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Newsletter September 2009

Liebe Leserinnen und Leser,
liebe Freundinnen und Freunde,

Einladung zum landesweiten Treffen von POSITHIV HANDELN NRW / Fachtag „HIV in der Arbeitswelt“ am Samstag den 17. Oktober 2009
Im Rahmen eines landesweiten Positiventreffens, das sich an Menschen mit HIV/Aids in NRW richtet, und vom 16. bis 18. Oktober im DGB-Bildungswerk in Hattingen stattfindet, laden wir herzlich  zum Fachtag „HIV in der Arbeitswelt“ ein.
noch nie lebten so viele Menschen mit HIV in Nordrhein-Westfalen wie zurzeit. Die lebensverlängernden Medikamente für HIV-Positive und die konstante Zahl an Neuinfektionen bedingen, dass die Zahl von 14.000 Menschen mit HIV kontinuierlich wachsen wird. Der chronische Krankheitsverlauf und die soziale Situation stellen uns als Aidshilfen vor immer neue Herausforderungen.
Viele HIV-Positive wünschen sich vor dem Hintergrund der verlängerten Lebensperspektive einen Wiedereinstieg ins Berufsleben. Adäquate Beschäftigungs- und Qualifizierungsangebote sind nötig. Andere erfahren erst im Laufe der Berufskarriere von ihrer HIV-Infektion und sehen sich plötzlich mit Leistungseinschränkungen und Nebenwirkungen der Medikamente konfrontiert.

Am Samstag, 17. Okt. 2009, wird es mit ReferentInnen und Gästen aus den Bereichen HIV und Arbeitrecht, dem bundesweiten Projekt „Job Tours“, der Studie „Out im Office“, Gesundheitsmanagement von Unternehmen und einem angefragten Vertreter/Vertreterin des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) NRW eine moderierte Diskussionsrunde geben.

An dieser Diskussion sollen sich Menschen mit HIV/Aids ebenso wie MitarbeiterInnen aus Aidshilfen beteiligen, die von der Situation berichten können, sich als HIV-Positiver Mensch offen oder versteckt im Spannungsfeld zwischen Leistungsgesellschaft mit Vollzeitbeschäftigung und Versorgungsstrukturen und Unvermittelbarkeit zu befinden.

Alle die das ganze Wochenende am Positiventreffen teilnehmen wollen lesen bitte die Einladung (PDF_Datei) und finden hier die Anmeldung (PDF_Datei).Diejenigen, die am Samstag zum Fachtag kommen wollen, benutzen bitte folgende Einladung (PDF_Datei).
Über zahlreiche Anmeldungen freuen wir uns.

Aidshilfen fordern sofortigen Stopp der ekelerregenden Aids-Kampagne
Gemeinsam mit der Deutschen AIDS-Hilfe e.V. (DAH) fordert die AIDS-Hilfe NRW e.V. den sofortigen Stopp der Kampagne „Aids ist ein Massenmörder – schütz dich selbst“, die von der Hamburger Werbeagentur das comitee“ für den Regenbogen e.V. entwickelt wurde. Es ist eine der schlimmsten Kampagnen seit dem Ausbruch der HIV-Epidemie. So wird in einem Spot der Diktator Adolf Hitler beim Geschlechtsverkehr mit einer Frau gezeigt. Dieser Spot soll u.a. im Fernsehen und im Kino gezeigt werden.
Dr. Guido Schlimbach, Pressesprecher der AIDS-Hilfe NRW, bekräftigte heute gegenüber der Deutschen Presseagentur, dass diese unsägliche Kampagne nicht nur HIV-positive Menschen diskriminiere und als potentielle Mörder diffamiere, sondern zudem in seiner Aussagekraft wie in ihrer Zielgruppenansprache völlig kontraproduktiv sei. Wieder einmal mehr werde die Verantwortung für eine Infektion allein den HIV-Positiven zugeschoben. Die Gleichsetzung der Immunschwächekrankheit Aids mit der Massenvernichtung der Juden durch die Nazis sei völlig inakzeptabel und verletze sowohl die jüdischen Opfer als auch die HIV-Infizierten.
Eine gute HIV-Prävention sei nur dann erfolgreich, wenn sie die Lebensstile ihrer Zielgruppen anerkenne, sachlich über Infektionsrisiken informiere und somit zum Schutz gegen HIV motiviere. Die seit vielen Jahren erfolgreiche Kampagne "Herzenslust" der AIDS-Hilfe NRW und die seit einem Jahr laufende Kampagne "Ich weiß was ich tu" der DAH zeigten einen besseren Weg auf, um die Menschen mit und ohne HIV zu unterstützen, sich und andere vor sexuell übertragbaren Krankheiten zu schützen, erklärte Schlimbach. Die Presseerklärung der Deutschen AIDS-Hilfe findest Du hier: (PDF-Datei). Einen kommentierten Bericht über den Spot von der Westdeutschen Zeitung (wz) findest Du hier: (Video).

Soziales Engagement und Selbsthilfe heute und in der Zukunft
insbesondere mit den Perspektiven der Selbsthilfe und der Selbsthilfe-Unterstützung durch den PARITÄTISCHEN hat sich der Bochumer Prof. Dr. Norbert Wohlfahrt im Auftrag des PARITÄTISCHEN Gesamtverbandes beschäftigt: Die Vorstellung der Ergebnisse steht im Mittelpunkt einer Tagung, mit der der PARITÄTISCHE Nordrhein-Westfalen gemeinsam mit dem PARITÄTISCHEN Gesamtverband in die "Woche des Bürgerschaftlichen Engagements" vom 02.10. bis zum 11.10.2009 startet.
Unter anderem mit Dr. Ellis Huber (Deutsche Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfegruppen) und Dr. Ulrich Schneider (Der PARITÄTISCHE Gesamtverband) wollen wir über Selbsthilfe und soziales Engagement heute und in der Zukunft diskutieren. In einem Praxisteil stellen wir aktuelle Projekte aus der Werkstatt des PARITÄTISCHEN vor. Das genaue Programm und den Anmeldebogen findest Du Hier (PDF-Datei).

„Die Schuldfrage knacken …“,  Workshop vom 4. bis 6. Dezember 2009 im Waldschlößchen
Mit dem Workshop wird in einem geschützten Rahmen sowohl Menschen mit HIV und Aids als auch HIV-negativen Menschen eine Gelegenheit geboten, sich mit Fragen nach Schuld und Verantwortung im Umgang mit der HIV-Infektion auseinanderzusetzen und ohne Angst vor möglichen Konsequenzen die für sie selbst wie für das Selbstverständnis von Selbsthilfegruppen relevanten Probleme zu diskutieren. Die Leitung übernimmt Dr. med. Dr. phil. Stefan Nagel aus Dresden und Alexander Pastoors aus Rotterdam. Hier findest Du die Ankündigung (PDF-Datei) und das Anmeldeformular (PDF-Datei).


Fortbildung "Fit für die Zusammenarbeit - Selbsthilfeorganisationen und Selbsthilfegruppen als Partner eines selbsthilfefreundlichen Krankenhauses".
Diese Fortbildung wird von der KOSKON gemeinsam mit der GSP - Gem. Gesellschaft für soziale Projekte mbH des Paritätischen NRW angeboten und finanziert vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW. Hier findest Du die Einladung (PDF-Datei) und die Anmeldung (PDF-Datei).

Vortrag "Analkarzinome - Rechtzeitig vorbeugen und behandeln", 8. Oktober 2009, Düsseldorf

Am 8. Oktober 2009, um 19.00 Uhr hält Schwerpunktarzt Dr. Martin Reith einen Vortrag zum Thema "Analkarzinome - Rechtzeitig vorbeugen und behandeln". Alle Interessierten sind dazu in das Loft-Café der AIDS-Hilfe Düsseldorf eingeladen. Weitere Informationen erhälst Du bei der AIDS-Hilfe Düsseldorf, Tel. 0211 / 7 70 95-0, info@duesseldorf.aidshilfe.de

AHD-Ratgeber Geld: "Preisbewusst und gesund: Essen und Trinken mit HIV und Aids", 22. Oktober 2009, Düsseldorf
Am 22. Oktober 2009, 19.00 Uhr, findet der nächste Abend der Reihe "AHD-Ratgeber Geld" statt. In der AIDS-Hilfe Düsseldorf referiert Ernährungsberater Christof Meinold zum Thema "Preisbewusst und gesund: Essen und Trinken mit HIV und Aids. Eine virtuelle und kulinarische Reise durch den Supermarkt." Weitere Informationen bekommst Du bei der AIDS-Hilfe Düsseldorf, Tel. 0211 / 7 70 95-0, info@duesseldorf.aidshilfe.de

Terminübersicht der landesweiten Positiventreffen 2009
Alle Termine für Landesweite Positiventreffen 2009 und für die Treffen der Landesarbeitsgemeinschaft POSITHIV HANDELN Terminübersicht 2009. Übrigens ist jeder herzlich eingeladen, einmal bei der LAG reinzuschnuppern, die sich die landesweite Interessenvertretung von Menschen mit HIV/Aids auf die Fahnen geschrieben  hat.

Bitte sendet den Newsletter auch an interessierte Personen weiter!

viele Grüße

Stephan Gellrich
AIDS-Hilfe NRW e.V. Lindenstr.20 50674 Köln
Fon 0221 / 92 59 96 - 0 Fax 0221 / 92 59 96 - 9
Mail to stephan.gellrich@nrw.aidshilfe.de