Nummer 02 - Juli 2008

Liebe Leserinnen und Leser,

wir stellen Ihnen die Ausgabe des 2. Newsletters rund um das Thema "Spritzenautomaten in NRW" vor und hoffen, Sie finden einige Informationen, die Sie in Ihrem (Arbeits) Alltag gebrauchen können.

Gerne veröffentlichen wir interessante Projekte, Themen oder Termine über den Newsletter. Bitte senden Sie die Beiträge einfach per Mail an brigitte.bersch@nrw.aidshilfe.de. Der nächste Newsletter erscheint Ende September 2008. Wir freuen uns über jede Rückmeldung.

Mit herzlichen Grüßen
Brigitte Bersch
Koordination Spritzenautomatenprojekt NRW


Epidemiologisches Bulletin des Robert-Koch-Instituts
Das Robert-Koch-Institut (RKI) berichtet in der Mai-Ausgabe des Epidemiologischen Bulletins/Sonderausgabe-A, dass die Zahl der HIV-Neudiagnosen bei i.v. Drogen gebrauchenden Menschen wieder leicht zurückgegangen ist. Allerdings kam nahezu die Hälfte aller Meldungen der HIV-Neudiagnosen mit Angabe eines Infektionsrisikos über i.v. Drogenkonsum aus NRW. Das ausführliche Bulletin finden Sie hier (PDF-Datei).

Abgabe von Einmalspritzen im Jahr 2006 in NRW
Zum ersten Mal haben wir aus allen 54 Kommunen eine Rückmeldung erhalten, wie viele Einmalspritzen im Jahr 2006 abgegeben wurden. Die Menge der lose abgegebenen Spritzen hat sich im Jahr 2006 im Vergleich zum Vorjahr um ca. 35.000 Stück verringert (ca. 1,9 %). Die Menge der abgegeben Spritzen über die Automaten dagegen hat sich um 14.740 Stück erhöht (ca. 6,5%). Die Gesamtübersicht finden Sie hier (PDF-Datei).

Neues Spritzenpack?
Aus Bochum kam die Anfrage, ob es nicht möglich wäre, ein "Rundumsorglospaket" für das Spritzenautomaten-Sortiment mit folgendem Inhalt anzubieten: 1 Spritze, 1 Kanüle, Pfännchen, Filter, Tupfer und Wasser. Was halten Sie von dieser Idee? Teilen Sie uns Ihre Meinung einfach per e-Mail an brigitte.bersch@nrw.aidshilfe.de mit.

Übersicht Spritzenautomaten in Deutschland
Die Münchener AIDS-Hilfe führte im Jahr 2007 eine fünfmonatige Recherche zu den Standorten von Spritzenautomaten in Deutschland durch. Insgesamt gibt es bundesweit 149 Spritzenautomaten in 9 Bundesländern. Hierbei verfügt Nordrhein-Westfalen allein über 103 Automatenstandorte (Stand April 2007). Es fällt auf, dass es in den Neuen Bundesländern keine Automatenstandorte gibt und Städte wie Hamburg und Frankfurt, die eine hohe Prävalenz von i.v. DrogengebraucherInnen aufweisen, dieses Angebot ebenfalls nicht vorhalten. Die Gesamtübersicht finden Sie hier (PDF-Datei).

Flyer zum Thema Safer Use in Fremdsprachen
INDRO Münster bietet verschiedene Flyer in Russisch und Türkisch an. Diese finden Sie unter www.indro-online.de. Die Deutsche AIDS-Hilfe hat neue Flyer in Russischer und Türkischer Sprache aufgelegt. Den Flyer Safer-Use-Russisch und kostenlose Bestellmöglichkeiten bei der Deutschen AIDS-Hilfe finden Sie hier. Den Flyer Safer-Use-Türkisch finden Sie hier.

Prävention und Schadenminimierung mal anders
Der Junkie Bund Köln e.V. präsentiert auf seiner Internetseite einen Präventionsspot "Safer Use - Kochen für die breite Masse", der den Trend der Kochshows aufgreift und zeigt, was zu einem klassischen Druck unter hygienischen Bedingungen gehört. Das Video finden Sie unter www.junkiebund.de.

Die Zahl der Drogentoten in Deutschland steigt
Die Zahl der Drogentoten in Deutschland ist erstmals seit sieben Jahren wieder gestiegen. Im vergangenen Jahr starben 1394 Menschen an den Folgen des Konsums illegaler Drogen wie Heroin, Kokain oder Ecstasy. Den vollständigen Artikel aus Welt-Online, vom 5. Mai 2008, finden Sie hier (PDF-Datei).

Weltdrogentag am 26. Juni 2008
Vielleicht ist es der Fußball-Europameisterschaft geschuldet, aber in diesem Jahr findet der Weltdrogentag in der öffentlichen Presse so gut wie keine Beachtung. Die Pressemeldung der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen e.V. (DHS ) hfinden Sie unter www.dhs.de. Basis sind zwei Thesenpapiere zur Substitutionstherapie und zur heroingestützten Behandlung, die Sie ebenfalls unter diesem Link nachlesen können.

Gedenktag für verstorbene DrogengebraucherInnen am 21.07.2008
An einem Wochenendseminar der Deutschen AIDS-Hilfe (Eltern und JES gemeinsam in der Prävention) wurde ein Flugblatt zum Gedenktag für verstorbene DrogengebraucherInnen entwickelt. Eltern und DrogengebraucherInnen werden das Flugblatt am 21. Juli 2008 in über 40 Städten an die Bürgerinnen und Bürger verteilen. Der Bundesverband der Eltern und Angehörigen für akzeptierende Drogenarbeit e.V. bittet darum, das Flugblatt bereits im Vorfeld des 21. Juli Gebrauch zu machen. Den Flyer zum Gedenktag finden Sie unter www.jes-bielefeld.de.

Der Drogenkurier - Zeitung des JES – Netzwerkes braucht Unterstützung
Der Drogenkurier, die Zeitung von Drogenkonsumenten für Drogenkonsumenten, Eltern, Mitarbeitern der Drogenhilfe und andere Interessierte, wird seit vielen Jahren vom JES-Netzwerk in Eigenregie hergestellt. Er informiert über wichtige Themen aus Medizin, Politik und Justiz, stellt das JES-Engagement vor Ort, in der Region und auf Bundesebene vor und ist das "Zentralorgan" für Veranstaltungshinweise und Ankündigungen. Neue und im Aufbau befindliche JES-Gruppen haben die Möglichkeit, ihre Arbeit und ihre besonderen Probleme darzustellen und so einen Informations- und Erfahrungsaustausch anzuregen. Bei Aids- und Drogen(selbst)hilfen sowie den Elternverbänden ist er als authentisches Medium zu Darstellung und Förderung von akzeptierenden Drogenselbsthilfeansätzen anerkannt. Der Drogenkurier erscheint maximal viermal im Jahr mit einer Auflage von 1.000 Exemplaren. Das Jahres-Abo kostet 13 Euro! und kann per e-Mail bei dirk.schaeffer@dah.aidshilfe.de bestellt werden. Die Dezemberausgabe des Drogenkuriers finden Sie unter www.jes.aidshilfe.de. Informationen zum JES-Netzwerk finden Sie unter: www.jes.aidshilfe.de.


IN EIGENER SACHE ...

Wir möchten die Leserinnen und Leser des Newsletters auf folgende Angebote der AIDS-Hilfe NRW e.V. aufmerksam machen. Die Angebote richten sich auch an Drogen gebrauchende Menschen und wir freuen uns sehr, wenn die entsprechenden Informationen vor Ort auch an Interessierte weitergeleitet werden.

POSITHIV HANDELN
Die Initiative der Positivenselbsthilfe in NRW richtet sich an Menschen mit HIV und Aids und ist Bestandteil der ersten landesweiten Selbsthilfekampagne für Positive. Die Idee für die Kampagne stammt von positiven Männern und Frauen aus NRW und wird durch sie getragen. Sie soll Platz bieten für alles was für Menschen mit HIV/Aids interessant ist.Regelmäßig finden landesweite Positiventreffen in NRW statt. Sie richten sich an positive Männer und Frauen aus NRW. Jedes Treffen hat ein Schwerpunkthema. Gegen einen geringen Kostenbeitrag (einkommensabhängig, zwischen 14,00 und 39,00 €) können die TeilnehmerInnen ein ganzes Wochenende zu einem interessanten Thema persönliche Erfahrungen austauschen und neue Informationen zu unterschiedlichen Themen bekommen. Weitere Informationen zu POSITHIV HANDELN und den Termine der Positiventreffen finden Sie unter www.posithivhandeln.de.

XXelle
Die landesweite Kommunikationskampagne zum Thema Frauen und Aids richtet sich an alle im Bereich Frauen und Aids aktiven Aidshilfen, Vereine und Institutionen. In der Wahrnehmung der (Fach-)Öffentlichkeit ist HIV und Aids oft weiterhin ein Thema von (schwulen) Männern. Das Thema Frauen und Aids wird nicht, und wenn, dann nur diffus, wahrgenommen. Trotz der Wichtigkeit des Themas mangelt es an Bewusstsein und Bewusstheit für die Bedeutung, die Anliegen und Inhalte rund um das Thema Frauen und Aids. In mehr als 15 Organisationen die sich in der Landesarbeitsgemeinschaft Frauen und Aids NRW vernetzt haben, finden regelmäßig Angebote für HIV-positive Frauen statt. Weitere Infos zur Kampagne finden Sie unter www.xxelle-nrw.de.


AIDS-Hilfe NRW
Die Internetseite des Landesverband der Aidshilfen in Nordrhein-Westfalen mit ausführlichen und aktuellen Informationen finden Sie unter www.nrw.aidshilfe.de. Eine Kurzübersicht der Fachbereiche, Projekte, Mitgliedsorganisationen finden Sie hier (PDF-Datei).

 
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