Nr. 6 vom 18. März 2009

Liebe Leserinnen und Leser,

in Köln lässt sich heute nun doch die Frühlingssonne sehen. Ein weiterer Frühlingsbote ist der Jahresempfang der AIDS-Hilfe NRW am 2. April in Düsseldorf. Die Einladung mit Anmeldung finden Sie zur Erinnerung noch einmal hier (PDF-Datei). Wir freuen uns, Sie zu sehen!

Mit freundlichen Grüßen
Beate Jagla


VERBAND / LOBBY

Antragsverfahren zur Zielgruppenspezifischen Aidsprävention (ZSP) 2010: Termine
Das ZSP-Antragsverfahren für 2010 wirft seine Schatten voraus. Eine Übersicht über den Ablauf und die wichtigsten Termine finden Sie hier (PDF-Datei). Erläuterungen zu den durch die Umstellung auf ein Onlineverfahren notwendigen Veränderungen erhalten Sie rechtzeitig über diesen Newsletter und auf unserer Homepage unter www.nrw.aidshilfe.de.

Wir gratulieren der AIDS-Hilfe Kreis Siegen-Wittgenstein zum 20-jährigen Bestehen!
Am 4. März 2009 feierte die AIDS-Hilfe Kreis Siegen-Wittgenstein ihr 20-jähriges Bestehen. Die Arbeit der Aidshilfe ist unverzichtbar, sagte einer der Gratulanten. Das finden wir auch, gratulieren herzlich und danken ihr für ihr intensives landesverbandliches Engagement über all die Jahre, insbesondere im Leitbildprozess, im ZSP-Beirat und natürlich nicht zuletzt im Landesvorstand! Die Rede von Landesvorstand Olaf Lonczewski finden Sie hier (PDF-Datei). Mehr über interessante Reden und Beiträge finden Sie in dem Presseartikel aus der Siegener Zeitung hier (PDF-Datei).


MENSCHEN MIT HIV/AIDS

2. landesweiten Positiventreffen "Leben mit HIV" vom 3. bis 5. April 2009 in Hattingen
Ab sofort online anmelden zum 2. landesweiten Positiventreffen "Leben mit HIV" mit dem Thema "Die neuen opportunistischen Infektionen" in Hattingen vom 3. bis 5. April 2009. Referent ist Dr. med Andreas Bellmunt Zschäpe (Schwerpunktarzt aus Dortmund). Weitere Infos zu dem Treffen finden Sie in der Einladung (PDF-Datei). Anmelden können Sie sich online auf www.posithivhandeln.de oder mit folgendem Formular (PDF-Datei).

Pflegestützpunkte in Nordrhein-Westfalen
Landesregierung, Kommunale Spitzenverbände und Kranken- und Pflegekassen in NRW haben sich über die Bedingungen verständigt, unter denen Pflegestützpunkte in Nordrhein-Westfalen errichtet werden können. Pflegestützpunkte sollen Ratsuchenden Informationen vermitteln und die Vorbereitung und Umsetzung komplexer Hilfearrangements unterstützen. Dies gilt insbesondere für Versorgungspläne, für die unterschiedliche Kostenträger leistungspflichtig sind. Die Pressemeldung des Gesundheitsministeriums finden Sie hier (PDF-Datei); die dazugehörige Rahmenvereinbarungen hier (PDF-Datei).


SCHWULE PRÄVENTION

Terminplanung Prävention / Positivenselbsthilfe 2009
Nachdem nun auch die Termine für die Herzenslust-Trainings in diesem Jahr festgelegt wurden, konnte eine Terminübersicht für 2009 erstellt werden. Die Terminübersicht enthält alle Veranstaltungen der LAG Herzenslust NRW, der LAG männliche Prostitution und der LAG Posithiv Handeln NRW. Stand der Terminplanung ist der 6. März 2009. Die Terminübersicht finden Sie hier (PDF).

Schwuler Gesundheitsladen in Dortmund
Der Ausschuss für Soziales und Gesundheit der Stadt Dortmund hat in seiner jüngsten Sitzung die Stadtverwaltung damit beauftragt, kommunale Mittel für eine schwule Gesundheitsagentur zur Verfügung zu stellen. Damit ist ein großer Meilenstein auf dem Weg zu der Gesundheitsagentur erreicht worden, die übrigens unter diesem Titel steht: "Pudelwohl: gesund & schwul in DO". Weitere Infos finden Sie unter hier (PDF).


FRAUEN & AIDS

Eine HIV-positive Frau berichtet
Seit zehn Jahren weiß Andrea von ihrer HIV-Infektion. Seit Dezember 2008 berichtet die 47-jährige regelmäßig auf der XXelle-Internetseite aus ihrem Leben als HIV-positive Frau. Interesse geweckt? Mehr finden Sie unter www.xxelle-nrw.de.


DROGEN & AIDS

Einladung zum verschobenen Landesarbeitskreis Drogen/Haft am 30. März 2009 in Düsseldorf
Die Einladung zum nächsten Landesarbeitskreis Drogen/Haft der Mitgliedsorganisationen der AIDS-Hilfe NRW findet sich hier (PDF-Datei).

Neues aus dem Bundestag zu Diamorphin-Behandlung: Unions-Abgeordnete wollen Diamorphin-Modellprojekt fortführen
Berlin: (hib/STO) Das 2002 gestartete Modellprojekt zur heroingestützten Behandlung Opiatabhängiger soll nach den Willen zahlreicher Unions-Abgeordneter fortgeführt werden. Bis zum Abschluss der Modellvorhaben solle die Bundesregierung keine Initiative für eine gesetzliche Regelung zur Einstufung von synthetisch hergestelltem Heroin, sogenanntes Diamorphin, als verschreibungsfähiges Betäubungsmittel ergreifen, fordern mehr als 120 Parlamentarier von CDU und CSU in einem Antrag (16/12238). Sie wenden sich damit gegen einen gemeinsamen Gesetzentwurf von Abgeordneten der SPD und aller drei Oppositionsfraktionen (16/11515) sowie einer weiteren Vorlage des Bundesrates (16/7249), wonach Diarmorphin als verschreibungsfähig eingestuft werden soll, um so eine Behandlung mit dem Stoff zu ermöglichen. Nach Auffassung der CDU/CSU-Fraktion reicht für eine Übernahme der Diamorphin-Behandlung in die Regelversorgung der gesetzlichen Krankenkassen derzeit der Kenntnisstand nicht aus. Was bisher in dem Zusammenhang evaluiert wurde sowie diesbezügliche internatonalen Einschätzungen sind unter www.heroinstudie.de zu finden.

Neues DGS-Info (März 2009) erschienen
Der internetgestützter Rundbrief der Deutsche Gesellschaft für Suchtmedizin (DGS), Ausgabe 24, ist erschienen. Er enthält neben spezifischen Veranstaltungshinweisen aus dem Drogen- und Aids-Bereich diverse Informationen zum aktuellen politischen Geschehen rund um die Themen Drogen und Sucht. Aktuell stehen Themen wie die Schließung einer Substitutionspraxis in Bonn, die Bundesgesetzesinitiative zur Diamorphinbehandlung und die ersten Äußerungen des neuen Präsidenten der USA zu Drogenthemen im Focus. Online zu lesen unter www.dgsuchtmedizin.de.

Handbuch "Männlichkeiten und Sucht" vom AK "Mann und Sucht" des LWL erschienen
Das Handbuch "Männlichkeiten und Sucht", entstanden auf Anregung des Arbeitskreises "Mann & Sucht" des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe, ist da. Die Autoren Peter Bockholdt, Dr. Arnulf Vosshagen und Prof. Dr. Heino Stöver legten ein Manual rund um das Thema Männlichkeit und Sucht vor. Es orientiert sich an der kritischen Männerforschung, möchte den bisherigen Defizitblick auf Männlichkeit verändern und fühlt sich der Vision gesunder, geschlechtergerechter, entfalteter, glücklicher und bunter Männlichkeit verpflichtet. Der Ordner ist von der Praxis für die Praxis erstellt worden und für 45,00 Euro (inkl. Verpackung und Porto) bei Jörg Körner, LWL-Koordinationsstelle Sucht, Warendorfer Straße 27, 48133 Münster, Tel.: 0251-5915538, Fax: 0251-5915484, E-Mail: joerg.koerner@lwl.org, erhältlich. Inhaltliche Auskünfte erteilt Wolfgang Rometsch, Tel.: 0251-5914710, wolfgang.rometsch@lwl.org. Der nächste AK wird am 2. November 2009 in der Fachllinik Fredeburg stattfinden. Infos unter www.lwl.org.

UN-Drogenaktionsplan verabschiedet
Nach zum Teil äußerst kontroversen Diskussionen wurde der neue Aktionsplan der UN-Suchtstoffkommission (UNODC) zur Bekämpfung des weltweiten Drogenproblems verabschiedet. Das 34 Seiten umfassende Dokument zielt darauf ab, bis 2019 Drogenkonsum und -Produktion deutlich zu verringern, ähnlich dem Vorläufer, der allerdings auch schon nicht erfolgreich war. Im Gegenteil: die weltweite illegale Mohnproduktion hat im Jahr 2007 den Umfang von 8.800 Tonnen erreicht, das ist doppelt soviel wie im Jahr 1998. Deutliche Kritik Deutschlands und weiterer EU-Staaten richtet sich gegen die Vermeidung der Forderung von "Harm-reduction"-Programmen in der UN-Deklaration. "Harm-reduction" (Leidminderung) sieht beispielsweise zur Vermeidung von HIV- und Hepatitisinfektionen die Abgabe steriler Spritzen und Substiutionsmittel an suchtkranke Menschen vor. Verschiedene Nicht-Regierungsorganisationen versuchten mit einer ausdrucksstarken Demonstration Delegierte zu überzeugen, sich für diesen Weg einzusetzen. Einen kurzen Filmbeitrag finden Sie unter www.youtube.com. Weitere Informationen finden Sie unter www.nrw.aidshilfe.de. Gute aussagekräftige Bilder unter www.drogriporter.hu.


FORTBILDUNG & TERMINE

Veranstaltungskalender der AIDS-Hilfe NRW, April / Mai 2009
Fortbildungsveranstaltungen der AIDS-Hilfe NRW, ihrer Mitglieder, der Deutschen AIDS-Hilfe, der Paritätischen Akademie und andere interessante Angebote für die kommenden zwei Monate finden Sie hier (PDF-Datei).


VERSCHIEDENES

Stelle im Bereich Frauen und HIV/Aids u.a. (Vollzeit) in Duisburg zu besetzen
Die AIDS-Hilfe Duisburg / Kreis Wesel e. V. sucht zum frühestmöglichen Zeitpunkt eine Sozial-Pädagogin oder Sozialarbeiterin oder vergleichbare Qualifikation in Vollzeit. Zu den Aufgabenbereichen gehören Frauen und HIV/Aids, HIV/Aids und Migration, Weibliche Prostitution und HIV/Aids und Psychosoziale Begleitung bei HIV-positiven Substituierten. Die Bewerbungsfrist endet am 15. April 2009. Mehr erfahren Sie hier (PDF-Datei).

Stelle im Bereich Offene Jugendarbeit (30 bis 40 Stunden/Woche) in Mülheim/Ruhr zu besetzen
Der Sozialverein für Lesben und Schwule e.V. sucht zum 1. Juni 2009 oder später eine Dipl. SozialpädagogIn / Dipl. SozialarbeiterIn / SozialwissenschaftlerIn für die offene Jugendarbeit, vor allem mit lesbischen und bisexuellen Mädchen, sowie für den Arbeitsbereich Fundraising. Mehr erfahren Sie hier (PDF-Datei).

Stelle im Bereich Schwule Prävention u.a. (20,5 Stunden/Woche) in Hildesheim zu besetzen (Bewerbungsfrist 15. April 2009)
Die Hildesheimer AIDS-Hilfe e.V. sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine/n Dipl. Sozialpädagogin/Sozialpädagogen, Sozialarbeiterin/Sozialarbeiter für die Aufgabenbereiche Prävention im Schwulenbereich, Beratung und Begleitung von HIV-positiven Menschen und Zugehörigen und für Maßnahmen in der Allgemeinprävention. Die Bewerbungsfrist endet am 15. April 2009. Mehr erfahren Sie hier (PDF-Datei).

Linktipp: IT-Spenden
Das Stiftungszentrum und Techsoup Global ermöglichen es gemeinnützigen Organisationen, vor allem Software für den PC und Netzwerk-Hardware gegen eine kleine Verwaltungsgebühr zu erwerben. Derzeit sind dort Produkte von Microsoft, Cisco oder SAP erhältlich. Eine Ausweitung des Angebots ist jedoch geplant. Notwendig für die Beantragung von IT-Spenden ist eine umfangreiche Registrierung auf einer dafür eingerichteten Webseite. Mit dieser Registrierung soll sichergestellt werden, dass nur anspruchsberechtigte Organisationen IT-Spenden erhalten. Die Webseite (einschl. Registrierungsmöglichkeit) findet sich unter www.stifter-helfen.de.

Freie Bilder zu STIs und Co.
Das amerikanische CDC hat eine Bilddatenbank mit hochauflösenden Fotos von diversen Infektionskrankheiten. In dieser Datenbank befinden sich auch Fotos der diversen sexuell übertragbaren Infektionen (STI). Die Datenbank muss jedoch mit den englischen Bezeichnungen der STIs durchsucht werden. Die sogenannte "Public Health Image Library" findet sich hier phil.cdc.gov.

Der nächste Newsletter erscheint am 1. April 2009
Wir freuen uns über interessante Berichte, Veranstaltungshinweise etc. Bitte senden Sie diese per Mail an: newsletter@nrw.aidshilfe.de. Redaktionsschluss für die kommende Ausgabe ist der 31. März 2009.

Newsletter-Archiv
Alle Ausgaben dieses Newsletters finden Sie archiviert unter www.nrw.aidshilfe.de

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