Juni 2009
Liebe Leserinnen und Leser

Am 28. Mai 2009 hat Cori Obst, vielen besser bekannt als Cori Tigges, in Wuppertal das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen bekommen. Mit dieser Auszeichnung hat der Bundespräsident ihr langjähriges Engagement zu HIV und Aids und ihr Eintreten für die Interessen von Frauen mit HIV und Aids gewürdigt. Cori war 1995 eine der Gründerin der Landesarbeitsgemeinschaft Frauen und Aids.
Auf der Homepage
www.xxelle-nrw.de finden Sie Pressemitteilungen und Texte der AIDS-Hilfe Wuppertal, der AIDS-Hilfe NRW e.V. und der Deutschen AIDS-Hilfe. Auch von dieser Stelle aus noch einmal meinen herzlichsten Glückwunsch an Cori.
Besonders aufmerksam machen möchte ich Sie auch auf die Veranstaltung der Aidshilfen Bonn und Köln am 22. Juni zum Thema "Wann noch mit, wann ohne Gummi?" Mehr Hinweise zu dieser Informationsveranstaltung finden Sie in diesem Newsletter.

Viel Spaß beim lesen des Newsletters wünscht Ihnen
Petra Hielscher
Frauen und Aids
AIDS-Hilfe NRW e.V.

 

A K T U E L L E S / N E W S

Beschleunigen hormonelle Verhütungsmittel den Verlauf einer HIV-Infektion?
Im Gegensatz zu früheren, kleineren Studien hat eine in mehreren Ländern durchgeführte Studie jetzt ergeben, dass die Einnahme von hormonhaltigen Kontrazeptiva nicht zu einer Beschleunigung des Krankheitsverlaufs bei HIV-infizierten Frauen führt. Die Forscher meinen jedoch, dass weitere Studien erforderlich sind, um eventuelle individuelle Risikofaktoren zu ermitteln, die bei HIV-positiven Frauen im Zusammenhang mit der Verwendung hormoneller Verhütungsmittel zu einem schnelleren Krankheitsverlauf führen könnten.
In die Studie wurden 3837 HIV-positive Frauen eingeschlossen, die noch keine antiretrovirale Behandlung erhielten und nicht schwanger waren. 2577 Teilnehmerinnen benutzten zu Beginn der Studie keine oder nicht-hormonelle Verhütungsmittel. 1106 der teilnehmenden Frauen verhüteten mit hormonellen Kontrazeptiva. Hiervon erhielten 800 Frauen die Hormone injiziert oder implantiert. 216 Teilnehmerinnen nahmen orale Kontrazeptiva, die sogenannte Pille.
Im Rahmen der Studie sank die CD4-Zellzahl der Teilnehmerinnen, die hormonelle Verhütungsmittel nahmen, vergleichbar schnell wie diejenige der Teilnehmerinnen, die nicht oder nicht-hormonell verhüteten. Demnach hatten die Teilnehmerinnen beider Gruppen einen vergleichbar schnellen Bedarf für eine antiretrovirale Behandlung. Auch das Sterberisiko wurde durch die Verwendung hormoneller Kontrazeptiva nicht erhöht.
http://www.hiv-info.de/index.jsp?nodeid=12&CID=590, Quelle: CROI 2009, Abstract 175

Frauengesundheitsportal der BZgA
Vielleicht haben Sie schon einmal die Internetseite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung www.frauengesundheitsportal.de besucht und kennen die Datenbank zu HIV/Aids. Seit kurzem ist auch eine Datenbank zu frauenspezifischen Aspekten bei STD online.
Das Portal der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) ist ein Wegweiser zu Informationsquellen im Bereich Frauengesundheit. Gerade zu Fragen der Gesundheit bietet das Internet unzählige Informationen. Bei der Suche nach qualitätsgesicherten Angeboten und Antworten ist es oft schwierig, den Überblick zu behalten und zu beurteilen, wie verlässlich die Informationen und Anbieter sind. Hier erleichtert das Portal die Orientierung.


T E R M I N E  U N D F O R T B I L D U N G E N

"Wann noch mit, wann ohne Gummi?"
Informationsveranstaltung am 22. Juni 2009 in Köln
Am 22. Juni 2009, 18.30 bis 20.30 Uhr, informieren die Aidshilfe Köln und die Aids-Hilfe Bonn über die Veröffentlichung der eidgenössischen Kommission für Aids-Fragen (EKAF), die die Übertragbarkeit des HI-Virus unter erfolgreicher Therapie und ohne weitere sexuell übertragbare Infektionen thematisiert. Auch für Diskussion und Beantwortung konkreter Fragen ist genügend Zeit eingeplant. Die Veranstaltung richtet sich an Frauen mit HIV/Aids. Mehr erfahren Sie hier (PDF-Datei 1) und (PDF-Datei 2).

POSITHIV HANDELN NRW und Landesweite Positiventreffen 2009
Treffen von POSITHIV HANDELN NRW in Duisburg

Am 13. Juni trifft sich POSITHIV HANDELN NRW in den Räumen der AIDS-Hilfe Duisburg. Die Landesarbeitsgemeinschaft beschäftigt sich dieses Mal mit den Schwerpunktthemen: EKAF und die Folgen: Positive als 2-Klassengesellschaft!? und der Vorbereitung zum Positiventreffen im August mit dem Thema:"Positive in NRW-leben im Schlaraffenland?" Weitere Informationen gibt es in der Einladung und dem Anmeldungsformular. 

Alle weiteren Termine für Landesweite Positiventreffen 2009 und für die Treffen der Landesarbeitsgemeinschaft POSITHIV HANDELN finden Sie unter www.posithivhandeln.de

Deutsch/Österreichisch/Schweizerischen AIDS-Kongresses (SÖDAK)
HIV im Alter: Gesundheits- und Lebenslagen von Frauen im Blick der Forschung
mit den Referentinnen Dr. Maria Kitchen (Innsbruck) zu Medizinische Aspekte und Elfriede Steffan (Berlin) zu Sozialwissenschaftliche und psychosoziale Aspekte.
25. Juni 2009, 11.00 - 11.45 Uhr, Kleiner Saal.
Die Sektion AAWS der DAIG e.V. veranstaltet beim diesjährigen SÖDAK wieder einen Workshop in eigener Regie. Überblicksvorträge werden den aktuellen Forschungsstand darstellen und offene Fragen für die frauenspezifische Forschung im Zusammenhang mit HIV und Alter umreißen. In der anschließenden Diskussion mit dem Publikum soll das Thema weiter vertieft werden. 

Seminarankündigungen der Akademie Waldschlösschen 
MigrantInnen in unserer Gesellschaft, Gesundheitsförderung und Prävention im interkulturellen und interreligiösen Kontext.
Im Einwanderungsland Deutschland spielt die Frage nach der Integration und gesellschaftlichen Teilhabe von Migrantinnen und Migranten mit unterschiedlichen kulturellen und religiösen Hintergründen eine immer größere Rolle. Der Zugang zu Prävention und Gesundheitsförderung ist ein Bereich, in dem sich Probleme der Integration sehr deutlich zeigen: nach wie vor bestehen erhebliche Zugangshindernisse zu Angeboten von Gesundheitsförderung und Prävention. Die Veranstaltung findet vom 5. - 7. Juli 2009 in der Akademie Waldschlösschen statt. Hier finden Sie die Ausschreibungsunterlagen

Gut oder gut gemeint? Angebote für Frauen in der Aidsarbeit
Nicht allen Frauen mit HIV fällt der Weg in die Aidshilfe oder Beratungsstelle leicht. Manche Angebote bleiben völlig ungenutzt, andere schlafen schnell wieder ein. Was brauchen Frauen, um den Weg in die Aidshilfe zu finden? Was sind attraktive Angebote? Was können Beraterinnen tun, um mit ihren Angeboten der Vereinzelung von Frauen mit HIV entgegen zu wirken? Wie lässt sich regionale Vernetzung optimieren - auch für und mit Migrantinnen?
Die Veranstaltung findet vom 7. - 9. September 2009 in der Akademie Waldschlösschen statt. Hier finden Sie die Ausschreibungsunterlagen

Seminarankündigungen der Deutschen AIDS-Hilfe 
IV. Treffen des Netzwerks „Frauen und Aids“, (Lifeboat-Treffen)
Nach dem Erfolg von Dock 1 geht das Medienprojekt rund um (HIV-)positive Mutterschaft in die zweite Runde. Lifeboat will HIV-positiven Frauen, aber auch ihren Angehörigen, Mut machen. Die Gemeinnützige Stiftung Sexualität und Gesundheit (GSSG) ist Trägerin des Projekts, die Deutsche AIDS-Hilfe e.V. unterstützt das Treffen. Wieder bestimmen die Frauen bzw. ihre Angehörigen und Kinder selbst über die Beiträge. Medienpädagogen unterstützen die Arbeit vor und hinter der Kamera. Einige Themen stehen schon fest:
1. die junge Perspektive - wie sehen Kinder und Jugendliche die HIV-Infektion bei sich selbst und in der Familie?
2. sexy und safe – wie vertragen sich Erotik und HIV-Prävention?
3. Schwanger werden ohne Risiko – wie kommt der Samen sicher zum Ei?
Nähere Informationen zum Projekt gibt es unter http://www.projekt-lifeboat.de/. Hier finden Sie die Ankündigung und das Anmeldeformular


Der nächste Newsletter erscheint am 7. Juli 2009.
Ich freue mich über interessante Berichte, Veranstaltungshinweise etc. Bitte senden Sie diese per Mail an: petra.hielscher@nrw.aidshilfe.de.
 

 
 
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