Nr. 24. vom 25. November 2009

Liebe Leserinnen und Leser,

pünktlich zum Welt-Aids-Tag in der kommenden Woche veröffentlichte das Robert Koch Institut in Berlin gestern Nachmittag die aktuellen Zahlen zu HIV und Aids in Deutschland (zu finden unter www.rki.de). Demnach schätzt das RKI im laufenden Jahr 3.000 Neuinfektionen in der ganzen Bundesrepublik, in Nordrhein-Westfalen 760. Diese Zahlen sind seit etwa drei Jahren stabil, sofern sich die leider mathematisch nicht unmittelbar vergleichbaren Daten seit 2006 überhaupt zueinander in Relation setzen lassen. Darüber hinaus teilte das Bundesgesundheitsministerium mit, dass Deutschland die niedrigste Neuinfektionsrate in Westeuropa habe. Letzteres ist die eigentlich gute Nachricht und unterstreicht, dass die Aufgabenteilung in der HIV- und Aidsprävention zwischen staatlichen und nichtstaatlichen Organisationen ein Erfolgsmodell ist. Die gute Zusammenarbeit zwischen BZgA, Öffentlichen Gesundheitsdiensten und Aids- und Selbsthilfe gewährleistet, dass Prävention und Aufklärung ihre Zielgruppen erreichen. Deutschland profitiert davon, dass ein großer Schwerpunkt auf die zielgruppenspezifische Prävention gelegt wird und hier vor allem bei Männern, die Sex mit Männern haben. Das darf uns nicht darüber hinweg täuschen, dass in anderen Bereichen, etwa im Strafvollzug, die Möglichkeiten immer noch nicht ausgeschöpft sind.
Der Tatsache, dass noch nie so viele Menschen mit HIV und Aids in NRW lebten wie heute, nämlich Ende 2009 etwa 15.000, wird sich der Landesverband auch in seinem Jubiläumsjahr 2010 stellen. Der Welt-Aids-Tag ist Anlass, darauf aufmerksam zu machen, Solidarität mit den Betroffenen in unserer eigenen Umgebung und auf der ganzen Welt zu zeigen, aufzuklären und sich für Prävention starkzumachen. Die AIDS-Hilfe NRW wird dies am 2. Dezember bei ihren Gesprächen mit Abgeordneten aller Landtagsfraktionen unterstreichen. Wir wünschen unseren Mitgliedsorganisationen und ihren Kooperationspartnern in den kommenden Tagen bei den zahlreichen Veranstaltungen und Aktionen im ganzen Land viel Erfolg! 

Dr. Guido Schlimbach | Pressesprecher


WELT-AIDS-TAG 2009

Welt-Aids-Tag 2009 – Termine und Aktionen in NRW
Um den 1. Dezember 2009 finden in NRW eine Vielzahl von Veranstaltungen statt: Informationsveranstaltungen, Vorträge, Aktionen in den Innenstädten, Gedenken für die Verstorbenen, aber auch Spendensammlungen, Benefizgalas und Kunstauktionen. Alle Termine unserer Mitgliedsorganisationen und deren Kooperationspartner, die uns zugegangen sind, finden Sie, nach Orten geordnet, unter www.nrw.aidshilfe.de.

Grußwort des Wuppertaler Oberbürgermeisters zum WAT 2009: Neue vorrangige Aufgabe des Gesellschaft!
Ausgehend von der Feststellung, dass eine HIV-Infektion Menschen nicht mehr zwingend daran hindert, ihr Leben aktiv zu gestalten, wozu auch das Arbeitsleben zählt, beschreibt der Wuppertaler Oberbürgermeister Peter Jung eine neue vorrangige Aufgabe der Gesellschaft: Er sieht die Gesellschaft in der Pflicht, "HIV-infizierten und an Aids erkrankten Menschen ihren Platz im "normalen Leben" mitten unter uns einzuräumen, sie zum Beispiel in Arbeit zu vermitteln, sie einzustellen, sie als Kolleginnen und Kollegen zu akzeptieren oder ihr Engagement in anderen Bereichen sozialer Betätigung zu unterstützen". Mehr lesen Sie hier (PDF-Datei).

Pressemeldung der Aids-Initiative Bonn
Die Presseinfo der AIDS-Initiative Bonn anlässlich des diesjährigen Welt-Aids-Tages finden Sie hier (PDF-Datei).

Bonner Aids Gala am  27. November 2009
Die Presseinformation zur "Charity 2009: Start frei für eine musikalische Tour um die Welt - 4. Bonner Aids Gala bietet Traumreisen rund um den Globus" finden Sie hier (PDF-Datei).

AIDS-Hilfe im Kreis Unna: Kunst-Postkarte zum Welt-AIDS-Tag 2009
Der Autor und Maler Frantz Wittkamp hat aus Anlass des diesjährigen Welt-Aids-Tages (WAT) für die AIDS-Hilfe im Kreis Unna eine Kunstpostkarte entworfen. Das Druckwerk wird im Kreis Unna zum WAT eingesetzt und ist gegen eine Spende von 1,00 Euro erhältlich. Mitgliedsorganisationen der Deutschen AIDS-Hilfe und der AIDS-Hilfe NRW können 50 Karten zum Vorzugspreis von 20,00 Euro (zzgl. Versandkosten) bei der AIDS-Hilfe im Kreis Unna bestellen. Mehr lesen Sie hier (PDF-Datei).

Welt-Aids-Tag in Düsseldorf
Der Welt-Aids-Tag wird in Düsseldorf umrahmt von einem vielfältigen Veranstaltungsprogramm, das von der AIDS-Hilfe Düsseldorf und Kooperationspartnern vorbereitet wurde. Die einzelnen Veranstaltungen möchten unter anderem für Sympathie und einen „normalen“ Umgang mit Menschen mit HIV und Aids werben und auf die nach wie vor bestehenden Risiken einer Infektion mit dem HI-Virus aufmerksam machen. Eine Programmübersicht der zahlreichen Veranstaltungen in Düsseldorf finden Sie hier (PDF-Datei). Die Einladung zur Pressekonferenz der AIDS-Hilfe Düsseldorf finden Sie hier (PDF-Datei).

sozioland präsentiert eine Umfrage zum Thema "HIV und Aids"
Auch ein viertel Jahrhundert nach der Entdeckung der Immunschwächekrankheit Aids bedroht das HI-Virus noch immer zahlreiche Menschenleben. Der Welt-Aids-Tag soll auf die Aidsproblematik weltweit aufmerksam machen, über Infektionsgefahren informieren und darüber hinaus helfen, Vorurteile gegenüber infizierten Menschen abzubauen. Doch wen erreicht der Welt-Aids-Tag heute noch? Wer ist verantwortlich für die Aufklärung über die Immunschwächekrankheit? Wie wird die aktuelle Kampagne bewertet? Um diesen und anderen Fragen auf den Grund zu gehen, führt das Informations- und Meinungsportal sozioland bereits im fünften Jahr eine Online-Umfrage zum weltweiten Gedenktag durch. Die Umfrage finden Sie direkt unter www.sozioland.de. Die Pressemeldung von sozioland finden Sie hier (PDF-Datei).


ÖFFENTLICHKEITSARBEIT / FUNDRAISING

Die weltweite ökonomische Krise und HIV/Aids 2009 
Im Jahr 2009 jährt sich der Welt-Aids-Tag zum einundzwanzigsten Mal. Auch in diesem Jahr bleibt die HIV-Epidemie eine globale Herausforderung: Besonders bedrohlich gestalten sich die Auswirkungen der weltweiten ökonomischen Krise. UNAIDS und die Weltbank stellen in ihrem Bericht "The Global Economic Crisis and HIV Prevention and Treatment Programmes: Vulnerabilities and Impact" (PDF-Datei) vom Juni 2009 heraus, dass bereits im Sommer diesen Jahres aus acht Ländern, in denen über 60 Prozent der behandelten Menschen mit HIV leben, Mängel bei der Versorgung mit antiretroviralen Medikamenten und andere Behandlungsprobleme gemeldet wurden. Darüber hinaus wurden aus 34 Ländern Auswirkungen hinsichtlich der Primärpräventionsgramme für besonders betroffene Gruppen (SexarbeiterInnen, DrogengebraucherInne und Männer, die mit Männern Sex haben) berichtet. In diesen 34 Ländern leben 75 Prozent aller Menschen mit HIV auf der Welt.

Ausschreibung des Medienpreises der Deutschen AIDS-Stiftung 2009/2010
Mit dem Medienpreis (bis 1996 Journalistenpreis) zeichnet die Deutsche AIDS-Stiftung seit 1987 Medienschaffende aus, die sachkundig über HIV/Aids berichten und damit zur Solidarität mit Betroffenen beitragen. Beiträge zu HIV und Aids, die vom 1. Januar 2009 bis zum 31. Dezember 2010 in Zeitungen, Zeitschriften oder im Internet, im Hörfunk, Fernsehen oder anderen AV-Medien in deutscher Sprache veröffentlicht wurden, können eingereicht werden. Den aktuellen Ausschreibungs-Folder für den Medienpreis 2009/2010 finden Sie hier (PDF-Datei); mehr zu den Teilnahmevoraussetzungen finden Sie unter www.aids-stiftung.de.

AIDS-Hilfe Düsseldorf :info #3 2009
Kurz vor dem Welt-Aids-Tag ist das :info #3 2009, das Magazin der AIDS-Hilfe Düsseldorf, erschienen. Themen sind u.a. Welt-Aids-Tag, Impfstoff und Schwul-lesbischer Jugendtreff. Mehr lesen Sie hier (PDF-Datei) .

3,5 Millionen Euro für die Förderung der Selbsthilfe in NRW 2009
Die Krankenkassen/-verbände in NRW haben im Jahr 2009 über 3,5 Millionen Euro für die kassenartenübergreifende Gemeinschaftsförderung der Selbsthilfe in NRW zur Verfügung gestellt. Unterstützt wurden gesundheitsbezogene Selbsthilfegruppen und -organisationen, die sich die Prävention oder Rehabilitation für von Krankheit Betroffenen zum Ziel gesetzt haben. Seit der Einführung der kassenartenübergreifende Gemeinschaftsförderung am 1. Januar 2008 müssen Anträge auf Pauschalförderung nicht mehr an jede einzelne Krankenkasse gestellt werden sondern können bei der federführenden Krankenkasse eingereicht werden. Neben der übergreifenden Förderung existieren zusätzlich individuelle Förderansätze. Mehr lesen Sie hier (PDF-Datei).

Aidshilfe Köln übernimmt Patenschaft für eine denkmalgeschützte Grabstätte auf Melaten
Die Aidshilfe Köln hat auf dem Kölner Friedhof Melaten eine Patenschaft für eine denkmalgeschützte Grabstätte mit 36 Urnengräbern übernommen. Aus diesem Anlass lädt sie am 27. November 2009, 15.30 Uhr, zu einem Pressetermin auf Melaten ein. Weitere Informationen finden Sie hier (PDF-Datei).


MENSCHEN MIT HIV/AIDS

13. Münchner AIDS-Tage vom 5 bis 7. März 2010
Vom 5. bis 7. März 2010 finden die 13. Münchner AIDS-Tage statt. Eine Kurzübersicht finden Sie hier (PDF-Datei) . Mehr Details zum Programm und die Anmeldemöglichkeit finden Sie unter www.m-i-c.de.

Neues EU-Grundsatzpapier zur Bekämpfung von HIV/Aids in der EU und ihren Nachbarländern
Am 29. Oktober 2009 hat die Europäische Kommission ein neues Grundsatzpapier zur Bekämpfung von HIV/Aids in der EU und ihren Nachbarländern veröffentlicht. Besondere Beachtung findet u.a. die Verbesserung der Lebensqualität von Menschen mit HIVund Aids und der davon besonders betroffenen Gruppen in der EU und in den Nachbarländern. Auch die Bedeutung von Integration von Minderheiten und sozial benachteiligten Gruppen für den Erfolg der Prävention wird deutlich hervorgehoben. Als Ziel wird der allgemeine Zugang zu Prävention, Behandlung und anderen Gesundheits- und Sozialdienstleistungen wie auch ein diskriminierungsfreies rechtliches Umfeld für alle Gruppen mit besonderem Infektionsrisiko (die in der deutschen Übersetzung leider "Hochrisikogruppen" geworden sind) formuliert. Die ausführliche Fassung des Grundsatzpapiers finden Sie hier (PDF-Datei); das sog. Bürgerinfo, das die wichtigsten Aspekte zusammenfasst, finden Sie hier (PDF-Datei). Weitere Infos finden Sie unter ec.europa.eu.


SCHWULE PRÄVENTION

Hepatitis A, B, C - virusbedingte Leberentzündung (mit Bernd Vielhaber), 28. November 2009, Dortmund
Pudelwohl, der schwule Gesundheitsladen in Dortmund, lädt am 28. November 2009 von 10.00 bis 17.00 Uhr zur Veranstaltung "Hepatitis A, B, C - virusbedingte Leberentzündung" ein. Referent ist der Medizinjournalist Bernd Vielhaber. Weitere Informationen bei Pudelwohl, Tel. 0231-9508118, info@pudelwohl-dortmund.de. Die Anmeldung finden Sie hier (PDF-Datei).

LAG Herzenslust Termine 2010
Die Landesarbeitsgemeinschaft Herzenslust hat in ihrer letzten Sitzung die Termine für das Jahr 2010 abgestimmt. Die Terminplanung wurde so frühzeitig vorgenommen, dass sie auch bei der örtlichen Planung berücksichtigt werden kann. Eine Übersicht der Termine finden Sie hier (PDF-Datei).

"Duisburger AIDS-Hilfe leistet Vorsorge" - Nachrichtenbeitrag im ZDF
Den Nachrichtenbeitrag des ZDF im Rahmen der Berichterstattung des 12. Europäischen Aidskongresses in Köln vom 12. November 2009 finden Sie unter www.zdf.de.

Fair-Play-Teamer für die Gay Games Cologne 2010 gesucht – Be part of it!
Vom 31. Juli bis 7. August 2010 finden die VIII. Gay Games statt. Zehntausende Sportlerinnen und Sportler in Köln – mittendrin die Herzenslust-Fair-Play-Teamer. Herzenslust sucht kontaktfreudige und kommunikationsstarke Mitstreiter, die gerne mit Menschen zu tun und Lust auf den direkten Kontakt zu Sportlerinnen und Sportlern aus aller Welt haben, als Herzenslust-Fair-Play-Teamer. Weitere Informationen finden Sie unter www.herzenslust.de.


FRAUEN UND AIDS

XXelle Termine 2010
Die Termine von XXelle, der Landesarbeitsgemeinschaft Frauen und Aids in NRW und der Regionalen Runden Tische für 2010 finden Sie hier (PDF-Datei).


DROGEN & AIDS

"Kontrolle im selbstbestimmten Substanzkonsum" ausgezeichnet
Prof. Dr. Joachim Körkel von der Ev. FH Nürnberg, der wiederkehrend dargelegt hat dass Kontrolle beim Suchtmittelkonsum möglich ist, wurde im Oktober für das von ihm entwickelte Projekt KISS (Kontrolle im selbstbestimmten Substanzkonsum) ausgezeichnet. Er wurde als sogenannter "Social Entrepreneur" in das Fördernetzwerk der internationalen Non-Profit-Organisation "Ashoka" aufgenommen. Neben einem Geldpreis unterstützt Ashoka den Wissenschaftler dabei, Kontakte zu Wirtschaft und Wissenschaft zu knüpfen, um das KISS-Programm weiter zu verbreiten. KISS ist ein Selbstmanagementprogramm zur gezielten Reduktion legaler und illegaler Drogen ohne paradigmatisch totale Abstinenz zu fordern. Unter den Mitgliedsorganisationen der AIDS-Hilfe NRW gibt es bisher einen Trainer bei der AIDS-Initiative in Bonn und bei VISION in Köln. Weitere Informationen zu KISS finden Sie unter www.kiss-heidelberg.de.

Jahresbericht Deutschlands für die Europäische Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EBDD) 2009 veröffentlicht
Der aktuelle Bericht hat in diesem Jahr u.a. das Spezialthema "Behandlung älterer DrogenkonsumentInnen". Darin werden die Erfolge der Schadensminimierung deutlich, denn nun werden ältere Drogengebraucherinnen und Drogengebraucher gesellschaftlich wahrgenommen. Folgen sollten adäquate politische Regulierungen, um dem Grundgesetz entsprechende Unterstützung dieser Personengruppe sicherzustellen. Noch gibt es keine Regelungen, die sich gezielt auf die Bedürfnisse älterer DogenkonsumentInnen beziehen. Reintegrationskonzepte richten sich derzeit ausschließlich auf die Wiederherstellung der Erwerbsfähigkeit und Abstinenzverhalten. Das ist bei fortgeschrittenem Alter und bei oftmals zusätzlichen akuten und chronischen Begleiterkrankungen nicht wirkungsvoll. Die Neu-Infektionsrate für HIV liegt bei der Gruppe der über 50-jährigen DrogenkonsumentInnen überdurchschnittlich hoch. Den Bericht in deutscher Sprache finden Sie hier (PDF-Datei).


STRAFVOLLZUG

Räuchermännchen im Häftling-Outfit
Alljährlich zur Weihnachtszeit sind die Räuchermännchen, die Gefangene der JVA Zwickau nach der Erzgebirgischen Tradition in Handarbeit herstellen, ein Bestseller bei www.gitterladen.de, dem Vertrieb für Produkte die Sachsens Gefangene herstellen. Auch in anderen deutschen Gefängnissen haben Weihnachtsartikel Hochkonjunktur. Viele Haftanstalten organisieren Weihnachtsbasare, immer mehr setzen aber auch auf den Onlineverkauf ihrer Produkte. Überwiegend Kleidung und Accessoires gibt es unter www.haeftling.de. In NRW werden die verschiedensten (Weihnachts)artikel aller Gefängnisse des Landes unter www.knastladen.de "feilgeboten".

Seelsorgerinnen und Seelsorger beider Konfessionen werben für Weihnachtsgeschenkaktion in Jugendgefängnis
In der JVA Heinsberg, wo seit Inkraftsetzung des Jugendstrafvollzugsgesetzes NRW im letztem Jahr keine Pakete mehr empfangen werden dürfen, besteht Dank des Engagements der evangelischen und katholischen Gemeinschaften diese Weihnachten Ausblick auf Zuwendungen von "draußen". Bischhof und Superintendent werben persönlich in der Öffentlichkeit dafür, dass es wieder Lebens- und Genussmittel für die jungen Gefangenen gibt. Was die Bevölkerung spendet wird von den Gemeinden in der JVA Heinsberg konfessionsübergreifend verteilt werden. In der JVA Heinsberg befinden sich etwa 200 Gefangene die nach Jugendstrafrecht verurteilt wurden. Die Anstalt wird durch einen Erweiterungsbau künftig über insgesamt 580 Haftplätze für den Jugendvollzug verfügen. Nähere Informationen zum Spendenaufruf und dem Bedarf an Kontakt nach draußen lesen Sie in einem Artikel aus den Lokalmedien hier (PDF-Datei).

Weihnachtsamnestie in NRW
Im Rahmen der diesjährigen Weihnachtsamnestie werden und wurden in Nordrhein-Westfalen 735 Häftlinge vorzeitig entlassen. Weihnachtsamnestie wird Häftlingen auf Antrag gewährt, wenn verschiedene Voraussetzungen erfüllt sind. Auf den alljährlichen Gnadenakt können Gefangene hoffen, deren reguläre Haftstrafe zwischen dem 6. November und dem 1. Januar endet. Die Zahl der Weihnachtsamnestien hat sich im Vergleich zu den Vorjahren deutlich reduziert: Im Jahr 2007 kamen 951 Strafgefangene früher aus der Haft frei, während es 2008 sogar 995 waren. Im Bereich der Generalstaatsanwaltschaft Hamm sind es 276, im Bereich Düsseldorf 268 und in Köln 191. Nähere Informationen dazu finden Sie unter www.justiz.nrw.de.


TRANSKULTURELLE ORIENTIERUNG

Aktuelle Ergebnisse von TAMPEP zum Thema Sexarbeit in Europa
TAMPEP (The European Network for HIV+/STI Prevention and Health Promotion among Migrant Sex Workers) hat die Ergebnisse seiner letzten Projektphase (2007 bis 2009) vorgestellt: Nun stehen ein Good-Practice-Handbuch, eine Website mit Angeboten für SexarbeiterInnen in Europa, eine Analyse der rechtlichen Lage in verschiedenen Ländern sowie eine Analyse der Struktur der Sexindustrie zur Verfügung. Mehr lesen Sie hier (PDF-Datei).

Informationen für Verletzte und Geschädigte im Strafverfahren jetzt in 18 Sprachen erhältlich
Das Merkblatt zur Rechtstellung des Opfers im Strafverfahren ist jetzt in 17 Sprachen übersetzt worden. Das Faltblatt beantwortet in den verschiedenen Sprachen Fragen zu den Rechten, die allen Geschädigten und Verletzten einer Straftat zustehen. Auch über die Möglichkeit einer rechtsanwaltlichen Vertretung wird aufgeklärt. Weiterhin gibt es Infos über zusätzliche Rechte in bestimmten Fällen, wenn Menschen durch eine Straftat verletzt worden sind. Es gibt auch Hinweise zu der Frage, wer in welchen Fällen die Kosten trägt. Die Faltblätter stehen unter anderem in albanischer, arabischer, griechischer, rumänischer, serbischer, spanischer und türkischer Sprache zur Verfügung und können unter www.justiz.nrw.de heruntergeladen werden.Weitere hilfreiche Informationen zu der Thematik finden Sie unter www.justiz.nrw.de/opferschutz.


FORTBILDUNG & TERMINE

Veranstaltungskalender der AIDS-Hilfe NRW, Dezember 2009 / Januar 2010
Fortbildungsveranstaltungen der AIDS-Hilfe NRW, ihrer Mitglieder, der Deutschen AIDS-Hilfe, der Paritätischen Akademie und andere interessante Angebote für die kommenden zwei Monate finden Sie hier (PDF-Datei) .


VERSCHIEDENES

Leiter Abteilung MSM / Mitglied der Geschäftsleitung (80 %) in Zürich gesucht (Bewerbungsfrist: 4. Dezember 2009)
Die Aids-Hilfe Schweiz sucht für die Prävention bei der Zielgruppe Männer, die Sex mit Männern haben (MSM), ab sofort oder nach Vereinbarung einen Leiter der Abteilung MSM und Mitglied der Geschäftsleitung (80 %). Mehr erfahren Sie unter www.nrw.aidshilfe.de.

Lehrerinnen und Lehrer für den Justizvollzug Nordrhein-Westfalen gesucht
Der Justizvollzug des Landes Nordrhein-Westfalen sucht Lehrerinnen und Lehrer mit Lehrbefähigung für verschiedene Lehramtsqualifikationen. Zu besetzen sind mehrere Stellen für Pädagoginnen und Pädagogen in Justizvollzugsanstalten des Jugend- sowie des Erwachsenenvollzugs in Aachen, Bochum-Langendreer (befristet), Gelsenkirchen, Heinsberg, Köln, Münster, Schwerte und Siegburg (Wuppertal-Ronsdorf). Nähere Informationen finden Sie unter www.justiz.nrw.de.


Der nächste Newsletter erscheint am 9. Dezember 2009
Wir freuen uns über interessante Berichte, Veranstaltungshinweise etc. Bitte senden Sie diese per Mail an newsletter@nrw.aidshilfe.de. Redaktionsschluss für die kommende Ausgabe ist der 8. Dezember 2009.

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Alle Ausgaben dieses Newsletters finden Sie archiviert unter www.nrw.aidshilfe.de.

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