre "Engagiert für Integration: Erkenntnisse und Handlungsempfehlungen aus 16 Modellprojekten zum interkulturellen bürgerschaftlichen Engagement" finden Sie hier (PDF-Datei).


FORTBILDUNG & TERMINE

Seminar: Medizinisches Wissen für HauptamtlerInnen vom 16. bis 18. Mai 2010 im Waldschlösschen
Im Seminar geht es neben der umfangreichen Vermittlung medizinischen Wissens auch um die Frage: "Wie gehe ich mit diesen Themen in der Beratung vor Ort um?", "Wie antworte ich auf konkrete Fragen zu medizinischen Themen?" Es geht nicht darum, im Schnellkurs Mediziner auszubilden, sondern ein Verständnis für die Relevanz des Themas für den eigenen Arbeitsbereich zu erarbeiten, medizinisches Wissen verständlich zu vermitteln und Sicherheit im Umgang mit dem Thema zu erlangen. Weitere Informationen und die Anmeldeunterlagen finden Sie hier (PDF-Datei).

Freiwilligen-Meeting für den Come-Together-Cup Köln 2010, 3. Mai 2010, Köln
Am 3. Juni 2010 (Fronleichnam) findet der diesjährige Come-Together-Cup Köln statt. Wie in den vergangenen Jahren werden viele Frauen- und Männerteams auf dem Fußballfest zur Integration aller Minderheiten gegeneinander Fußball spielen und zusammen feiern. Damit ein solch großes Fest mit bis zu 20.000 Zuschauerinnen und Zuschauern ein voller Erfolg wird, bedarf es vieler helfender Hände für Auf- und Abbau, Verpflegung, Kinderbetreuung u.a. Helferinnen und Helfer treffen sich am 3. Mai 2010, 19.00 Uhr, in Köln im anyway, Kamekestr. 14. Rückfragen bitte ans Orga-Team Come-Together-Cup unter Tel. 0221-2766999-55.

Workshop "Wie verhandele ich mit meinem Arzt bzw. meiner Ärztin?", 9. bis 10. Juli 2010, Oer-Erkenschwick
Besonders chronisch Kranke leiden in Zeiten knapper Kassen unter der Veränderungen im Gesundheitssystem. Umso wichtiger ist es, dass sie lernen, ihre Interessen und Rechte in der ärztlichen Praxis durchzusetzen. Der zweitägige Workshop der Gesundheitsselbsthilfe NRW.Wittener Kreis gibt Gelegenheit, die Führung partnerorientierter und effizienter Gespräche zu lernen. Mehr erfahren Sie hier (PDF-Datei).


VERSCHIEDENES

Verein des Jahres 2010 gesucht
Die Internetplattform www.meinverein.de sucht gemeinsam mit der Messe "Zukunft Kommune" nach dem Verein des Jahres 2010. Auswahlkriterium sind dabei nicht Vereinsgröße oder Auszeichnungen sondern das soziale oder kulturelle Engagement für das Gemeinwohl. Die Ehrung und Prämierung der Gewinner wird auf der Messe im Mai 2010 stattfinden. Mehr Informationen und die Anmeldung finden sich unter www.meinverein.de.

Abschlussarbeit über Präventionsberatung ausgeschrieben
"Was ist Präventionsberatung?" Das ist die Fragestellung, zu der die AIDS-Hilfe NRW eine Abschlussarbeit ausgeschrieben hat. Diese neue Methode in der Präventionsarbeit ist bisher kaum wissenschaftlich erforscht. Daher bietet die AIDS-Hilfe NRW insbesondere Studierenden die Möglichkeit, die Methode der Präventionsberatung wissenschaftlich im Rahmen einer Abschlussarbeit zu untersuchen. Die Ausschreibung richtet sich vor allem an Studierende aus den Bereichen der Sozialen Arbeit, (Sozial-)Pädagogik oder (Sozial-)Psychologie, die ihre Diplomarbeit bzw. Masterthesis vorbereiten. Mögliche  Fragestellungen im Rahmen der Abschlussarbeit können sich z.B. auf die Wirksamkeit, Einsatzbereiche und Grenzen dieser Methode beziehen. Wir bitten die Leserinnen und Leser des Newsletter diese Ausschreibung interessierten Studierenden zugänglich zu machen. Die vollständige Ausschreibung findet sich hier (PDF-Datei).

Freiwillige vor: Die XVIII. Internationale AIDS Konferenz (AIDS 2010) findet vom 18. bis 23. Juli 2010 in Wien statt
Mit einer erwarteten Teilnehmerzahl von 25.000 ist AIDS 2010 eine der weltweit größten medizinischen Konferenzen und das wichtigste Zusammentreffen all derjenigen, die im HIV-Bereich tätig sind, politischer Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger, Menschen, die mit HIV/Aids leben sowie Aktivistinnen und Aktivisten, die sich dafür einsetzen, die Pandemie zu beenden. Die Internationale AIDS Gesellschaft sucht deshalb ca. 1.500 engagierte Volontäre, die bei der XVIII. Internationalen AIDS Konferenz helfen. Weitere Informationen finden Sie unter www.aids2010.org.

Der nächste Newsletter erscheint am 28. April 2010
Wir freuen uns über interessante Berichte, Veranstaltungshinweise etc. Bitte senden Sie diese per E-Mail an newsletter@nrw.aidshilfe.de. Redaktionsschluss für die kommende Ausgabe ist der 27. April 2010. 

Newsletter-Archiv
Alle Ausgaben dieses Newsletters finden Sie archiviert unter www.nrw.aidshilfe.de.

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