Nr. 2 vom 21. Januar 2009
Liebe Leserinnen und Leser,

das neue Jahr beginnt bereits im Februar mit einem landespolitischen „Paukenschlag“: Der nordrhein-westfälische Landtag führt am Mittwoch, den 04. Februar 2009, von 10 – 13 Uhr im Raum E3A02 eine öffentliche Anhörung zum Thema „Aidspolitik gestalten – Konzept zur Prävention weiterentwickeln“ durch. Die Anhörung mit knapp 20 geladenen Expertinnen und Experten (PDF-Datei) wird vom Ausschuss für Arbeit, Gesundheit und Soziales in Zusammenarbeit mit dem Ausschuss für Frauenpolitik durchgeführt. Vierzehn Fragekomplexe werden an diesem Vormittag im Parlament erörtert (PDF-Datei).
Auf der Grundlage eines Antrages der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hatten sich im Herbst 2008 alle Fraktionen auf diese Anhörung geeinigt, die ggf. darin mündet, dass für Nordrhein-Westfalen eine aktuelles Landes-Aids-Programm erarbeitet wird.
Ich möchte sie herzlich einladen, am 04.02. der öffentlichen Anhörung zu folgen und damit dem Thema auch eine besondere Bedeutung durch eine intensive öffentliche Wahrnehmung zu geben.

Mit freundlichen Grüßen
Dirk Meyer | Landesgeschäftsführer



ÖFFENTLICHKEITSARBEIT / FUNDRAISING

Kunst in der AIDS-Hilfe NRW
Ulrich Tillmann, Künstler-Fotograf aus Köln, stellte der Landesgeschäftsstelle für ein Jahr Arbeiten für ihre Räume zur Verfügung. Aus diesem Anlass  laden wir zu einem kleinen Empfang am Dienstag, den 3. Februar 2009, um 18.30 Uhr herzlich ein. Die Einladungskarte finden Sie hier (PDF-Datei).

Woche des bürgerschaftlichen Engagements: 02. bis 11. Oktober 2009
Unter dem Motto „Engagement macht stark!“ organisiert das Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement jährlich die Woche des bürgerschaftlichen Engagements. Seit 2006 hat Bundespräsident Köhler die Schirmherrschaft über die Woche übernommen. Die Woche bietet einen guten Rahmen, das in der eigenen Organisation ehrenamtliche Geleistete z.B. mittels Öffentlichkeitsarbeit zu würdigen oder auch neue Interessierte zu werben. www.engagement-macht-stark.de dient als Plattform für die Woche mit Veranstaltungskalender, Materialien etc.

Ergebnisse der Umfrage zum Weltaidstag 2008
Im Zusammenhang mit dem Welt-Aids-Tag hat sozioland, das Meinungsportal der Respondi AG, von Mitte November bis Ende Dezember 2008 eine Umfrage zum Thema erstellt. Mehr als 1 500 Teilnehmer/innen in Deutschland, Österreich und der Schweiz nutzten die Gelegenheit, über den WAT, den Einfluss von Prominenten sowie ihre persönlichen Erfahrungen mit der Krankheit nachzudenken. Weitere Informationen finden Sie hier (PDF-Datei).



MENSCHEN MIT HIV/AIDS 

Positive Begegnungen – Konferenz zum Leben mit HIV und Aids
Vom 29. Januar bis zum 01. Februar 2009 ist die Landeshauptstadt Stuttgart Gastgeberin des bundesweiten Treffens für Menschen mit HIV/AIDS. Für die "Positive Begegnungen – Konferenz zum Leben mit HIV und Aids" (www.hivcommunity.net) wurde das Rathaus zur Verfügung gestellt. Der Stuttgarter Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Schuster hat die Schirmherrschaft übernommen. Die "Positive Begegnungen" werden von der Deutschen AIDS-Hilfe e.V. (www.aidshilfe.de) organisiert und finden alle zwei Jahre in wechselnden deutschen Großstädten statt. Teilnehmen werden an der Veranstaltung Menschen mit HIV/Aids, LebenspartnerInnen, Eltern, Angehörige, Kinder von Menschen mit HIV/Aids sowie Interessierte. Erwartet werden mehrere hundert TeilnehmerInnen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Das Programm der Stuttgarter „Positiven Begegnungen“ finden Sie hier (PDF-Datei).

Doch Krankengeld für gesetzlich versicherte Selbstständige
Kurz nach dem Start des Gesundheitsfonds wollen Union und SPD Regelungen zum Krankengeld für gesetzlich versicherte Selbstständige wieder ändern. Diese Versicherten sollen zum Einheitsbeitrag von 15,5 Prozent wie normale Arbeitnehmer einen Krankengeldanspruch ab der 7. Woche erhalten. Mehr entnehmen Sie bitte der Pressemeldung hier (PDF-Datei).

Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD) / Wechsel der Krankenversicherung
(Aus dem Patientenbrief NRW 1/2009 des PatientInnen-Netzwerk NRW:) "Wer in eine andere Krankenversicherung wechseln will, sollte diesen Schritt genau überlegen - oft steckt der Teufel im Detail." Darauf weisen die Beratungsstellen der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD) hin. Mehr inklusive der Adressen der Beratungsstellen und der Erreichbarkeit des bundesweiten UPD-Beratungstelefons erfahren Sie hier (PDF-Datei).

Gleichbehandlung eingetragener Lebenspartnerinnen und Lebenspartner bei Betrieblicher Hinterbliebenenrente
Der Dritte Senat des Bundesarbeitsgerichts hat entschieden, dass Überlebende einer eingetragenen Lebenspartnerschaft aus Gründen der Gleichbehandlung einen Anspruch auf Hinterbliebenenrente haben können, wenn für Ehegatten im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung eine dahingehende Zusage besteht. Mehr entnehmen Sie bitte der Pressemeldung des Gerichts hier (PDF-Datei).

 

SCHWULE PRÄVENTION

TESTE MICH! - HIV-Schnelltest in Essen
In den Monaten Februar bis August 2009 wird im Projekt „Essen-X-Point“ der AIDS-Hilfe Essen e.V. in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt der Stadt jeden 3. Donnerstag im Monat die Möglichkeit geboten, sich anonym und per Schnelltest auf HIV testen zu lassen. Nähere Informationen finden Sie hier (PDF-Datei).

 

DROGEN & STRAFVOLLZUG

Einladung zum Landesarbeitskreis Drogen / Haft
Die Einladung zum nächsten Landesarbeitskreis Drogen / Haft der Mitgliedsorganisationen der AIDS-Hilfe NRW finden Sie hier (PDF-Datei).

4. Europäische Konferenz zur Gesundheitsförderung in Haft
Gesundheit im Justizvollzug hat eine große Bedeutung sowohl für die Resozialisierung der Gefangenen als auch für die Arbeitsbedingungen der Bediensteten. Nötig ist dafür der Erfahrungsaustausch unter allen im Gefängnis (und mit dem Gefängnis zusammen) arbeitenden Professionen sowie die Erarbeitung "guter Praktiken". Daher findet alle zwei Jahre die Europäische Konferenz zur Gesundheitsförderung in Haft für den deutschsprachigen Raum statt. Die nächste wird am 16. und 17. April 2009 in Wien - mit Vorprogramm am 15. April 2009. Besonders hervorzuheben ist, dass Rolf Söhnchen, der Ombudsmann für den Justizvollzug in NRW, einen Plenumsvortrag halten wird. Nähere Informationen finden Sie hier (Programm PDF-Datei) und hier (Anmeldung PDF-Datei).

Newsletter der Koordinationsstelle Sucht des LWL erschienen
Der internetgestützter Rundbrief der LWL – Koordinationsstelle Sucht, KS – Newsletter 1/2009 mit zahlreichen Hinweisen und Informationen für den Suchtbereich ist erschienen. Sie finden ihn hier (PDF-Datei) oder lesen ihn online unter www.lwl.org.

Diplom-SozialarbeiterIn oder Diplom-SozialpädagogIn in Köln gesucht
Vision e.V. sucht zum 1. März 2009 für die Begleitung und Beratung von Drogengebraucherinnen und Drogengebraucher sowie substituierten Frauen und Männern eine/n Diplom-Sozialarbeiter/in oder -Pädagoge/in bzw. eine Person mit vergleichbarer Ausbildung. Die Stellenausschreibung finden Sie hier (PDF-Datei).

ShAlk - Selbsthilfegruppen homosexueller suchtkranker Menschen ab 2009 auch in Köln
Am Mittwoch den 07. Januar 2009 findet um 19.30 Uhr in den Räumen des LSVD NRW, Pipinstraße 7, 50665 Köln ein Informationsabend zu ShAlk und deren Selbsthilfegruppenangebot statt. Nach Bielefeld und Duisburg wird es damit ab dem 14.01.2009 auch in Köln ein wöchentliches Angebot für homosexuelle suchtkranke Menschen geben. Weitere Informationen unter www.shalk.de. Informationsmaterial kann per E-Mail oder telefonisch angefordert werden.

Cannabis vom Bundestag nicht zur medizinischen Behandlung freigegeben
Der Gesundheitsausschuss des Bundestages hat Anfang Dezember zwei entsprechende Anträge abgelehnt. Die Abgeordneten aller Fraktionen sprachen sich allerdings dafür aus, den Einsatz von Cannabis-Wirkstoffen wie Dronabinol unter bestimmten Voraussetzungen zu erleichtern. Damit wird weder die Verschreibung noch der Eigenanbau von Cannabis für Aidspatientinnen und Aidspatienten sowie andere Schwererkrankte erlaubt. Interessant: zeitgleich widerlegt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) im Handbuch zum Risikomanagement als Monatsmotto (Dez. 2008), dass Cannabis ein "Schrittmacher" für härtere Drogen sei. Während unser Nachbar Österreich ebenfalls zeitgleich dem Cannabisanbau für medizinische Zwecke den Weg bereitet. Die BzgA-Info zum Thema finden Sie hier: www.drugcom.de. Die Entscheidung des Bundestages lesen Sie hier www.bundestag.de. Die Information aus Österreich lesen Sie hier www.kleinezeitung.at.

 

TRANSKULTURELLE ORIENTIERUNG

Dokumentation der Bundeskonferenz der Integrations- und Ausländerbeauftragten, 06.-07. Oktober 2008
Ab sofort ist die Dokumentation der Bundeskonferenz der Integrations- und Ausländerbeauftragten von Bund, Ländern und Kommunen 2008 im Internet einsehbar unter www.bundesregierung.de. Besonders hinweisen möchten wir auf die Ergebnisse des Forum Gesundheit und Integration. Es bestand Einigkeit darüber, dass Gesundheitsförderung die Unterschiede in den Lebenssituationen, Kommunikationswegen und dem Umgang mit bestimmten Themen berücksichtigen und die Ressourcen der Menschen mit Migrationshintergrund einbeziehen sollte. Die Inanspruchnahme des Gesundheitssystems sei ein wesentlicher Indikator erfolgreicher Integration. Mehr erfahren Sie hier (PDF-Datei).

 

FORTBILDUNG & TERMINE

Veranstaltungskalender der AIDS-Hilfe NRW, Februar / März 2009
Fortbildungsveranstaltungen der AIDS-Hilfe NRW, ihrer Mitglieder, der Deutschen AIDS-Hilfe, der Paritätischen Akademie und andere interessante Angebote für die kommenden zwei Monate finden Sie hier (PDF-Datei).

Bildungsangebot: Übernahme von Energieforderungen und –schulden nach SGB II und SGB XII
Im Februar 2009 startet die Paritätische Akademie eine Fortbildung für BeraterInnen in Sozialeinrichtungen, Schuldnerberatung etc. zum Thema "Energieschulden und die Sperre von Energielieferung", die u.a. zu folgendem befähigen soll: Energieforderungen prüfen können, Überschuldung und Energiesperren abwenden. Informationen und Anmeldemodalitäten finden Sie hier (PDF-Datei).

Interreligiöser Kalender 2009 erschienen!
Für die Planungen von Veranstaltungen ist es wichtig, religiöse Feste und Feiertage verschiedener Religionen zu kennen. In Zusammenarbeit mit den Mitgliedern des Interreligiösen Beirats hat das Integrationsministerium NRW für das Jahr 2009 einen Interreligiösen Kalender gestaltet. Er bietet eine Übersicht sowie eine kurze inhaltliche Erklärung zu christlichen, jüdischen und muslimischen Feiertagen. Online finden Sie den Kalender hier (PDF-Datei). Die Print-Version können Sie unter Angabe von Lieferadresse und Wunsch der Anzahl beim MGFFI bestellen.

Der nächste Newsletter erscheint am 04. Februaar 2009
Wir freuen uns über interessante Berichte, Veranstaltungshinweise etc. Bitte senden Sie diese per Mail an: newsletter@nrw.aidshilfe.de. Redaktionsschluss für die kommende Ausgabe ist der 03. Februar 2009.

Newsletter-Archiv
Alle Ausgaben dieses Newsletters finden Sie archiviert unter www.nrw.aidshilfe.de.

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