November 2009
Liebe Leserinnen und Leser

Vom 11. – 14. November findet in Köln die 12. Europäische Aids-Konferenz statt. Führende HIV-BehandlerInnen und ForscherInnen aus Europa und der Welt treffen sich, um neueste Ergebnisse und Erkenntnisse auf dem Gebiet der HIV Medizin vorzustellen und zu diskutieren. XXelle wird die Berichterstattung der Konferenz verfolgen und in einem der nächsten Newsletter über frauenspezifische Aspekte berichten.

Viel Spaß beim lesen des Newsletters wünscht Ihnen
Petra Hielscher
Frauen und Aids
AIDS-Hilfe NRW e.V.

 

A K T U E L L E S / N E W S

„...neben den Besonderheiten der Infektion ist die Frau eine ganz „normale“ Schwangere.“
Schwangerschaft und HIV, Ein Interview mit der Hebamme Ute Lange
Ute Lange arbeitet als freiberufliche Hebamme in Wuppertal. Seit 1983 ist sie Hebamme, seit 1990 in eigener Praxis. Ihre erste Begegnung mit dem Thema HIV/Aids und Schwangerschaft hatte sie im Jahr 1996, als sie eine HIV-positive Frau während der Schwangerschaft, Geburt und im Wochenbett begleitete. Seit dieser Zeit hat sie rund 30 HIV-positive Frauen betreut. Sie ist außerdem Beauftragte für Internationale Hebammenarbeit im Deutschen Hebammenverband und Soziologin und Erziehungswissenschaftlerin (M.A.). Zurzeit arbeitet sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Verbund Hebammmenforschung der Fachhochschule Osnabrück.
Im Mai stand Ute Lange der Landesarbeitsgemeinschaft Frauen und Aids als Referentin zum Thema HIV und Schwangerschaft und den Möglichkeiten der Hebammenbetreuung zur Verfügung. Anschließend sprach die XXelle-Redaktion mit ihr über die Begleitung von positiven Frauen in der Schwangerschaft.
Das gesamte Interview finden Sie unter der Rubrik Themen auf der landesweiten Internetseite www.xxelle-nrw.de .

Neues EU-Grundsatzpapier zur Bekämpfung von HIV/Aids in der EU und ihren Nachbarländern
Am 29. Oktober 2009 hat die Europäische Kommission ein neues Grundsatzpapier zur Bekämpfung von HIV/Aids in der EU und ihren Nachbarländern veröffentlicht. Besondere Beachtung findet u.a. die Verbesserung der Lebensqualität von Menschen mit HIV/Aids und der von HIV/Aids besonders betroffenen Gruppen in der EU und in den Nachbarländern. Auch die Bedeutung von Integration von Minderheiten und sozial benachteiligten Gruppen für den Erfolg der Prävention wird deutlich hervorgehoben. Als Ziel wird der allgemeine Zugang zu Prävention, Behandlung und anderen Gesundheits- und Sozialdienstleistungen wie auch ein diskriminierungsfreies rechtliches Umfeld für alle Gruppen mit besonderem Infektionsrisiko (die in der deutschen Übersetzung leider "Hochrisikogruppen" geworden sind) formuliert. Die ausführliche Fassung des Grundsatzpapiers finden Sie hier (PDF-Datei); das sog. Bürgerinfo, das die wichtigsten Aspekte zusammenfasst, finden Sie hier (PDF-Datei). Weitere Infos finden Sie unter http://ec.europa.eu/health/ph_threats/com/aids/com_aids_en.htm.

Impfungen gegen Grippe, Schweinegrippe und Pneumokokken
Die Ständige Impfkommission am RKI (STIKO) hat Empfehlungen zur Schweinegrippe-Impfung herausgegeben. Die Deutsche AIDS-Hilfe hat diese Empfehlungen zusammen mit den Empfehlungen für die saisonale Grippe und die Pneumokokken-Impfung kurz zusammengefasst. Oktober und November sind die Monate für die Grippe-(Influenza)-Impfung. In diesem Jahr gibt es ausnahmsweise 2 Impfungen: 1. die Impfung gegen die übliche „saisonale“ Grippe und 2. die Impfung gegen die „Schweinegrippe“ (Neue Influenza, H1N1). Die Impfung gegen die saisonale Grippe und ggf. eine Pneumokokken-Impfung sind bereits jetzt möglich; eine Impfung gegen die Schweinegrippe soll Ende Oktober zur Verfügung stehen. Weitere Informationen finden Sie unter http://www.posithivhandeln.de/.


T E R M I N E  U N D  F O R T B I L D U N G E N

Länger leben und älter werden mit HIV und Aids
Die AIDS-Hilfe Wuppertal  veranstaltet in Kooperation mit der Deutschen AIDS-Hilfe am 14. November 2009 den Fortbildungstag "Länger leben und älter werden mit HIV und Aids": Dank der Fortschritte der Medizin und Therapie können Menschen mit HIV heute im günstigsten Fall eine fast normale Lebenszeit erreichen. Was bedeutet dieses längere Leben mit HIV aus medizinischer Sicht? Welche Folgen ergeben sich auf längere Sicht aufgrund der HIV-Infektion, der Therapie und welche aufgrund des allgemeinen „Älter Werdens“? Referent ist Siegfried Schwarze, Projekt Information München. Mehr zur Veranstaltung und Anmeldung erfahren Sie hier (PDF-Datei).

HIV und Knochen. Bin ich davon betroffen
Am 19. November 2009, 19.30 Uhr findet in der Reihe "MED-INFO im Gespräch" der Aidshilfe Köln die Veranstaltung "HIV und Knochen. Bin ich davon betroffen?" statt. Referentin ist Dr. Katja Römer aus Köln. Das Thema wird folgendermaßen umrissen: Die Knochendichte ist nachweislich bei HIV-Positiven niedriger als bei HIV-Negativen. Dabei tritt die verminderte Knochendichte sowohl bei Frauen als auch bei Männern auf. Neben der HIV-Infektion werden u.a. noch Mangelernährung, vermindertes Fettgewebe und Unterfunktion der Geschlechtsdrüsen als Ursache beschrieben. Inwieweit die HIV-Medikamente einen Einfluss auf die Beschaffenheit der Knochen haben, ist noch nicht abschließend geklärt. In dieser Veranstaltung wird die HIV-Spezialistin Dr. Katja Römer über Symptome, Diagnose, und Behandelbarkeit der verminderten Knochendichte referieren. Außerdem wird sie Möglichkeiten aufzeigen, die jeder selbst anwenden kann, um eine verminderte Knochendichte möglichst zu verhindern oder zumindest einzuschränken. Ort ist das Forum-Gebäude 42 der Uniklinik Köln (Anreisebeschreibung PDF-Datei); eine Anmeldung ist nicht notwendig.

Vortrag "Älterwerden mit HIV", 23. November 2009, Düsseldorf
Einen Vortrag zum Thema "Älterwerden mit HIV" hält Dr. Stefan Reuter von der Universitätsklinik Düsseldorf am 23. November 2009, 19.00 Uhr, in der AIDS-Hilfe Düsseldorf. Folgende Fragen werden im Mittelpunkt stehen: Mit welchen Problemen muss man beim Älterwerden mit HIV rechnen? Was kommt vom HIV, was kommt von der Behandlung, was von den Langzeitwirkungen der Medikamente? Mit was ist auch durch die "normale" Alterung zu rechnen? Was kann man dagegen tun? – Ort ist das Loft-Café der Aidshilfe (Johannes-Weyer-Str. 1). Die Teilnahme ist kostenlos; eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Weitere Informationen finden Sie unter http://www.duesseldorf.aidshilfe.de/.

"MEINE LEBER ZERBRICHT" Transkulturelle Ansätze in der Gesundheitsversorgung für Migrantinnen
Einladung der Diakonie zur Fachtagung am 30. November 2009 nach Düsseldorf. Weitere Informationen enthält der Einladungsflyer (PDF-Datei).

Seminarankündigungen der Deutschen AIDS-Hilfe
Fortbildung für MigrantInnen zum Einsatz in der HIV Prävention

Zweiteilige Fortbildung für MigrantInnen zum Einsatz in der HIV-Prävention, Start 3. – 6. Dezember 2009, Meißner bei Kassel.
Die Deutsche AIDS-Hilfe bietet eine zweiteilige Fortbildung für MigrantInnen zum Einsatz in der HIV-Prävention an. Die Fortbildung richtet sich sowohl an bereits im Gesundheits- und Sozialwesen tätige MigrantInnen als auch an EinsteigerInnen in die Prävention und Gesundheitsförderung. Die Begleitung der nachfolgenden Praxiseinsätze vor Ort sollte durch eine regionale Aidshilfe / Aidsberatungsstelle erfolgen, damit die Qualitätsentwicklung auch langfristig erfolgen kann. Mehr erfahren Sie hier (PDF-Datei).


L I T E R A T U R  I M  F E R N S E H E N

"Datura", ein Roman von Liliane Lerch
Liliane Lerch ist am 8. November 2009 Gast bei "west.art am Sonntag" im WDR Fernsehen. Die Sendung zum Thema "Zwischen lebenslangem Glück und gescheiterten Beziehungen. Wo bleibt die Liebe im 21. Jahrhundert?" wird im WDR Fernsehen von 11.00 Uhr bis 12.25 Uhr gesendet.
Eine Presseinformation zu Liliane Lerch und "Datura" finden Sie hier (PDF-Datei).


Der nächste Newsletter erscheint zum 1. Dezember 2009.
Ich freue mich über interessante Berichte, Veranstaltungshinweise etc. Bitte senden Sie diese per Mail an: petra.hielscher@nrw.aidshilfe.de.

 
 
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