Nummer 01 - April 2010

Sehr geehrte Damen und Herren,

heute erhalten Sie die erste Ausgabe des Newsletters rund um das Thema "Spritzenautomaten in NRW" für das Jahr 2010.

Gerne veröffentlichen wir interessante Projekte, Themen oder Termine über den Newsletter. Bitte senden Sie die Beiträge einfach per E-Mail an brigitte.bersch@nrw.aidshilfe.de. Wir freuen uns über jede Rückmeldung. Informationen zum Spritzenautomaten-Projekt sowie alle Ausgaben des Newsletters finden Sie unter www.saferuse-nrw.de.

Mit herzlichen Grüßen
Brigitte Bersch | Koordination Spritzenautomatenprojekt NRW
 

Erinnerung - Beschaffung von zehn weiteren Spritzenautomaten für NRW
Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen stellt Landesmittel für die Beschaffung und Montage von weiteren zehn Spritzenautomaten zur Verfügung. Diese Automaten werden den Drogenhilfe-Einrichtungen und Aidshilfen vor Ort kostenlos zur Verfügung gestellt. Aufstellungs- sowie Reparaturkosten und Versandkosten werden von der AIDS-Hilfe NRW übernommen. Einrichtungen, die an der Aufstellung eines Spritzenautomatens interessiert sind, können sich gerne an die AIDS-Hilfe NRW, Brigitte Bersch (Fon: 0221-925996-18), wenden.

Lieferungen Präventionsmaterial an die Spritzenautomaten-Betreiber 2009
Im Jahr 2009 wurden über 243.000 Einmalspritzen, ca. 9.200 Kondome und Cruising-Packs sowie über 43.000 Pflege- und Care Sets an die Betreiber der Spritzenautomaten in NRW geliefert. Die Gesamtübersicht finden Sie hier (PDF-Datei).

Versand von 40.000 Care Packs
Zwischen Dezember 2009 und Ende Februar 2010 wurden insgesamt 40.000 Care Packs an Drogenhilfe-Einrichtungen und JES-Gruppen in NRW verschickt. Die Anfertigung und der Versand der Care Packs wurden durch das Gesundheitsministerium finanziert. Durch die Verteilung der kostenlosen Care Packs vor Ort war es möglich

  1. eine Verbreiterung der Produktpalette von Präventionsmaterialien zu erreichen.
  2. das Bedürfnis zur regelmäßigen Nutzung von sterilen Materialien zu wecken.
  3. die Drogenhilfe bzw. Kontaktläden in der niedrigschwelligen Ansprache von i.v. Drogen gebrauchenden Menschen vor Ort zu unterstützen.

HIV-Neudiagnosezahlen
Die Neudiagnosezahlen für das Jahr 2009 sind auf dem Server des RKI (Robert Koch Instituts) komplett abrufbar. Eine Foliendarstellung, erstellt durch die Deutsche AIDS-Hilfe, finden Sie hier (PPT-Datei).

25 Jahre AIDS-Hilfe NRW - Mitten im Leben!
Mit Beginn des neuen Jahres startete die AIDS-Hilfe NRW ihr Jubiläumsjahr, denn 2010 blickt sie auf ihr 25-jähriges Bestehen zurück. Nachdem in Nordrhein-Westfalen die ersten Aidshilfen gegründet worden waren, schlossen sich 1985 Engagierte aus dem ganzen Land zusammen und gründeten die AIDS-Hilfe NRW. „Mitten im Leben!“ lautet das Motto des Jubiläums 2010. Mitten im Leben standen die Engagierten, die den Verband gegründet und zu dem haben werden lassen, was er heute ist: ein solidarischer, lebensstilakzeptierender, gesellschaftspolitisch aktiver Verband im Kontext von HIV und Aids. Mitten im Leben stehen die über 1.200 ehren- und 180 hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf regionaler und auf Landesebene. Unter www.nrw.aidshilfe.de finden Sie umfangreiche Informationen über die Aktivitäten des Landesverbands und seiner 42 Mitgliedsorganisationen.

25 Jahre AIDS-Hilfe NRW - Der Jubiläumsempfang am 9. März 2010
Landtagspräsidentin Regina van Dinther und der Landesvorsitzende der AIDS-Hilfe NRW, Klaus-Peter Hackbarth, begrüßten rund 300 Gäste zum Jubiläumsempfang im Düsseldorfer Landtag. Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann betonte in seiner Rede, dass die Aidshilfen in Nordrhein-Westfalen hätten unter anderem wesentlich zur Liberalisierung unserer Gesellschaft beigetragen hätten. Fotoimpressionen des Abends finden Sie unter www.nrw.aidshilfe.de.

Schnelltest-Angebot der Drogenhilfe-Einrichtung Kick Dortmund
Ein neues HIV-Präventionsprojekt steht Drogen gebrauchenden Menschen seit Januar in der Drogenhilfeeinrichtung Kick zur Verfügung. Mit Mitteln der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) fördert die Deutsche AIDS-Hilfe ein "Bundesmodellprojekt", das unter Nutzung des so genannten Schnelltests auch Drogengebraucherinnen und Drogengebraucher einen effektiveren Zugang zur HIV-Prävention ermöglichen soll. Einen Kurzüberblick bietet der Projektflyer (PDF-Datei).

21. Juli - Nationaler Gedenktag für verstorbene Drogengebraucherinnen und Drogengebraucher
Die Vorbereitungen für den Nationalen Gedenktag für verstorbene Drogengebraucherinnen und Drogengebraucher, den 21. Juli 2010, laufen an. Der 21. Juli ist nicht nur ein Tag des stillen Gedenkens, sondern auch ein Tag der Aktionen und des Protestes in der Öffentlichkeit. Der Bundesverband der Eltern und Angehörigen für akzeptierende Drogenarbeit bittet um solidarische Beteiligung in den verschiedenen Regionen. Das Anschreiben des Bundesverbandes finden Sie hier (PDF-Datei). Vorschläge für die Gestaltung des Aktionstages finden Sie hier (PDF-Datei).

Mobile Drogenberatung (Drobs-Mobil) im Kreis Warendorf
Bei der Größe des Kreises Warendorf und der zumeist ländlichen Struktur ergeben sich Schwierigkeiten für die Klientinnen und Klienten, die Beratungsstelle aufzusuchen. Aus diesem Grund hat die Drogenberatung das "Drobs-Mobil" ins Leben gerufen. Weitere Informationen finden Sie unter www.drobs-online.de.

AIDS-Hilfe Köln – Standorte Spritzenautomaten
Die AIDS-Hilfe Köln hat in Kooperation mit dem Gesundheitsamt und der Lebenshaus-Stiftung eine handliche Klappkarte mit den Standorten der Spritzenautomaten in Köln erstellt. Vielleicht eine Anregung für andere Einrichtungen, die mehrere Spritzenautomaten betreut. Weitere Infos finden Sie hier (PDF-Datei).

POSITHIV HANDELN NRW
Die erste landesweite Selbsthilfekampagne für Menschen mit HIV und Aids. Informationen rund um die Kampagne und die Positiven-Treffen in NRW finden Sie auf der Homepage www.positiv-handeln.de.

Kondome in Standardgröße für die Aidspräventionsarbeit mit Jugendlichen
Das Gesundheitsministerium NRW stellt ab sofort wieder Kondome in Standardgröße für die Aidspräventionsarbeit mit Jugendlichen zur Verfügung stellen. Das Ministerium bittet zu berücksichtigen, dass nur ca. 25 % der Gesamtbestellmenge als "Slimfit"-Kondome bestellt werden können. Bestellwünsche bitte mit Angabe der jeweiligen Ansprechpartnerin bzw. des Ansprechpartners, Kontaktdaten und der vollständigen Lieferadresse per E-Mail an astrid.hinze@mags.nrw.de und CC an cornelia.wiehl@mags.nrw.de richten.

Diamorphingestützte Substitution: Deutsche AIDS-Hilfe sieht bedarfsgerechte Versorgung durch Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschuss in Gefahr
Die Deutsche AIDS-Hilfe teilt die Einschätzung der Drogenbeauftragten der Bundesregierung Mechthild Dyckmans, dass sich erst auf der Basis von Praxiserfahrungen zeigen wird, ob die "Richtlinien zur diamorphingestützten Behandlung Opiatabhängiger" des Gemeinsamen Bundesausschusses (GBA) gegebenenfalls nachjustiert werden müssen. Dennoch sieht die Deutsche AIDS-Hilfe die bedarfsgerechte Versorgung Opiatabhängiger in Gefahr. Die Pressemeldung der Deutschen AIDS-Hilfe vom 22. März finden finden Sie hier (PDF-Datei). Die Pressemeldung des GBA vom 18. März 2010 finden Sie hier (PDF-Datei).

JES Bundesverband kritisiert Richtlinien zur heroingestützten Substitution
Künstliches Heroin, sogenanntes Diamorphin, wird bald zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen gehören. Das beschloss der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) von Ärzten, Krankenhäusern und Kassen am 18. März 2010 in Berlin. Dabei regelte der GBA auch die Voraussetzungen für die künftig zuständigen Ambulanzen. Damit die Kassen die Kosten tragen, sollen die Einrichtungen unter anderem mindestens zwölf Stunden am Tag geöffnet sein, zudem müssen drei Ärztinnen bzw. Ärzte in Vollzeit angestellt sein. Das wird von den Betroffenen aus nachvollziehbaren Gründen heftig kritisiert, denn es macht die Einrichtung der notwendigen Diamorphinvergabestellen extrem organisationsaufwändig, teuer und damit das Substitut für die meisten Suchtkranken legal wiederum unerreichbar. Die Pressemeldung des JES Bundesverband als Interessenvertretung Drogen gebrauchender Menschen finden Sie hier (PDF-Datei).

Neue Materialien – Deutsche AIDS-Hilfe
Die Deutsche AIDS-Hilfe hat für die Zielgruppe Drogen gebrauchende Frauen und Männer einige neue Materialien erstellt. Diese können unter www.aidshilfe.de (Materialbestellung) bestellt werden.Eine Übersicht der aktuellen Infomaterialen der Deutschen AIDS-Hilfe finden Sie unter www.saferuse-nrw.de.

 
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