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Newsletter Nr. 13 vom 14. Juli 2009

Liebe Leserinnen und Leser,

gerne wollen wir nochmal daran erinnern, dass ihr uns interessante News, Tipps, Termine, Aktionen vor Ort etc. zusenden könnt, die wir hier im Newsletter veröffentlichen. Diese einfach per Mail an herzenslust-newsletter@nrw.aidshilfe.de senden. Der Herzenslust-Newsletter erscheint alle 14 Tage.

Herzenslust, IWWIT und POSITHIV HANDELN beim CSD 2009
"Nur noch Party", diesen Vorwurf hörte man noch vor wenigen Jahren, wenn es um den Kölner CSD ging. Mit dem ursprünglichen Gedanken einer politischen Demonstration hätte das, was sich in den drei Tagen in Köln abspiele, nichts mehr zu tun. Mit dem diesjährigen Motto "Unsere Freiheit hat Geschichte" legte der Veranstalter des Colognepride, der Kölner Lesben- und Schwulentag e.V., die Messlatte wieder hoch, um der Tradition des Kampfs um Anerkennung und Gleichstellung von Lesben und Schwulen gerecht zu werden. Unser Fazit: Auch der Colognepride 2009 war wieder farbenfroh und politisch.

Auf dem CSD-Empfang, zu dem wir gemeinsam mit dem Schwulen Netzwerk NRW weit über 850 Gäste im Gürzenich begrüßen durften, gelang es unserem Vorsitzenden Klaus-Peter Hackbarth und dem Moderator, unserer "Bewegungsschwester" Georg Roth, mit dem Blick in die Vergangenheit deutlich gegen Diskriminierung, Ausgrenzung und Ignoranz einzutreten. Auch die KompassnadelpreisträgerInnen Katharina Kroll und Dominik Frohn sowie Dr. Theo Zwanziger sprachen sich mitreißend und entschlossen für die Akzeptanz und Integration von Minderheiten in die Gesellschaft aus. Eine Fotogalerie zum Empfang findest du unter www.csd-empfang-nrw.de.

Als besonderen "Hingucker" präsentierten sich IWWIT und HERZENSLUST mit einem über zehn Meter langen beeindruckenden Truck, der sich in die Kölner CSD-Parade am Sonntag, dem 5. Juli 2009, einreihte. Zahlreiche ehrenamtliche Herzenslustmitarbeiter und einige prominente Herzenslust-Botschafter fuhren gemeinsam mit den IWWIT-Rollenmodellen auf dem Truck mit. Bilder der Parade findest du hier.

Das Motto der Aktionen der Herzenslustgruppen aus NRW zum diesjährigen CSD, die gemeinsam von den Bonner  Gummibärchen und dem Check Up-Team der Aids-Hilfe Köln entwickelt und koordiniert werden, lautete "Fairplay - ran an die Bällchen". Sowohl als Fußgruppe bei der Parade, beim CSD-Empfang im Kölner Gürzenich, als auch beim Straßenfest des ColgnePride waren sie mit ihren neuen Präventionsaktionen und Infoangeboten dabei. Weitere Infos zur Fairplay-Aktion findest du hier.

Ebenfalls am Sonntag trat die landesweite Kampagne "POSITHIVHANDELN NRW" zur Förderung der Positiven-Selbsthilfe hinter dem großen Truck der Präventionsaktionen "Ich weiß was ich tu" der Deutschen AIDS-Hilfe und "Herzenslust in Erscheinung. Bezug nehmend auf den Skandal um die Verhaftung eines Mitglieds der "No Angels" vor einigen Monaten trat die dreißigköpfige Fußgruppe unter dem Motto "Wir sind keine Engel" gegen jede Diskriminierung und eine strafrechtliche Verfolgung von Menschen mit HIV ein (mehr dazu unter www.posithivhandeln.de). Bilder vom der CSD-Parade findest du hier.

Fairplay mit Herzenslust - poste dein Statement hier!
Mit Fairplay will Herzenslust in diesem Sommer auch Lust machen auf Sport, Spiel und Spaß. Lust machen in puncto Fitness und Gesundheit, selber aktiv am Ball zu bleiben und verantwortungsvoll mit sich selbst umzugehen. Dazu zählt nach wie vor auch der Schutz vor HIV, Aids und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten. Aber Herzenslust möchte denn Bogen noch weiter spannen. Denn schließlich ist man in der schwulen Szene ja nicht als Einzelkämpfer allein auf dem Feld. Damit aus den vielen verschiedenen Spielern innerhalb der Szene ein buntes Team wird, ist jeder von uns gefordert. Hier ist deine Meinung gefragt. Was bedeutet Herzenslust für dich? Was heißt "Fairplay" für dich? Wo klappt es gut mit dem Teamgeist in der Szene? Wem würdest du am liebsten mal die rote Karte zeigen? Was bedeutet Safer Sex für dich? Dein Statement kannst du hier abgeben.

Neuer Mitarbeiter in der Landesgeschäftsstelle
Mein Name ist Wolfgang Falk, ich bin 24 Jahre jung und studiere derzeit in Aachen an der Katholischen Hochschule NRW Soziale Arbeit. Für Herzenslust habe ich schon vor einigen Jahren ehrenamtliche Arbeit in Bochum gemacht, habe dann pausiert und bin aber schließlich wieder zur Aidshilfe zurück gekehrt. Einige kennen mich vielleicht von dem einen oder anderen Training oder diversen Veranstaltungen, an denen ich als Protokollant mitgearbeitet habe. Seit Juni dieses Jahres arbeite ich in der Landesgeschäftsstelle in Köln und betreue das BuT-Mobil. In allen Fragen rund um das Präventionsmobil werde ich zukünftig euer Ansprechpartner sein. Meine Kernarbeitszeiten sind zunächst einmal montags von 11.00 bis 16.00 Uhr. Zu erreichen bin ich unter wolfgang.falk@nrw.aidshilfe.de.

Einladung zu "kreathiv - präventhiv am 25. Juli 2009 in Köln
Zum diesjährigen Runden Tisch "kreathiv - präventhiv" am 25. Juli 2009 in Köln laden wir herzlich ein. Im Fokus von "kreathiv - präventhiv" stehen in diesem Jahr Geschichte, Wandel und Perspektiven. Wir blicken zurück auf 40 Jahre CSD, über 25 Jahre Aidshilfe und schwule Präventionsarbeit. Weitere Informationen und die Anmeldung findest du hier (PDF-Datei).

Aids-Hilfe Bonn: 11. Schwul-lesbisches Sommerfest in Bonn 2009, 1. August 2009
Am 1. August 2009 feiern und demonstrieren die schwulen und lesbischen Bonner und Bonnerinnen zum 11. Mal für ein tolerantes Miteinander am Rhein. Die Veranstaltung auf dem Münsterplatz steht auch in diesem Jahr unter der Schirmherrschaft der Bonner Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann. Das Plakat zum Sommerfest und die Pressemeldung der Aids-Hilfe Bonn findest du hier (PDF-Datei).

RUHR CSD ESSEN am 1. August 2009
Essen lädt in den Ruhrpott! Auch in diesem Jahr sind die Schwulen und Lesben in Essen und im Ruhrgebiet mutig genug, an einem Tag auf den besten Platz der Stadt mitten in der City zu ziehen und Flagge zu zeigen. Szenemacher, Gastronomie und Vereine schaffen es erneut, ein attraktives Programm zu schaffen. Weitere Informationen findest du hier (PDF-Datei). Das Programmheft zum Ruhr CSD findest du hier (PDF-Datei).

Terminkalender der AIDS-Hilfe Essen und Essen-X-Point für August 2009
Den Terminkalender der AIDS-Hilfe Essen und Essen-X-Point für den Monat August 2009 findest du hier (PDF-Datei).

HIV-Schnelltest-Angebot in Essen
Im Projekt Essen-X-Point der AIDS-Hilfe Essen e.V. wird in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt der Stadt Essen von Februar bis August 2009 jeden 3. Mittwoch im Monat von 17.30 Uhr bis 19.30 Uhr die Möglichkeit gegeben, sich anonym und per Schnelltest auf HIV testen zu lassen. Eine Voranmeldung ist nicht notwendig und die Kosten hierfür betragen 5 Euro. Weitere Infos findest du hier (PDF-Datei).

AIDS-Hilfe Oberhausen: Neues Angebot zu Beratung und Test ab 13. Juli 2009
Ab dem 13. Juli 2009 bietet das Herzenslust-Team in Oberhausen einmal im Monat ein Beratungsangebot mit der Möglichkeit, einen HIV-Schnelltest zu machen, an. Das Angebot richtet sich an Männer, die Sex mit Männern haben. Mehr erfahren Sie hier (PDF-Datei).

"Die Medizinische Rundreise - sexuelle Gesundheit schwuler Männer"
Die medizinische Rundreise der Deutschen AIDS-Hilfe zum Thema sexuelle Gesundheit schwuler Männer findet am vom 28. bis 29. August 2009 in der AIDS-Hilfe Duisburg/Kreis Wesel statt. Weitere Informationen findest du hier (PDF-Datei).

Landesweites Positiventreffen vom 14. bis 16. August 2009
Das nächste landesweite Positiventreffen von POSITHIV HANDELN NRW findet vom 14. bis 16. August 2009 in der Akademie Biggesee, Attendorn statt. Thema: „Positiv in NRW – Leben im Schlaraffenland?“ Referent: Dominic Frohn, Köln, Diplom -Psychologe. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Online-Anmeldung findest du unter www.posithivhandeln.de.

Treffen von POSITHIV HANDELN NRW am 24. Juli 2009 in Düsseldorf
Am 24. Juli 2009 um 19.00 Uhr trifft sich POSITHIV HANDELN NRW in der AIDS-Hilfe Düsseldorf. Themen sind unter anderen die Besezung der Vorbereitungsgruppe für "Positive Begegnungen 2010" in Bielefeld und ein Bericht vom Netzwerktreffen in Kassel. Du bist herzlich eingeladen. Hier findest du die Einladung (PDF-Datei) und die Anmeldung (PDF-Datei).

Podiumsdiskussion "boys, bears and daddys"
Im Rahmenprogramm des Cologne Pride fand eine Podiumsdiskussion: "boys, bears & daddys Schwulenbewegung 40 Jahre nach Stonewall" statt. Eingeladen hatten die Schwulen ALTERnativen im Rubicon Beratungszentrum. Die Diskussions- Ergebnisse wurden von Markus Schupp, Sozialwissenschaftler und Mitarbeiter des Rubicon, zusammengefaßt. Auf dem Podium diskutierten: Alfred Schiefer (Gay liberation front glf, Urgestein des Sozialwerks für Lesben und Schwule), Reinhard Klenke (AIDS-Hilfe NRW und Gründungsvorstand des KLuST), Denis Yücel (Preisträger der Kampassnadel, ehem. Anyway4You), Pascal Kasper (Schwusos Köln) sowie Anyway-Besucher. Das Protokoll der Veranstaltung findest du hier (PDF-Datei).

Pro Köln im Verfassungsschutzbericht des Landes NRW
Ein bemerkenswertes Urteil des Oberverwaltungsgerichts Münster lässt aufmerken: Die rechtsextreme Organisation "Pro Köln" - mittlerweile mit Auslegern in anderen Kommunen und auf Landesebene als "Pro NRW" hatte gegen seine Erwähnung im Verfassungsschutzbericht des  Landes NRW geklagt  - und diese Klage verloren. Die Richter halten Pro Köln für eine Gefahr für die verfassungsmäßige Ordnung. Begründet wird dies u.a. mit "fortgesetzt plakativen und pauschalisierenden Äußerungen gegen Ausländer und Zuwanderer" und, das ist neu,  als Begründung: "die Lebensweise Homosexueller verunglimpft und sie in einer die Menschenwürde berührenden Art und Weise herabsetzt". In der Vergangenheit hat sich Pro Köln u.a. über das Anyway in Köln und das Herzenslust-Projekt ausgelassen. "Pro Köln" will gegen das Urteil jetzt das Bundesverfassungsgericht bemühen. 

Aus der Wissenschaft: Migration und Gesundheit
Aktuell hat die Heinrich-Böll-Stiftung ein Dossier zum Thema "Migration und Gesundheit" veröffentlicht. Sehr deutlich wird in diesem Dossier auf die gesundheitliche Situation von Schwulen und Lesben mit Zuwanderungsgeschichte eingegangen. Anhand des sog. Minoritäten-Stress-Modells von Meyer wird die spezifische Situation dargestellt: So sind Schwule und Lesben mit Migrationshintergrund einem vierfachen Stress ausgesetzt, dem sie begegnen müssen, um ihre Gesundheit dauerhaft erhalten zu können. Diese erwähnten vier Ebenen des Stresses sind (1) Erfahrungen von Diskriminierung und Gewalt, (2) die Befürchtung von Diskriminierungs- und Gewalterlebnissen, (3) das Verbergen der eigenen sexuellen Orientierung und Lebensweise und (4) die Verinnerlichung negativer gesellschaftlicher Bewertungen über lesbische und schwule Lebensweisen. Für Angebote der Aidshilfearbeit bedeutet dies nicht nur die epidemiologische Situation von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte zu betrachten, sondern auch den Stress aus dem sozialen Umfeld, der wesentliche Ressourcen zum Erhalt der individuellen Gesundheit blockieren kann. Das Dossier kann unter www.migration-boell.de nachgelesen werden.

"Schule ohne Homophobie"
Nun ist es soweit: als erste Schule hat die Joseph-Beuys-Gesamtschule aus Düsseldorf ihr Engagement gegen Homophobie und für Vielfalt öffentlich gemacht. Wir freuen uns sehr, dass eine der Schulen, die sich aktiv gegen Homophobie einsetzen wollen, diesen wichtigen Schritt getan hat und hoffen, dass damit nun nach und nach anderen Schulen das "Coming-out" als offene Schule leichter gemacht wird. Weitere Informationen findest du unter www.schule-der-vielfalt.de. Der WDR hat das Thema "Homophobie in der Schule" nun auch auf dem Portal wdr wissen aufgegriffen.

Der nächste Newsletter erscheint am  28. Juli 2009
Wir freuen uns über interessante Berichte, Veranstaltungshinweise etc. Bitte sendet diese per Mail an: newsletter@herzenslust.de. Redaktionsschluss für die kommende Ausgabe ist der 27. Juli 2009.
 
 
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