Oktober 2009 
 Liebe Leserinnen und Leser

Woran erkennen Sie bei einer Frau, dass sie HIV-infiziert ist? - So lautet der Titel des ersten XXelle-Kurzfilms. Dieser hatte seine Premiere auf der Fachtagung Zukunft POSITIV gestalten! - Frauen und Aids im Jahr 2008 im November 2008 in Duisburg. Jetzt können auch Sie sich den Clip unter www.xxelle-nrw.de ansehen.

Viel Spaß beim lesen des Newsletters wünscht Ihnen
Petra Hielscher
Frauen und Aids
AIDS-Hilfe NRW e.V.


A K T U E L L E S / N E W S

Sprecherinnenwahl bei XXelle, Landesarbeitsgemeinschaft Frauen und Aids in NRW
Die Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Frauen und Aids in NRW wählte am 19. September 2009 in Bochum zwei neue Sprecherinnen. Die LAG gratuliert Annette Ritter, AIDS-Hilfe Münster, und Natalie Rudi, AIDS-Hilfe Oberhausen, herzlich zu ihrem Amt! Weitere Informationen finden Sie hier (PDF-Datei).

Neue DHIVA erschienen
Die neue DHIVA ist erschienen mit Artikeln u.a. zu folgenden Themen: SÖDAK: Eine Bilanz nach dem Kongress – Der Fall Nadja B.: Justiz, Medien und HIV – Netzwerk: Arbeit wird international - Bericht: Mein Leben mit dem Virus – Gesundheit: Gutes rund um die Sprosse - Außerdem gibt es wieder jede Menge Buch-Tipps, einen Reisebericht von der Ostsee bis nach Ägypten und Neues von den Netzwerk-Frauen! Weitere Informationen finden Sie hier (PDF-Datei).

Studie zur Rechtssprechung bei möglichen HIV-Übertragungen des Schweizerischen Nationalfonds
Der Schweizerische Nationalfonds hat in Kooperation mit der Aids-Hilfe Schweiz eine Studie in Auftrag gegeben, die jetzt veröffentlicht wurde. Sie beinhaltet auch einen Überblick über die Rechtslage in anderen Ländern. In dem Kapitel zu Deutschland heben die Autoren Kurt Pärli und Peter Mösch Payot hervor, dass die neueren medizinischen Erkenntnisse zur Viruslast unter wirksamer Behandlung bereits Eingang in einige Urteile gefunden haben. Den Auszug zu Deutschland finden Sie hier (PDF-Datei), die gesamte Studie finden Sie hier (PDF-Datei).

"Leben mit HIV und Aids heute" von Silke Eggers & Dr. Stefan Timmermanns
HIV und Aids ist ein Thema, das sich in den letzten Jahren stark gewandelt hat. Vieles hat sich zum Positiven verändert, trotzdem kann die Krankheit nach wie vor sowohl aus medizinischer Sicht als auch bzgl. der sozialen Absicherung eines Menschen mit großen Schwierigkeiten verbunden sein.
Silke Eggers, Referentin für soziale Sicherung und Pflege, und Dr. Stefan Timmermanns, Referent für Menschen mit HIV/Aids (beide Deutsche AIDS-Hilfe) haben zugesammengefasst, mit welchen Problemen Menschen mit HIV/Aids sich heute konfrontiert sehen. Mehr über die Notwendigkeit neuer Bilder von HIV/Aids lesen Sie hier (PDF-Datei).

Klinikbehandlung von Menschen ohne Papiere
Menschen ohne Aufenthaltserlaubnis können sich in Deutschland künftig ohne Angst vor Entdeckung im Krankenhaus behandeln lassen, wenn sie sich direkt an das Krankenhaus wenden. Dies geht aus der "Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zum Aufenthaltsgesetz" hervor, der der Bundesrat am 18. September 2009 zugestimmt hat. Mehr erfahren Sie hier (PDF-Datei).

HIV 2009 – Neue Webseite
Die neue Auflage des medizinischen Kompendiums zu HIV und Aids „HIV 2009“ ist nicht mehr unter der gewohnten Webseite HIV.net erhältlich. Das Buch enthält weiterhin umfassende Informationen zur Übertragung, Diagnose und Therapie von HIV und Aids. Von nun an kann dieses Buch unter der folgenden Webseite heruntergeladen werden: http://www.hivbuch.de

Ein Aids-Impfstoff ist noch lange nicht in Sicht - Große Studie brachte einen ersten - aber noch zu schwachen - Erfolg
BANGKOK (ars). Als "Meilenstein" und "Durchbruch" wurde die bisher größte Studie zu einer HIV-Impfung bejubelt. Zwar wird sie in Europa oder den USA wohl nie zugelassen, aber einen Hoffnungsschimmer bietet sie doch. Die Wirksamkeit der Impfstoffe ist moderat: Die Infektionsrate war in der Verumgruppe (die das Impfserum erhielt | die Redaktion) lediglich um ein Drittel geringer als in der Placebogruppe. Für eine US- oder EU-Lizenz aber müsste die Schutzwirkung mindestens 70 bis 80 Prozent erreichen. Zu diesem Thema finden Sie aktuelle Artikel aus der Deutschen Ärztezeitung (25. und 27. September 2009), aus der Berliner Morgenpost (26.September 2009) sowie einen Artikel aus der Süddeutschen Zeitung vom 24. September 2009) hier (PDF-Datei).


T E R M I N E  U N D  F O R T B I L D U N G E N

GLÜCK ...ein Stück Himmel. Die Sehnsucht nach Glück kennen wir alle.
Einladung zu einer Podiumsveranstaltung der Dortmunder Mitternachtsmission e.V. am Mittwoch, 28. Oktober 2009, 17.00 Uhr im Reinoldinum, Schwanenwall 34, Dortmund (Stadtmitte). Weitere Informationen enthält der Flyer.

Aidshilfe Köln: "MED-INFO im Gespräch" Magen-Darm- und Leberbeschwerden - Nebenwirkungen der HIV-Therapie, 22. Oktober 2009, Köln
Viele Menschen mit einer HIV-Infektion leiden an Beschwerden im Magen- und Darmtrakt. Dazu gehören Durchfall, Bauchschmerzen und Blähbauch mit Völlegefühl. Diese Symptome können durch das HI-Virus selbst verursacht werden oder aber als Nebenwirkung der Kombinationstherapie auftreten. Die Referentin Dr. Beate Gantke ist Spezialistin sowohl auf dem Gebiet der Magen-Darmkrankheiten als auch in der Behandlung der HIV-Infektion. Sie wird auf die verschiedenen Symptome, Untersuchungsmethoden und Behandlungsformen dieser Krankheitsbilder detailliert eingehen. Die Veranstaltung findet statt am Donnerstag, 22. Oktober, 19.30 Uhr, im Forum-Gebäude 42 der Uniklinik Köln, Joseph-Stelzmann-Straße 20 (KVB Linie 9 – Haltestelle Lindenburg. Den Lageplan finden Sie hier (PDF-Datei); eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Gesundheitstraining für Menschen mit HIV/Aids im Raum Köln-Bonn: Neue Termine ab November 2009
Trotz guter Behandlungsmöglichkeiten, ist auch heute noch ein positives Testergebnis für die meisten Menschen ein tiefer Einschnitt. MedizinerInnen gehen davon aus, dass ein HIV-infizierter Mensch eine relativ normale Lebenserwartung hat. Doch kann die eigene Infektion erst dann immer mehr zur "Normalität" werden, wenn man sich damit auseinander setzt. Auch ein Gesundheitstraining kann die persönliche Auseinandersetzung verstärken. Ein solches findet an sieben Abenden und zwei Wochenenden in Köln statt. Somit wird insbesondere Berufstätigen und sich in Ausbildung befindenden Menschen mit HIV/Aids eine Teilnahme ermöglicht. Auch inhaltlich wird auf die spezifischen Bedürfnisse dieser Personengruppe besonders eingegangen. Den Informationsflyer für den Köln-Bonner Raum finden Sie hier (PDF-Datei).

„Rundreise Migration – Interkulturelle und rechtliche Aspekte in der Beratung“
Die AIDS-Hilfe Essen veranstaltet gemeinsam mit der Deutschen AIDS-Hilfe die „Rundreise Migration – Interkulturelle und rechtliche Aspekte in der Beratung“ am 29. + 30. Oktober 2009. Weitere Informationen finden Sie im Flyer. Anmelden können Sie sich bis zum 15. Oktober 2009 bei der AIDS-Hilfe Essen e.V.

"Positiv leben mit Kindern"
Die AIDS-Hilfe Düsseldorf lädt zu einem Vortrag zum Thema "Positiv leben mit Kindern" am 4. November 2009, 16.00 Uhr, in ihre Räumlichkeiten ein. Referentin ist Annegret Schreeck, Büro für Familie und Gesundheit. Weitere Informationen finden Sie hier (PDF-Datei).

Länger leben und älter werden mit HIV und Aids
Die AIDS-Hilfe Wuppertal  veranstaltet in Kooperation mit der Deutschen AIDS-Hilfe am 14. November 2009 den Fortbildungstag "Länger leben und älter werden mit HIV und Aids": Dank der Fortschritte der Medizin und Therapie können Menschen mit HIV heute im günstigsten Fall eine fast normale Lebenszeit erreichen. Was bedeutet dieses längere Leben mit HIV aus medizinischer Sicht? Welche Folgen ergeben sich auf längere Sicht aufgrund der HIV-Infektion, der Therapie und welche aufgrund des allgemeinen „Älter Werdens“? Referent ist Siegfried Schwarze, Projekt Information München. Mehr zur Veranstaltung und Anmeldung erfahren Sie hier (PDF-Datei).

HIV und Knochen. Bin ich davon betroffen
Am 19. November 2009, 19.30 Uhr findet in der Reihe "MED-INFO im Gespräch" der Aidshilfe Köln die Veranstaltung "HIV und Knochen. Bin ich davon betroffen?" statt. Referentin ist Dr. Katja Römer aus Köln. Das Thema wird folgendermaßen umrissen: Die Knochendichte ist nachweislich bei HIV-Positiven niedriger als bei HIV-Negativen. Dabei tritt die verminderte Knochendichte sowohl bei Frauen als auch bei Männern auf. Neben der HIV-Infektion werden u.a. noch Mangelernährung, vermindertes Fettgewebe und Unterfunktion der Geschlechtsdrüsen als Ursache beschrieben. Inwieweit die HIV-Medikamente einen Einfluss auf die Beschaffenheit der Knochen haben, ist noch nicht abschließend geklärt. In dieser Veranstaltung wird die HIV-Spezialistin Dr. Katja Römer über Symptome, Diagnose, und Behandelbarkeit der verminderten Knochendichte referieren. Außerdem wird sie Möglichkeiten aufzeigen, die jeder selbst anwenden kann, um eine verminderte Knochendichte möglichst zu verhindern oder zumindest einzuschränken. Ort ist das Forum-Gebäude 42 der Uniklinik Köln (Anreisebeschreibung PDF-Datei); eine Anmeldung ist nicht notwendig.


Seminarankündigungen der Deutschen AIDS-Hilfe
IV. Treffen des Netzwerks "Frauen und Aids" zum Thema: Körper, Geist und Seele
Hier finden Sie die Ankündigung und das Anmeldeformular für das Treffen vom 9.-11. November 2009 in Gauselfingen (3F-92830). Anmeldeschluss ist der 23. Oktober 2009.

Fortbildung für MigrantInnen zum Einsatz in der HIV Prävention
Ein Zweiteiliges Seminar mit Praxiseinsatz vor Ort. Die Termine sind 1.Termin: 3. – 6. Dezember 2009 und 2. Termin: 4. – 7. Februar 2010. Hier finden Sie die Ausschreibung mit Anmeldeformular für die Fortbildung. Die Anmeldung ist verbindlich für beide Teile! Anmeldschluss ist Donnerstag der 5. November 2009.


L I T E R A T U  R

"Datura", ein Roman von Liliane Lerch
Der Roman "Datura", erschienen am 24. August 2009 im Atrium Verlag, setzt sich mit dem Thema Aids-Demenz auseinander.
"Schon die Liebe allein hätte alles verändert. Doch was ist von Liebe und Tod zusammen zu erwarten?", fragt sich Emma de Antoni, die Protagonistin des Debütromans von Liliane Lerch, und wagt ein existentielles und außergewöhnliches Abenteuer. In einer Zeit und einer Gesellschaft, in der Krankheit und Tod schon lange an den Rand einer sich immer wesentlicher über Jugend, Gesundheit und ewige Fitness definierenden Gesellschaft gedrängt werden, entscheidet sie sich für eine Liebe, der kaum Zeit bleibt. Sie verliebt sich in der kalifornischen Mojave-Wüste in den attraktiven und an HIV-Demenz erkrankten Jackson Carver. Emma de Antoni und Carver leben eine Liebe, die sich beeilen muss und eine, bei der Leben und Sterben sowohl verschmelzen wie aneinander abprallen. Die Schönheit der kargen Mojave Wüste und die extremen Lebensbedingungen dort werden zur eindrucksvollen Kulisse eines Totentanzes von großer Vitalität.
Die Autorin Liliane Lerch war Kunst- und Kulturkritikerin, ehe sie als Texterin und Creative Director in die Werbung wechselte. Heute lebt sie in Kalifornien und schreibt als Kolumnistin und Autorin für verschiedene Schweizer Publikationen. In der Basler Zeitung berichtet sie seit vier Jahren in einer wöchentlichen Kolumne vom Leben in der kalifornischen Wüste. (Bezug: ISBN 978-3-85535-430-6)
Frau Lerch wird ihr Buch am 21. Oktober 2009 um 19.30 Uhr im FrauenBuchLaden Düsseldorf vorstellen (Blücherstr. 3 in 40477 Düsseldorf, Eintritt 3 €).


Der nächste Newsletter erscheint am 3. November 2009.
Ich freue mich über interessante Berichte, Veranstaltungshinweise etc. Bitte senden Sie diese per Mail an: petra.hielscher@nrw.aidshilfe.de.

 
 
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