Nr. 5. vom 3. März 2010

Liebe Leserinnen und Leser,

gestern hat das Bundesverfassungsgericht entschieden, das Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung verstoße gegen das Grundgesetz. Damit ist die Regelung außer Kraft gesetzt, eine neue muss erarbeitet werden. Seit 2008 wurde ein halbes Jahr gespeichert, wer mit wem wie lange telefoniert hat. Selbst die Daten der Standorte von Mobiltelefonaten wurden festgehalten. Seit einem Jahr wird zudem registriert, wer sich wann ins Internet eingeloggt und wer wem eine Mail geschickt hat. In einer ersten Reaktion begrüßte die Deutsche AIDS-Hilfe gestern das Urteil des Bundesverfassungsgerichts. Die Aidshilfen kämpfen seit langem gegen die anlasslose Speicherung der Telefon- und Internetdaten, da sie dadurch die Vertraulichkeit der HIV- und Aids-Beratung gefährdet sehen.

Das Bundesverfassungsgericht bestätigt mit seinem Urteil die Kritik der Aidshilfen, mit der Vorratsdatenspeicherung ließen sich auch ohne die Kommunikationsinhalte bis in die Intimsphäre hineinreichende inhaltliche Rückschlüsse ziehen. Adressaten, Daten, Uhrzeit und Ort von Telefongesprächen erlaubten, wenn sie über einen längeren Zeitraum beobachtet würden, in ihrer Kombination detaillierte Aussagen zu gesellschaftlichen oder politischen Zugehörigkeiten sowie persönlichen Vorlieben, Neigungen und Schwächen. Die Aidshilfen sind als weithin bekannte Beratungsstellen zu HIV und Aids besonders auf einen Schutz der persönlichen Kontaktdaten der Ratsuchenden angewiesen. Mit der bisherigen Speicherung der Daten von bis sechs Monaten konnten Personen mit Aidsberatung in Verbindung gebracht werden.

Doch nicht zu früh gefreut, wenn alle Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts berücksichtigt werden, kann der Bundestag die Vorratsspeicherung demnächst wieder einführen. Dem gegenüber steht unsere klare Haltung, die eine solche als unverhältnismäßig und unsicher ablehnt. Solange es keine Neuregelung gibt, findet in Deutschland keine Vorratsdatenspeicherung statt. Es könnte spannend werden, wie die Berliner Koalition agiert. Denn die CDU/CSU drängt sicher zur Eile, weil sie drohende Sicherheitslücken sieht. Vermutlich wird die FDP zögern, da sie die anlasslose Speicherung von Bürgerdaten ja ablehnt.

Darüber hinaus besteht Hoffnung, dass die EU sich einschalten wird, die zuständige Kommissarin Viviane Reding hat zumindest erklärt, dass sie die Vorratsspeicherung auf den Prüfstand stellen wolle. Wir als Aidshilfen werden weiterhin für das Recht auf informationelle Selbstbestimmung und unser Interesse an anonymer Beratung eintreten, so dass zukünftig nicht Unmengen alltäglicher Bürgerdaten ohne jeden Verdacht auf Vorrat gespeichert werden.

Dr. Guido Schlimbach | Pressesprecher

KOLUMNE DES LANDESVORSTANDS

Verantwortung? - Ja, aber für alle!
Sind Menschen mit HIV "besonders" verantwortlich für den Erfolg der HIV-Prävention? Oder sind sie nur eine geeignete Projektionsfläche für die Ängste und Bedürfnisse anderer? Welche Auswirkungen haben die Veränderungen des Lebens mit HIV auf die Selbsthilfe? Welche neuen Aufgaben kommen auf Menschen mit HIV zu? Über diese Fragen denkt Olaf Lonczewski, Mitglied des Landesvorstand, in der Kolumne zum 25-jährigen Jubiläum der AIDS-Hilfe NRW nach. Mehr lesen Sie hier (PDF-Datei).

VERBAND / LOBBY

25 Jahre AIDS-Hilfe NRW - Menschen 2010
Auch in diesem Newsletter weisen wir auf zwei weitere Beiträge hin aus der Serie mit Interviews von Menschen, die sich in und für Aidshilfen in Nordrhein-Westfalen, im Landesverband oder an anderer Stelle im Interesse von Menschen mit HIV und Aids eingesetzt haben. Nach dem Gründungsmitglied der AIDS-Hilfe NRW und heutigen Mitarbeiter der AIDS-Hilfe Münster, Ulrich Besting (seinen Fragebogen finden Sie hier), erscheinen in dieser Woche die Antworten von Barbara Steffens, gesundheitspolitische Sprecherin der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Landtag NRW. Ihren Fragebogen finden Sie hier. Die Serie wird Woche für Woche fortgesetzt.

 

Kompassnadel 2010, großer CSD-Empfang am 3. Juli in Köln
Im Rahmen des diesjährigen CSD-Empfangs des Schwulen Netzwerks und der AIDS-Hilfe NRW, am 3. Juli 2010, im Kölner Gürzenich, wird das Schwule Netzwerk NRW die Bundesministerin der Justiz Sabine Leutheusser-Schnarrenberger und den Comic-Künstler Ralf König mit der Kompassnadel 2010 als Persönlichkeiten auszeichnen, die sich besonders um die Förderung der gesellschaftlichen Akzeptanz von Schwulen und Lesben verdient gemacht haben. Die Kompassnadel wird zum zehnten Mal verliehen. Weitere Informationen finden Sie hier (PDF-Datei) und unter www.csd-empfang-nrw.de.

Neujahrsempfang der  "Lesben und Schwulen in der SPD"
Zu ihrem Neujahrsempfang hatten die "Lesben und Schwulen in der SPD" Vertreterinnen und Vertreter von Landesverbänden nach Düsseldorf eingeladen. Begrüßt wurden die Gäste vom Schwuso Landesvorsitzenden Dirk Jehle und seiner Stellvertreterin Daya Holzhauer und der SPD-Landesvorsitzenden Hannelore Kraft, die ihre Vorstellungen für die Arbeit einer künftigen Landesregierung im Bereich der schwul-lesbischen Selbsthilfe und der Aidsarbbeit erläuterte. Die AIDS-Hilfe NRW war durch ihren Landesvorsitzenden Klaus-Peter Hackbarth und den stellvertr. Landesgeschäftsführer Reinhard Klenke vertreten (im Bild mit der SPD-Landesvorsitzenden Hannelore Kraft und den Schwuso-Vorsitzenden)

Laufen für die gute Sache: Run of Colours (28. August 2010, Köln) – ab dem 1. März 2010 online anmelden!
Adé Winter, tschüss Schnee, auf Wiedersehen Kälte! Wir haben genug! Nach dieser bitterkalten Zeit wollen wir doch nur noch eines: Endlich Frühling, endlich wieder die Joggingschuhe auspacken und laufen, laufen, laufen ... Der Charitylauf zugunsten der Aidshilfe Köln startet am 28. August 2010 und steht unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Jürgen Roters. Die Läuferinnen und Läufer unterstützen mit ihren Startgeldern Aidsaufklärung und Hilfsangebote für Menschen mit HIV und Aids. Mehr erfahren Sie hier (PDF-Datei).
 

MENSCHEN MIT HIV/AIDS

Statement von Cori Obst zum WDR- Fernsehbeitrag am 11. März 2010, 22.30 Uhr in der Reihe "Menschen hautnah": "Cori. Über Leben mit HIV"
Cori Obst, vielen bekannt als ehemaliges Vorstandsmitglied der AIDS-Hilfe NRW, ist die Protagonistin des WDR-Fernsehbeitrags "Menschen hautnah" am 11. März 2010 (Vorankündigung). Ihre Absicht war es, die derzeitige Lebenswirklichkeit von Menschen mit HIV und Aids zu zeigen und mit aktuellen politischen Forderungen zu verknüpfen. Der Beitrag im Fernsehen wird diese Ziele ihres Erachtens jedoch nicht erreichen, da u.a. das Thema "EKAF-Stellungnahme und die Folgen" dem Schnitt zum Opfer fiel. Cori Obst ruft deshalb zu einer Intensivierung der Diskussion darüber auf, welche weiteren Möglichkeiten bestehen, die veränderten Lebensrealitäten von Menschen mit HIV und Aids einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Mehr lesen Sie hier (PDF-Datei).

Gesundheitstrainings für Menschen mit HIV und Aids ab dem 28. März in Köln
Die  Gesundheitstrainings finden an sieben Abenden und zwei Wochenenden statt. Die Angebote in dieser Zeit bieten Informationen zu HIV aus verschiedenen Perspektiven und laden zur Auseinandersetzung mit dem (eigenen) Umgang mit der HIV-Infektion ein. Weitere Informationen finden Sie hier (PDF-Datei).

Vorankündigung: "Bilder von HIV und Aids– welche Bilder wollen wir vermitteln und wie das?"
Beim nächsten landesweiten Positiventreffen von POSITHIV HANDELN NRW vom 16. bis 18. April 2010 wollen wir uns damit beschäftigen, wie sich das Positivsein verändert hat. Weitere Informationen finden Sie hier (PDF-Datei).

Erinnerung: MED-INFO im Gespräch: HIV und Hepatitis C, 18. März 2010, Köln
Hepatitis C als Koinfektion mit HIV wurde früher überwiegend mit intravenös Drogen gebrauchenden Menschen in Zusammenhang gebracht. Neue Zahlen weisen darauf hin, dass sich zunehmend auch schwule Männer mit HIV und Hepatitis C infizieren. Prof. Dr. Jürgen Rockstroh wird die Infektionswege der Hepatitis C darstellen, die Folgen der Koinfektion für den Krankheitsverlauf und die Therapie von HIV/Aids und Hepatitis verdeutlichen. Die Veranstaltung der Aidshilfe Köln findet im Forum-Gebäude 42 der Uniklinik Köln, Josef Stelzmann-Straße 20 (Anreisebeschreibung PDF-Datei) statt. Eine Anmeldung zur Veranstaltung der Aidshilfe Köln ist nicht erforderlich. Mehr zur Veranstaltung erfahren Sie unter www.aidshilfe-koeln.de.

Neue und überarbeitete MED-INFO-Broschüren zu diversen Themen
Die MED-INFO-Broschüren, welche von der Aidshilfe Köln in Zusammenarbeit mit der Deutschen AIDS-Hilfe herausgeben werden, haben zum Ziel, die komplexen medizinischen Sachverhalte zu HIV und Aids und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten in allgemeinverständlicher Form zu vermitteln. Ab jetzt gibt es neue Broschüren und überarbeitete Ausgaben zu folgenden Themen: Opportunistische Infektionen, HIV und Knochen, Magen-Darm-und Leberbeschwerden - Nebenwirkungen der HIV-Therapie, Resistenzen, HIV und Hepatitis B und HIV und Hepatitis C. Alle Broschüren sind bei den regionalen Aidshilfen erhältlich, aber auch als PDF-Dateien unter www.aidshilfe-koeln.de zu finden.

Podiumsdiskussion "Umgang mit HIV und Aids in der Arbeitswelt", 25. März 2010, Köln
Mit den verbesserten medizinischen Behandlungsmöglichkeiten wollen die meisten Menschen mit HIV weiter im Beruf bleiben oder wieder einer regelmäßigen Beschäftigung nachgehen. Doch die Integration in das Erwerbsleben und der Erhalt der Erwerbsfähigkeit können für HIV-positive Menschen eine Hürde darstellen. Im Rahmen ihres 25-jährigen Jubiläumsprogramms wird die Aidshilfe Köln mit einer öffentlichen Podiumsdiskussion auf das Thema "Umgang mit HIV und Aids in der Arbeitswelt" aufmerksam machen. Mehr erfahren Sie hier (PDF-Datei).


SCHWULE PRÄVENTION

AIDS-Hilfe Essen: Termine für schwule und bisexuelle Männer im April in Essen
Die Termine für schwule und bisexuelle Männer im April in Essen finden Sie hier (PDF-Datei). 

IWWIT-Workshop für Präventionisten vom 09. bis 11. April 2010 in Dortmund
In diesem Workshop sollen neue Präventionsideen entwickelt werden, die dann lokalen Projekten zur Umsetzung angeboten werden. Gleichzeitig soll dieser Workshop dafür genutzt werden, ein festes IWWIT-Präventionsteam zu bilden. Für die Teilnehmer an der Veranstaltung besteht die Möglichkeit einer Hotelunterbringung. Weitere Informationen und Anmeldemöglichkeit finden Sie hier (PDF-Datei).


JUGEND

Bericht vom Fachtag youthworkhl
Das erste Treffen der LAG youthworkhl stand unter der Überschrift "Wie sicher ist sicher genug?" Die Teilnehmer aus Prävention und Youthwork gingen gemeinsam der Frage nach, wie die Erkenntnisse zur Risikoreduktion an junge schwule und bisexuelle Männer vermittelt werden können. Das Ergebnis sind spannende Projektideen zu den Themen "Rausch und Risiko" und zum Check-Up auf sexuell übertragbare Infektionen. Eine vollständige Darstellung und die weiteren Ergebnisse des Fachtags finden Sie hier (PDF-Datei).

"Jungen-WG-Nachtfalke" - Neues Angebot der AIDS-Hilfe Essen
Die "Jungen-WG-Nachtfalke" ist eine stationäre Wohnform für männliche Jugendliche, die sich innerhalb mann-männlicher Bezüge prostituieren oder von Prostitution bedroht sind. Dieses Angebot ermöglicht den Betroffenen ihre individuelle Benachteiligung abzubauen und im Sinne der Jugendhilfe positive Lebensbedingungen zu entwickeln. Die "Jungen-WG-Nachtfalke" befindet sich oberhalb der Räumlichkeiten der AIDS-Hilfe Essen e.V. im Zentrum von Essen. Weitere Informationen zur "Jungen-WG-Nachtfalke" finden Sie hier (PDF-Datei).


FRAUEN & AIDS

2. XXellePLUS-Vernetzungstreffen am 24. April 2010 in Bonn
XXellePLUS ist die Vernetzung von HIV-infizierten Frauen, die Interesse an einer aktiven Selbsthilfe haben. Eingeladen sind Frauen, die schon jetzt aktiv in der Selbsthilfe tätig sind oder es werden wollen. Weitere Informationen finden Sie hier (PDF-Datei).

XXelle ROXX, Benefizkonzert zum Internationalen Frauentag 2010 in der Zeche Carl in Essen
Am Freitag, 12. März 2010, findet in der Zeche Carl in Essen ein Benefizkonzert zu Gunsten von XXelleRuhrgebiet, dem Netzwerk der Frauenarbeit der Aidshilfen Essen, Bochum, Dortmund, Duisburg, Oberhausen und Unna und deren Kooperationspartnern statt. Das Konzert mit She Says What, Tengo hambre pero no tengo dinero und Kitty Reed beginnt um 20.00 Uhr im Casino der Zeche Carl (Wilhelm-Nieswandt-Allee 100) in Essen. Die Karten sind an der Abendessen für 6,00 Euro erhältlich (Beginn 20.00 Uhr). Der Erlös kommt der XXelle-Frauenarbeit im Ruhrgebiet zugute. Weitere Informationen finden Sie hier (PDF-Datei).


AIDS & KINDER

Treffen für HIV-infizierte Jugendliche
Die Bundesarbeitsgemeinschaft "Kinder und Jugendliche im Umfeld von HIV/Aids" lädt zum 2. Bundesjugendtreffen nach Kronberg in den Taunus ein. Das Treffen findet vom 18. bis 20. Juni 2010 statt. Es wird, wie bereits beim letzten Treffen, eine bunte Mischung von Freizeitaktivitäten und Gesprächsmöglichkeiten geben. Eingeladen sind HIV-positive Jugendliche im Alter von 14 bis 20 Jahren, die Interesse haben, mit Gleichgesinnten ein Wochenende zu verbringen. Das Treffen ist kostenfrei. Anmeldeschluss ist der 23. April 2010. Das Anmeldformular finden Sie hier (PDF-Datei).


DROGEN & AIDS

Jahresbericht für Auslandsreisen von Substitutionspatienten
Für erhebliche Irritationen sorgten im vergangenen Jahr veränderte Einreiseregularien hinsichtlich der Einfuhr ärztlich verordneter Substitutionsmittel in die Türkei und die USA. Während die Türkei die Einfuhr gänzlich untersagt hat, verschärften die USA drastisch das Beantragungsverfahren. Beide Sonderfälle werden im "Jahresbericht für Auslandsreisen von Substitutionspatienten 2009", den INDRO, das Instituts zur Förderung qualitativer Drogenforschung, akzeptierender Drogenarbeit und rationaler Drogenpolitik e.V. erstellt hat, besprochen. Den Jahresbericht finden Sie hier (PDF-Datei).

Bundesdrogenbeauftragte befürwortet Heroin auf Rezept
Am 1. Januar 2010 informierte sich die neue Drogenbeauftragte der Bundesregierung Mechthild Dyckmans über den national und international anerkannten "Frankfurter Weg" in der Drogenpolitik. Außerdem besuchte sie die Substitutionsambulanz Grüne Straße (SAGS), in der die heroingestützte Behandlung durchgeführt wird. Frau Dyckmans dazu: "Die Bundesregierung hält an der diamorphingestützten Behandlung fest, sie beobachtet und unterstützt, soweit möglich, weiterhin die aktuellen Maßnahmen zur Umsetzung in die Regelversorgung. Wir gehen davon aus, dass neben den Städten mit bestehenden Heroinambulanzen auch in anderen Städten ein medizinisch-therapeutischer Bedarf für die Schaffung solcher Behandlungseinrichtungen besteht." Die Pressemitteilung der Bundesdrogenbeauftragten finden Sie hier (PDF-Datei).

BELLA DONNAweb ist angeschlossen: Neue Internetplattform für Mädchen, Frauen und Sucht eröffnet
Bella Donna e.V. hat, mit dem Ziel, einen Beitrag zur qualitativen Weiterentwicklung einer genderreflexiven, geschlechtsbezogenen Suchthilfe für Mädchen und Frauen zu leisten, Anfang Februar unter www.belladonnaweb.de die erste deutschsprachige Wissens-, Informations-, Kommunikations- und Vernetzungsplattform zum Thema "Mädchen, Frauen und Sucht"  online gestellt. BELLA DONNAweb bündelt und koordiniert geschlechtsbezogene Angebote der Drogenhilfe in Deutschland, Österreich und voraussichtlich auch der Schweiz. Gleichzeitig bietet das Portal über eine Wissensdatenbank nützliche Informationen rund ums Thema Mädchen, Frauen und Sucht. Das Portal richtet sich an unterschiedlichste Einrichtungen der ambulanten und stationären Drogen- und Jugendhilfe. Weitere Hintergrundinformationen zur Einrichtung der Plattform finden Sie hier (PDF-Datei).

Bundesärztekammer novelliert Richtlinien zur Durchführung der substitutionsgestützten Behandlung Opiatabhängiger
Mit dem Ziel, die Gesundheitsversorgung suchtkranker Menschen zu verbessern und mehr Ärztinnen und Ärzte zu motivieren, sich in deren Behandlung zu engagieren, hat die Bundesärztekammer (BÄK) die Überarbeitung der entsprechenden Richtlinien bekannt gegeben. Eine Überarbeitung war notwendig geworden, weil neuere wissenschaftliche Erkenntnisse, sowie einige Erleichterungen in der Betäubungsmittelverschreibungsverordnung (BtMVV) einzuarbeiten waren. Beispielsweise ist künftig bei einem Wechsel in eine Krankenhausbehandlung, Rehabilitationsmaßnahme, Inhaftierung etc. die Behandlung durch die übernehmende Institution sicherzustellen, oder es werden zur konsiliarischen Beratung substituierender Ärztinnen und Ärzte bei den zuständigen Landesärztekammern Beratungskommissionen eingerichtet. Die Pressemeldung der BÄK zur Richtlinienänderung finden Sie hier (PDF-Datei). Die Richtlinien finden Sie hier (PDF-Datei).


STRAFVOLLZUG

Stellungnahme des Fachverbands Drogen und Rauschmittel zur NRW-Gesetzesinitiative "Rauschgift in Justizvollzugsanstalten härter ahnden"
Der Bundesrat hat am 27. November 2009 einen Gesetzentwurf beschlossen, um den Rauschgiftschmuggel in Vollzugsanstalten effektiver zu bekämpfen (BR Drucksache 734/09). Der Fachverband Drogen und Rauschmittel e.V. (fdr) sieht diesen Entwurf als nicht wirksam und nicht hilfreich an, da die vorgeschlagenen rechtlichen Sanktionen bereits bestehen und die Krankheit "Drogenabhängigkeit" nicht mit juristischen, sondern nur mit medizinischen und psychosozialen Hilfen gelindert werden kann. Diese Stellungnahme des fdr finden sie hier (PDF-Datei).


TRANSKULTURELLE ORIENTIERUNG

Ausstellungsangebot 2010: "Faces of humanity | Leben mit Aids – Wie geht das?"
In Zusammenarbeit mit dem Mpumalanga-Forum NRW hat der Fotograf Peter E. Rytz ein Konzept für eine Fotoausstellung in Verbindung mit einem Seminar-/Workshop-Schwerpunkt "Leben mit Aids – Wie geht das?" entwickelt, das im Jahr 2010 genutzt werden kann. Zwischen 2005 und 2008 hat Peter E. Rytz auf mehrwöchigen Reisen durch Mpumalanga, der Partnerprovinz Nordrhein-Westfalens in Südafrika, Menschen in ihrem zivilgesellschaftlichen Engagement fotografiert. Mehr zu dem Ausstellungsangebot erfahren Sie hier (PDF-Datei).

Tanz und Begegnungsnachmittag für Frauen zum Internationalen Frauentag, 6. März 2010, Krefeld
Die internationale Frauengruppe WOPOWI von Light of Africa lädt anlässlich des Internationalen Frauentags 2010 zum Tanz und Begegnungsnachmittag für Frauen ein. Mehr erfahren Sie hier (PDF-Datei).


FORTBILDUNG / TERMINE

Seminar: "Die Kunst des offenen Dialogs im Team" vom 14. bis 16. April 2010
Das Bildungswerk des Paritätischen bietet für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in pädagogischen, psychosozialen und psychiatrischen Arbeitsfeldern vom 14. bis 16. April 2010 ein Seminar an, welches den Dialog als Instrument der konstruktiven Teamarbeit nutzt. In diesem Seminar werden erste Dialogrunden erprobt sowie dialogische Haltungen und Dialogfertigkeiten eingeübt (Learning Community). Das Seminar ist in NRW als Bildungsurlaub anerkannt. Nähere Informationen finden Sie hier (PDF-Datei).

Seminar: "Behandlung und Betreuung von Menschen mit Psychose und Sucht" am 23. März 2010 in Dortmund

In den letzten Jahren hat der Bekanntheitsgrad von Menschen mit psychischen Störungen und Suchtverhalten zugenommen. Die Doppeldiagnose wird als eigenes Störungsbild betrachtet, für das spezielle Strategien gesucht wurden. Inzwischen liegen zahlreiche Veröffentlichungen vor, neue Sichtweisen und Strategien für Behandlung und Betreuung wurden entwickelt. Ein Seminar der Paritätischen Akademie im Paritätischen Bildungswerk LV NRW e.V. widmet sich dieser Realität. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Veranstaltung können praktische Vorgehensweisen für ihre berufliche Praxis erarbeiten. Nähere Informationen finden Sie hier (PDF-Datei).

4. Netzwerkkonferenz des Netzwerks Patientenberatung NRW, 29. April 2010, Düsseldorf
Das Netzwerk Patientenberatung fördert seit 2001 aktiv die Kooperation der verschiedenen Beratungsinstitutionen und die Weiterentwicklung der Beratungsangebote. Am 29. April 2010 veranstaltet das Netzwerk seine 4. Netzwerkkonferenz. Unter dem Titel "Patientenberatung im Zeichen der Veränderung - Rechte, Chancen und Risiken" werden neben vielen Fachbeiträgen Workshops zu den Themen Gesundheitsförderung in der Kommune, individuelle Gesundheitsleistungen, Durchsetzung von Leistungsansprüchen mittels der Sozialgerichtsbarkeit angeboten. Den Flyer zur Veranstaltung mit dem Link zur Anmeldung finden Sie hier (PDF-Datei).


VERSCHIEDENES

Praktikant/in im Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in Köln gesucht
Die Aidshilfe Köln e.V. ist eine gemeinnützige Organisation im Bereich der Gesundheitspflege. 40 hauptamtliche und über 250 ehrenamtliche Mitarbeiterinen und Mitarbeiter unterstützen seit 1985 Menschen mit HIV und Aids. Die Aidshilfe Köln sucht zum 15. April 2010 eine Praktikantin bzw. einen Praktikanten für den Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Die Ausschreibung finden Sie hier (PDF-Datei).

Dipl.-Sozialarbeiter/in, Sozialpädagoge/-in o.ä. (15 h/Woche) in Solingen gesucht (Eingang der Ausschreibung: 2. März 2010)
Die AIDS-Hilfe Solingen e.V. sucht ab sofort eine/n Dipl.-Sozialarbeiter/in, Sozialpädagoge/-in o.ä. (15 h/Woche) für verschiedene Tätigkeitsbereiche. Mehr lesen Sie hier (PDF-Datei).

Der nächste Newsletter erscheint am 17. März 2010
Wir freuen uns über interessante Berichte, Veranstaltungshinweise etc. Bitte senden Sie diese per Mail an newsletter@nrw.aidshilfe.de. Redaktionsschluss für die kommende Ausgabe ist der 16. März 2010.

Newsletter-Archiv
Alle Ausgaben dieses Newsletters finden Sie archiviert unter www.nrw.aidshilfe.de.

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