August 2009 
 Liebe Leserinnen und Leser

Es wird Zeit, dass ich an dieser Stelle einmal Werbung für den landesweiten Infopool mache. Der Infopool "Frauen & Aids in NRW" enthält nach Orten und Themen aufgeschlüsselt Anlaufstellen, die im Zusammenhang mit HIV und Aids für Frauen von Bedeutung sein können. Ergänzend finden Sie eine nach Schlagworten sortierte Literaturliste. Der Infopool steht in den Versionen Deutsch Englisch, Französisch und Russisch zur Verfügung. Schauen Sie sich die Seiten doch einfach an unter www.infopool-frauen-nrw.de
Und eine Korrektur möchte ich vornehmen. Die im letzten Newsletter beworbenen Veranstaltungen Eltern haben Fragen und Alles rund um die HIV Therapie, finden beide in Köln bei der Aidshilfe statt. Weiteres dazu finden Sie unter Termine und Fortbildungen.

Viel Spaß beim lesen des Newsletters wünscht Ihnen
Petra Hielscher
Frauen und Aids
AIDS-Hilfe NRW e.V.

 

A K T U E L L E S / N E W S

Frauenspezifische Aspekte bei Neuro-Aids
AIDS-Hilfe NRW und XXelle Ruhrgebiet veranstalteten Fachtag in Bochum
25 BeraterInnen und interessierte Frauen kamen am 22. Juli zur Fachveranstaltung „HIV und Gehirn“ in die AIDS-Hilfe nach Oberhausen. Prof. Dr. Gabriele Arendt, Leiterin der Neuro-Aids-Ambulanz der Universitätsklinik Düsseldorf, stand als Referentin zur Verfügung und erläuterte die frauenspezifischen Aspekte bei Neuro-Aids. Je länger eine HIV-Infektion besteht, desto eher entwickeln Frauen, im Gegensatz zu Männern, neurologische Veränderungen. Zu den HIV-bedingten neurologischen Komplikationen gehören z.B. dementielle Veränderungen und eine Einschränkung der geistigen Leistungsfähigkeit, Depressionen, Neuropathien und das sogenannte Immunrekonstruktionssymptom (IRIS), bei dem sich die Immunzellen gegen die Zellen des eigenen Körpers richten z.B. auch das Gehirn.
Prof. Dr. Arendt betonte in ihrem Referat, dass es bei der Diagnose wichtig sei, die individuelle Biographie und Lebenssituation zu berücksichtigen. Nicht jede neurologische Veränderung ist HIV – assoziiert. Als Beispiel: Ein Mensch, der allgemein kein gutes räumliches Vorstellungsvermögen hat, wird dies auch in der neurologischen Test- und Diagnosephase zeigen. Diese weniger gute Fähigkeit muss nicht Ausdruck einer neurologischen Komplikation sein. In diesem Kontext empfiehlt die Medizinerin regelmäßige neurologische Vorsorge-Untersuchungen. So können Entwicklungen und Veränderungen besser eingeschätzt werden. Nicht zuletzt kann durch eine rechtzeitige Therapie der Verlauf beeinflusst werden. In NRW gibt es neben der Universitätsklinik Düsseldorf zwei weitere neurologische Schwerpunktzentren in Münster und Essen.
Annegret Schreeck vom Büro für Familie und Gesundheit begleitet und unterstützt Familien, in denen ein Mitglied HIV-positiv oder aidskrank ist: „In Gesprächen kommt es öfter vor, dass mir vor allem betroffene Mütter ihre körperlichen Beschwerden erzählen. Obwohl ich weiß, dass vieles andere Ursachen haben kann, möchte ich die Klientinnen zukünftig dafür sensibilisieren, die Symptome auch neurologisch abklären zu lassen.“
Buchempfehlung: Im Forum der Deutschen AIDS-Hilfe hat Prof. Dr. Arendt ein Buch zu Neurologischen Komplikationen bei HIV und Aids herausgegeben (ISBN 978-3-930425-64-8).

Frauengesundheitsportal der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) möchte mit einem neuen E-Mail-Format aktuelle Informationen zum Internetportal „Frauengesundheit und Gesundheitsförderung - www.frauengesundheitsportal.de“ übermitteln. Wenn Sie an diesem Service interessiert sind, senden Sie eine Email an frauengesundheit@pb-koeln.de.

Haftbefehl gegen Benaissa aufgehoben
Der Haftbefehl gegen die No-Angels-Sängerin Nadja Benaissa ist aufgehoben worden. Mehr entnehmen Sie dem Artikel auf ksta.de hier (PDF-Datei).

d@h_blog, Moderierter Blog zu HIV und Aids
In ihrem ersten Blog lädt die DAH zu einem Gedankenaustausch unter dem Motto Gemeinsam gegen Aids - gemeinsam für Menschen mit HIV“ ein. Die Redaktion besteht aus DAH-Mitarbeitern und Journalisten, die aktuelle Themen aufgreifen und Meinungen einholen. Jede/r kann kommentieren, diskutieren und selbst Themen aufgreifen. Dabei darf es im Forum auch kontrovers zugehen. Der Blog wird moderiert, das heißt man muss sich erst registrieren lassen, bevor man einen Beitrag hinterlassen kann. Es empfiehlt sich natürlich, erst die sehr deutlichen Regeln (Netiquette) des Blogs zu lesen - und sich daran zu halten. Die Redaktion wünscht sich und allen Nutzern spannende Diskussionen in gegenseitigem Respekt! http://blog.aidshilfe.de/


T E R M I N E  U N D  F O R T B I L D U N G E N

LAG Frauen und Aids in NRW am 19. September 2009
Das nächste Treffen der Landesarbeitsgemeinschaft Frauen und Aids in NRW findet am 19. September 2009 in der AIDS-Hilfe Bochum statt. Die Einladung zur Landesarbeitsgemeinschaft Frauen und Aids und zum Frauen-Projekte-Treffen Zielgruppenspezifische Prävention in Bochum finden Sie hier (PDF-Datei).

POSITHIV HANDELN NRW und Landesweite Positiventreffen 2009
Nächste Veranstaltung: „Positiv in NRW-leben im Schlaraffenland?“
Einladung zum landesweiten Positiventreffen von POSITHIV HANDELN vom 14. bis 16. August 2009, in der Akademie Biggesee in Attendorn.
Keiner weiß genau wie es um die Situation von HIV-positiven Menschen in NRW wirklich bestellt ist. Wie lebst Du? Hat sich deine Situation verbessert oder verschlechtert? Wir wollen es wissen! Es gibt zu wenig Informationen über die Lebenssituation von Menschen mit HIV und Aids in NRW und in Deutschland. Viele Angebote von Aidshilfe werden von Positiven nicht mehr genutzt, bzw. bestehen nicht (mehr). Perspektivisch soll dies mit Hilfe einer bundesweiten Umfrage, die sich hauptsächlich auf das Internet stützt, verbessert werden. Auf unserem Treffen sollen möglichst viele Positive aus NRW aus möglichst unterschiedlichen Lebenszusammenhängen und -verhältnissen zusammenkommen und von Ihrem Leben berichten. Auch Du!! Moderiert und geleitet wird das Treffen von Dominic Frohn, Diplom Psychologe aus Köln, der mit der Kompassnadel 2009 (Schwules Netzwerk NRW e.V.) ausgezeichnet wurde.
Weitere Informationen zum Treffen und alle weiteren Termine der landesweiten Positiventreffen 2009 und der Landesarbeitsgemeinschaft POSITHIV HANDELN finden Sie unter www.posithivhandeln.de

Eltern haben Fragen
Eine Veranstaltung für HIV positive Mütter und Väter
Mutter oder Vater zu sein ist oft eine Herausforderung. Wenn ein Elternteil oder beide HIV-infiziert sind, entstehen besondere Fragen. Die Veranstaltung zum Thema findet am 20. August 2009, 18.30- 21.00 Uhr in der Aidshilfe Köln statt. Weitere Informationen finden Sie im Flyer.

Alles Rund um die HIV-Therapie.
Eine Veranstaltung für HIV positive Frauen und Berater/innen im Rahmen der frauenspezifischen Rundreise der Deutschen AIDS-Hilfe e.V. Die Veranstaltung findet am 29. August 2009, 10.00- 17.00 Uhr in der Aids-Hilfe Köln statt. Weitere Informationen finden Sie im Flyer.

Run of Colours am 22. August 2009 zugunsten der Aidshilfe Köln
Alle, die gerne laufen, können sich jetzt auf www.run-of-colours.de/ für den ersten Run of Colours anmelden. Der Charitylauf in Köln steht unter der Schirmherrschaft von Jürgen Roters, Vorsitzender des Kölner Vereins für Marathon (Köln Marathon), und startet zum ersten Mal am 22. August 2009. Die Läuferinnen und Läufer unterstützen mit ihren Startgeldern Aidsaufklärung und Hilfsangebote für Menschen mit HIV und Aids. Weitere Informationen zum Run of Colours sind online unter www.run-of-colours.de zu finden.

Seminarankündigungen der Deutschen AIDS-Hilfe
III. Treffen des Netzwerks „Frauen und Aids“ (Strukturtreffen) vom 18.-20.09.2009 in Weimar

Diese Fortbildung dient dazu, sich über Neues und Wichtiges rund um das Thema „Frauen und Aids“ zu informieren, politisch zu arbeiten und Erfahrungen über die Netzwerkarbeit auszutauschen. Zugleich ermöglicht sie themenzentriertes Arbeiten mit Frauen, die gleiche Interessen oder eine ähnliche Lebensgeschichte haben. Solche Arbeitsgemeinschaften gibt es z.B. zu den Themen Migration, Internationales und Familie. Während bei den thematischen Treffen zu bestimmten Themen gearbeitet wird, organisieren die Teilnehmerinnen bei diesem Treffen die Arbeit als Netzwerk. Die Schwerpunkte liegen daher in der strukturellen Weiterentwicklung, in der Öffentlichkeitsarbeit und in der Jahresplanung für 2010. Weitere Themen werden die Redaktion der DHIVA und die Zusammenarbeit mit der DAH sein.
Zielgruppe des Treffens sind (HIV-positive) Frauen, die sich im Bereich “Frauen und Aids“ engagieren wollen.
Die Leitung übernimmt Harriet Langanke aus Köln. Referentin ist Gaby Wirz aus Stuttgart. Hier finden Sie die Ankündigung und das Anmeldeformular.


Der nächste Newsletter erscheint am 1. September 2009.
Ich freue mich über interessante Berichte, Veranstaltungshinweise etc. Bitte senden Sie diese per Mail an: petra.hielscher@nrw.aidshilfe.de.

Ich freue mich über interessante Berichte, Veranstaltungshinweise etc. Bitte senden Sie diese per Mail an: petra.hielscher@nrw.aidshilfe.de.

 
 
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