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Liebe Leserinnen und Leser,
gerne wollen wir nochmal daran erinnern, dass ihr uns interessante
News, Tipps, Termine, Aktionen vor Ort etc. zusenden könnt, die wir
hier im Newsletter veröffentlichen. Diese einfach per Mail an
herzenslust-newsletter@nrw.aidshilfe.de senden. Der
Herzenslust-Newsletter erscheint alle 14 Tage.
H E R Z E N S L U S T N R W
Fair-Play-Teamer für die Gay Games Cologne 2010 gesucht – Be part of it!
Vom
31. Juli bis 7. August 2010 finden die VIII. Gay Games statt.
Zehntausende Sportler und Besucher in Köln – und du mittendrin, als
Herzenslust-Fair-Play-Teamer. Herzenslust entwickelt und realisiert
erfolgreiche Präventionsangebote in den Bereichen HIV und anderen
sexuell übertragbaren Infektionskrankheiten [STI] in
Nordrhein-Westfalen. Wir bieten Informationen und zu HIV und STI und
lassen dabei den Lustfaktor nicht zu kurz kommen. Du bist
kontaktfreudig und kommunikationsstark? Du hast gerne mit Menschen zu
tun? Du hast Lust auf den direkten Kontakt zu Sportlerinnen und
Sportlern aus aller Welt? Du stehst auf coole Aktionen mit netten
Leuten? Akzeptanz schwuler Lebenswelten und Offenheit gegenüber neuen
Einstellungen und Ansichten sind für dich keine Fremdworte? Wenn du
auch noch englisch oder eine andere Fremdsprache sprichst, bist du der
ideale Herzenslust-Fair-Play-Teamer. Weitere Informationen findest du
unter www.herzenslust.de.
Dokumentation "kreathiv -präventhiv" 2009 "Meilensteine auf dem Weg - Unsere Freiheit hat Geschichte"
Die Dokumentation des diesjährigen Runden Tischs mit dem Thema
"Meilensteine auf dem Weg - Unsere Freiheit hat Geschichte" vom 25.
Juli 2009 findest du hier (PDF-Dateiei).
Infomobil für Beratung und Test im Einsatz
Das Magazin Exit berichtet in seiner aktuellen Ausgabe über den Einsatz
des Infomobils für Beratung und Test (BuT-Mobil) im Kreis Wesel.
Gemeinsam mit dem dortigen Gesundheitsamt bietet das Herzenslust-Team
der AIDS-Hilfe Duisburg/Kreis Wesel Beratung und HIV-Testung auf einem
Cruising-Parkplatz an. Das Team aus haupt- und ehrenamtlichen
Mitarbeitern ist zweimal monatlich auf dem Rastplatz Dong an der A57
präsent. Um der besonderen Umgebung des Parkplatzes gerecht werden zu
können, hat das Herzenslust-Team u. a. mit dem Einsatz des BuT-Mobils
einen verantwortungsvollen Rahmen geschaffen. Weitere Infos zu diesem
Angebot finden sich im Exit-Artikel an dieser Stelle (PDF-Datei).
Terminkalender der AIDS-Hilfe Essen und Essen-X-Point für November 2009
Den Terminkalender der AIDS-Hilfe Essen und Essen-X-Point für den Monat November 2009 findest du hier (PDF-Datei).
Austausch schwul-lesbischer Aufklärungsprojekte aus
Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen, 27. bis 29. November 2009,
Reinhausen bei Göttingen
SchLAu NRW lädt vom 27. bis 29. November 2009 zum Austausch
schwul-lesbischer Aufklärungsprojekte aus Nordrhein-Westfalen und
Niedersachsen ins Waldschlösschen ein. Neben dem Austausch geht es um
die inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Thema "Homosexualität und
Religion" mit dem Ziel, praxisnahe Handlungsempfehlungen für die
Aufklärungsarbeit zu entwickeln. Mehr erfährst du aus der Ausschreibung
und Anmeldung (PDF-Datei).
"Multikulti, inter- oder transkulturell!?" – Welche Ansätze eignen sich
für die HIV-Prävention mit MigrantInnen?", 13. bis 15. November 2009 in
Berlin
MigrantInnen sind Teil aller Zielgruppen der HIV-Prävention. Sie kommen
aus verschiedenen Ländern und Kulturen. Manche unterscheiden sich gar
nicht von Menschen ohne Migrationshintergrund; manche leben unter
Bedingungen, die in der Präventionsarbeit doch der besonderen
Aufmerksamkeit bedürfen. Der von der Deutschen AIDS-Hilfe und dem
Wissenschaftszentrum Berlin veranstaltete Workshop bietet eine
Möglichkeit zum Austausch und zur Reflexion der eigenen
Präventionsarbeit. Praxisbeispiele der Gesundheitsförderung und
HIV-Prävention mit MigrantInnen aus der nationalen und internationalen
Diskussion dienen als Anregung. Ebenso fließen die Erfahrungswerte der
Teilnehmenden in die Diskussion ein. Der Workshop ist offen für alle,
die in der HIV-Prävention für und mit MigrantInnen arbeiten. Mehr
erfährst du hier (PDF-Datei).
Fachtagung „ Sexuelle Minderheiten und Menschenrechte. (K)ein Thema in
Entwicklungspolitik und Entwicklungszusammenarbeit?“ am 18. November in
Bonn
Am 18. November 2009 führt die Hirschfeld-Eddy-Stiftung in Kooperation
mit der Friedrich-Naumann-Stiftung in Bonn die Tagung "Sexuelle
Minderheiten und Menschenrechte. (K)ein Thema in Entwicklungspolitik
und Entwicklungszusammenarbeit?" durch. Weitere Infos findest du hier (PDF-Datei).
Frankfurter Resolution zur Verbesserung der Lebens- und Pflegesituation
von gleichgeschlechtlich liebenden, HIV-infizierten und transsexuellen
Seniorinnen und Senioren
Am 11. Juli 2009 trafen sich Fachleute der Pflege und Sozialen Arbeit,
PraktikerInnen, Interessierte und Betroffene zum Thementag „Leben im
Alter – In Würde alt werden - Was Lesben, Schwule und HIV-Infizierte im
Alter erwartet und was sie erwarten“ der AIDS-Hilfe Frankfurt/M. Durch
die Vorträge und die anschließenden Diskussionen stellten die
Teilnehmenden die Notwendigkeit fest, mit ihren Forderungen an die
Öffentlichkeit, an die Politik und die Interessenverbände der
SeniorInnen und der Pflegebedürftigen heranzutreten. Weitere
Informationen findest du hier (PDF-Datei).
Verändert das Internet die Szene? Und was bedeutet das für die Prävention?
Der „United Kingdom Gay Men’s Sex Survey 2007“ ist nun aktuell
veröffentlicht worden. In dieser breit angelegten Erhebung wurde auch
der Frage nachgegangen, wo MSM Sexpartner in den letzten zwölf Monaten
kennengelernt haben. Es wurden dabei die Antworten aus dem Jahr 2007
und aus dem Jahr 1987 miteinander verglichen. Das Ergebnis dieses
Vergleichs kann den oft befürchteten Untergang der Szene nicht
bestätigen. Mehr erfährst du unter www.herzenslust.de.
Welche Inhalte braucht die Prävention?
Dieser Frage ging Sigma Research ebenfalls im oben erwähnten „United
Kingdom Gay Men’s Sex Survey 2007“ nach. Dabei wurden drei
Themenbereiche abgefragt: Das Wissen über die PEP
(Postexpositions-Prophylaxe), der Zugang zu Informationen über HIV und
die Fähigkeit, mit dem Sexpartner über Schutzverhalten zu reden. Die
Ergebnisse sind in diesen drei Bereichen ganz unterschiedlich
ausgefallen. Die gute Nachricht soll dabei zuerst erwähnt werden: Fast
90% der Befragten haben einen Ansprechpartner, mit dem sie über Safer
Sex und HIV reden können. Bei der PEP sehen die Zahlen jedoch weit
weniger gut aus. So kannten 46% der befragten britischen MSM nicht den
Anwendungszweck der PEP und knapp 70% wussten nicht, wo sie die PEP
erhalten können. Im Bereich der sozialen Kompetenzen ergibt sich ein
sehr gemischtes Bild. Immerhin fast ein Viertel der befragten MSM
findet es schwierig, sexuelle Kontakte von anderen Männern abzulehnen.
Jedoch sind es nur 11%, die es schwierig finden, ihr Bedürfnis nach
Safer Sex durchzusetzen. Diese und alle anderen Ergebnisse finden sich
unter www.sigmaresearch.co.uk.
Wie muss wirksame Prävention aussehen?
Eine ausländische Kommission wurde nun vom schweizerischen Bundesamt
für Gesundheit eingeladen, um herauszufinden, wie die Anstrengungen der
Schweiz in der Eindämmung der HIV-Epidemie zu beurteilen seien.
Grundlage für die Einrichtung dieser Kommission war die Tatsache, dass
in den 1990er Jahren die Anzahl der Neudiagnosen zwar erfolgreich
abgesenkt werden konnte, sie aber nach 2000 wieder auf ein
vergleichsweise hohes Niveau angestiegen ist. Gerade die Neuinfektionen
unter MSM haben sich dabei etwa verdoppelt. Im Bericht dieser
Kommission, an der sich übrigens auch Rolf Rosenbrock beteiligt hat,
werden die massenkommunikativen Plakat- und Inseratkampagnen durchaus
positiv erwähnt. Allerdings wird die schwache Ausprägung von
zielgruppenspezifischer Prävention als großer Nachteil der
schweizerischen Präventionsarbeit beurteilt. Die Kommission empfiehlt
deswegen u.a. die Gründung einer Gesundheitsorganisation von und für
MSM, um die notwendige Beteiligung der Zielgruppe an der Prävention
herstellen zu können. Weitere Informationen hierzu finden sich unter www.nzz.ch.
Kooperation mit dem Gesundheitsamt bei BuT
Die Gesundheitsämter in NRW halten hochwertige Beratungs- und
Testangebote vor. Aus diesem Grund wurde schon in der ersten Konzeption
von Beratung und Test (BuT) im Rahmen des Herzenslust-Projekts darauf
geachtet, dass keine Doppelstrukturen zwischen Gesundheitsämtern und
Herzenslust geschaffen wurden. Dem folgend beschränkt sich BuT von
Herzenslust auf die Zielgruppe der hochvulnerablen MSM, die bisher noch
keinen Zugang zu Beratungs- und Testangeboten gefunden haben. Erste
Auswertungen der modellhaften Erprobung von BuT liegen nun aus Dortmund
vor. Diese Auswertung zeigt, dass es mit dem Dortmunder BuT-Projekt
erstens gelungen ist, Zugänge für bisher nicht erreicht MSM-Gruppen zu
schaffen. Zweitens zeigt die Auswertung der Statistiken des
Gesundheitsamts auch, dass durch die Öffentlichkeitsarbeit des
BuT-Projekts insgesamt eine größere Präsenz des Themas Beratung und
Testung hergestellt wurde. Diese größere Präsenz führte wiederum auch
dazu, dass mehr MSM das Beratungs- und Testangebot des Gesundheitsamts
wahrnehmen. So stieg die Zahl der MSM, die das Angebot des
Gesundheitsamts wahrnahmen, von 138 (vor Gründung des BuT-Projekts) auf
206 (nach Gründung des BuT-Projekts). Hinzu kommt noch die Anzahl der
MSM, die das BuT-Angebot aufgesucht haben, mit 176 Personen.
Ein Aids-Impfstoff ist noch lange nicht in Sicht - Große Studie brachte einen ersten - aber noch zu schwachen - Erfolg
BANGKOK (ars). Als "Meilenstein" und "Durchbruch" wurde die bisher
größte Studie zu einer HIV-Impfung bejubelt. Zwar wird sie in Europa
oder den USA wohl nie zugelassen, aber einen Hoffnungsschimmer bietet
sie doch. Die Wirksamkeit der Impfstoffe ist moderat: Die
Infektionsrate war in der Verumgruppe (die das Impfserum erhielt | die
Redaktion) lediglich um ein Drittel geringer als in der Placebogruppe.
Für eine US- oder EU-Lizenz aber müsste die Schutzwirkung mindestens 70
bis 80 Prozent erreichen. Zu diesem Thema findest du aktuelle Artikel
aus der Deutschen Ärztezeitung (25. und 27. September 2009), aus der
Berliner Morgenpost (26.09.2009) sowie einen Artikel aus der
Süddeutschen Zeitung vom 24. September 2009) hier (PDF-Datei).
Praktische Prävention und (sexuelle) Netzwerke
Die Betrachtung von sexuellen Netzwerken findet bisher vor allem in der
Planung der Präventionsarbeit statt. Sexuelle Netzwerke sind vor allem
deswegen in der Prävention relevant, da innerhalb der Netzwerkgrenzen
eine höhere Zahl sexueller Kontakte als außerhalb besteht. Durch diese
erhöhte Zahl der sexuellen Kontakte kann sich ein Krankheitserreger,
der einmal in das Netzwerk eingedrungen ist, besonders leicht
ausbreiten. Der britischen Apotheke „Lloydspharmacy“ ist nun ein ganz
lebensnaher Umgang mit sexuellen Netzwerken eingefallen. Sie gehen von
der Theorie aus, dass man über ein gespanntes Netzwerk mit Menschen an
sechs Knotenpunkten mit jedem beliebigen Menschen dieser Welt in
Kontakt treten kann. Damit besagt die Theorie beispielsweise, dass man
über lediglich sechs Personen hinweg, mit dem amerikanischen
Präsidenten bekannt ist. Aber, so hat sich die Apotheke gefragt, was
bedeutet es für die Anzahl der Sexpartner, wenn jeder Mensch ein
Netzwerk mit sechs Knotenpunkten aufspannen kann? Dieser Frage kann
jeder Besucher ihrer Webseite nachgehen – und dort die ungefähre Zahl
der direkten und indirekten Sexpartner ausrechnen. Verbunden ist dieses
Tool auf der Webseite mit vielen wichtigen Informationen zu sexuell
übertragbaren Infektionen (STI) und weniger guten Angeboten zu
STI-Tests. Nichtsdestotrotz handelt es sich um einen intelligenten
Gedanken, der auf dieser Webseite realisiert wurde: www.lloydspharmacy.com.
Kleine Anfrage von Bündnis 90/Die Grünen an die Landesregierung NRW
Die Kleine Anfrage 3586 der Abgeordneten Andrea Ursula Asch und Barbara
Steffens vom Bündnis 90/Die Grünen vom 27. September, "Blutspende
dringend gesucht; aber nicht von Schwulen?" findest du hier (PDF-Datei).
Y O U T H W O R K HL
Studie: LSBT-Jugendliche - gut beraten?
Im Auftrag des Berliner Senats ging die TU Brauschweig der Frage nach,
wie sich die Online-Beratungsangebote für junge Lesben, Schwule,
Bisexuelle sowie Transgender (LSBT) gestalten. Bei der Analyse der
Online-Beratungsangebote wurde dabei deutlich, dass es hierbei zwei
Gruppen gibt: Große Angebote mit hauptamtlichen MitarbeiterInnen, die
sich an Jugendliche im Allgemeinen wenden – und bei Fragen zur
sexuellen Orientierung oder zur Geschlechtsidentität schnell
weiterverweisen. Daneben gibt es eher kleine Angebote, die sich direkt
an LSBT-Jugendliche richten. Die zweite Angebotsgruppe ist dann auch
diese, die von den LSBT-Jugendlichen mit ihren Fragen bevorzugt wird.
Dies liegt vor allem daran, dass sich die Fragen der LSBT-Jugendlichen
auf die sexuelle Orientierung oder die Geschlechtsidentität beziehen
und nicht auf eine allgemeine Lebensberatung. Um die Qualität des
Beratungsangebots für LSBT-Jugendliche zu verbessern, werden neben
Fortbildung und Fachaustausch auch eine verstärkte Absicherung der
personellen Situation der spezialisierten Angebote empfohlen. Die
Studie kann im Internet nachgelesen werden unter www.online-gut-beraten.de.
Studie: STI-Tests bei Jugendlichen in Kanada
Kanadische Forscher sind in einer Studie der Frage nachgegangen, wie
der Zugang von (schwulen) Jugendlichen zu Tests auf sexuell
übertragbare Infektionen (STI) Zugang haben. Ergebnis dieser Studie ist
eine kurze Handlungsanleitung, wie ein STI-Test-Angebot ausgestaltet
sein muss, um schwule Jugendliche anzusprechen. Folgende Kriterien
waren dabei besonders wichtig: Unbedingte Anonymität und
Vertraulichkeit, gerade im Wartezimmer- und Empfangsbereich.
Jugendliche befürchten, dass ihre Eltern sonst Kenntnis davon erhalten
können. Öffnungszeiten der Angebote, die außerhalb üblicher Schulzeiten
liegen. Eine Gestaltung der Wartezimmer, die auch männliche Jugendliche
anspricht. Dies kann durch den Verzicht auf eine rosa Farbgebung des
Wartezimmer oder durch das Auslegen von "Männerzeitschriften" erreicht
werden. Nicht zuletzt benötigen Jugendliche umfassende Informationen
darüber, welche Untersuchungsmethoden und wie diese angewandt werden.
Eine Urinprobe z.B. wird leichter akzeptiert als ein
selbstdurchgeführter bzw. vom Arzt durchgeführter Abstrich. Die gesamte
Studie kann in der aktuellen Ausgabe des Journal of Sexual Transmitted
Infections im Internet unter sti.bjm.com nachgelesen werden.
Übrigens: Wer sich auf der Austauschplattform für
Präventionsfachkräfte, dem Internet and STD Center of Excellence,
registriert, erhält kostenfreien Zugriff auf das Journal of Sexual
Transmitted Infections. Die Austauschplattform ist unter www.stdpreventiononline.org zu finden.
Der nächste Newsletter erscheint am 19. Oktober 2009
Wir freuen uns über interessante Berichte, Veranstaltungshinweise etc. Bitte sendet diese per Mail an newsletter@herzenslust.de. Redaktionsschluss für die kommende Ausgabe ist der 18. Oktober 2009.
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