Nr. 13 vom 26. Juni 2008

Liebe Leserinnen und Leser,

am 11. Oktober 2008 werden die AIDS-Hilfe NRW, die Deutsche AIDS Gesellschaft und das Kompetenznetz HIV/AIDS zum ersten Mal die gemeinsame Veranstaltung HIV-KONTROVERS in Bochum durchführen. 

HIV-KONTROVERS ist eine Fachtagung, die sich an Expertinnen und Experten aus Aidshilfen, Prävention, Medizin, dem öffentlichen Gesundheitswesen, der ambulanten und stationären Versorgung, Politik und Verwaltung in Nordrhein-Westfalen richtet. Den Termin bereits jetzt bitte vormerken.Weitere Informationen finden Sie hier (PDF-Datei).

Dirk Meyer | Landesgeschäftsführer

 

MENSCHEN MIT HIV/AIDS

Voraussetzungen für die reguläre Behandlung von HIV-Patienten an Klinikambulanzen
Nach monatelangen Beratungen hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) am 19. Juni 2008 die Voraussetzungen für eine reguläre Behandlung von HIV-Patienten an Klinikambulanzen geschaffen. Damit hat das unwürdige Hin und Her der letzten Jahre hoffentlich endgültig ein Ende. Die Möglichkeiten von Klinikambulanzen, Menschen mit HIV ambulant zu behandeln, waren bislang massiv eingeschränkt. Dies hatte zu einem deutlichen Einbruch bei der Qualität der HIV-Behandlung geführt hat. Weitere Infos finden Sie in der aktuellen Ausgabe des HIV-Reports (PDF-Datei) der Deutschen AIDS-Hilfe.

Reisebeschränkungen für Menschen mit HIV und AIDS verstoßen gegen die Menschenrechte
Die Deutsche AIDS-Hilfe e.V. setzt sich seit mehr als 15 Jahren für die Abschaffung von Einreise- und Aufenthaltsbeschränkungen für Menschen mit HIV und Aids ein. Am Rande der zweitägigen AIDS-Konferenz vor der UN-Vollversammlung in New York appellierte DAH-Bundesgeschäftsführer Dr. Luis Carlos Escobar Pinzón an die Vereinten Nationen, solche Beschränkungen aufzuheben. Die Pressemeldung der Deutschen AIDS-Hilfe vom 12. Juni 2008 finden Sie hier (PDF-Datei).

Die AIDS-Hilfe Köln lädt ein: Kurs für HIV-positive Eltern im August 2008
Mutter oder Vater zu sein ist oft eine Herausforderung. Wenn ein Elternteil oder beide HIV-infiziert sind, entstehen besondere Fragen. Weitere Informationen finden Sie hier (PDF-Datei).


SCHWULE PRÄVENTION

Kölner Modell: Ein Präventionskonzept - Mai 2008
Das Präventionskonzept für HIV/Aids-Prävention für Männer, die Sex mit Männern haben (MSM), wurde in Kooperation der Aidskoordination des Gesundheitsamtes Köln, des Jugendzentrums Anyway (Köln), des Checkpoints (Köln), des Gesundheitsagentur Check Up (Köln), Looks e.V (Köln) und der Beratungsstelle RUBICON (Köln) erstellt. Das gesamte Konzept finden Sie hier (PDF-Datei).


MÄNNLICHE PROSTITUTION

"Stricherstudie östliches Ruhrgebiet 2008: Eine Bestandsaufnahme"
Am Mittwoch, 18. Juni 2008 um 10.30 Uhr überreichte Klaus-Peter Hackbarth, Landesvorsitzender der AIDS-Hilfe NRW, die wissenschaftliche "Stricherstudie östliches Ruhrgebiet 2008" an Siegfried Pogadl, Stadtrat der Stadt Dortmund. Die Presseinfo dazu finden Sie hier (PDF-Datei). Die Ergebnisse der Studie können Sie sich hier (PDF-Datei) ansehen.


JUGEND

SchLAu(e) Förderung
Die Stadt Düsseldorf hat die Förderung des Projektes für das Jahr 2008 mehr als verdoppelt. SchLAu Düsseldorf ist seit 2007 in der Trägerschaft der Aidshilfe. Die Gruppe wurde 2003 von der Fachgruppe "Gewalt gegen Lesben und Schwule – Präventionsmaßnahmen" wieder ins Leben gerufen. Seitdem wird sie tatkräftig vom Kriminalpräventiven Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf unterstützt. Die gesamte Presseinfo der AIDS-Hilfe Düsseldorf und SchLAu NRW vom 19. Juni 2008 finden Sie hier (PDF-Datei).


FRAUEN & AIDS

Fachtagung des FrauenGesundheitsZentrums München e.V./Projekt "Positive Frauen"
Das FrauenGesundheitsZentrums München e.V./Projekt "Positive Frauen" lädt ein zur Fachtagung Frauen und HIV/Aids. Es wird ein interessantes und vielfältiges Programm angeboten, das viel Zeit bietet, sich mit allen aktuellen Fragestellungen rund um das Thema Frauen und Aids auseinanderzusetzen. Hier finden Sie mehr zum Programm (PDF-Datei) und das Anmeldeformular (PDF-Datei).


DROGEN & STRAFVOLLZUG

"Hilfe vor Strafe" und Entkriminalisierung sind in NRW bedroht - Stellungnahmen der Wohlfahrtsverbände zur aktuellen Landespolitk
Um eine Teilrücknahme der "Null-Tolleranz-Verlautbarung" durch die Justizministerin im August letzten Jahres zu ermöglichen und den Dialog zur erzieherischen Wirkung von härteren und früheren Strafen bereichsübergreifend zu fördern, hat der 'Arbeitsausschuss Drogen und Sucht' (AA) der LIGA der freien Wohlfahrtspflege am 19. Mai 2008 zwei Stellungnahmen zu den geänderten Richtlinien bei der Anwendung des § 31a BtMG und zur Zusammenarbeit bei der Verhütung und Bekämpfung der Jugendkriminalität veröffentlicht. Sie finden die Stellungnahmen gegen die gemeinsamen Runderlassee von insgesamt fünf Ministerien hier (PDF-Datei). Die beiden Runderlasse selber finden Sie hier: www.datenbanken.justiz.nrw.de und www.datenbanken.justiz.nrw.de In der Newsletter-Ausgabe 16/2008 wurde bereits darüber berichtet. Die Stellungnahmen dazu finden Sie hier (PDF-Datei).

Kölner Jugendrichterinnen und -richter erklären sich zur Anwendung des Jugendstrafrechts
Die Deutsche Vereinigung für Jugendgerichte und Jugendgerichtshilfen e.V., Regionalgruppe Nordrhein, veröffentlicht auf ihrer Internetseite eine Erklärung der Jugendrichterinnen und -richter aus Köln zum Erziehungsgedanken im Jugendstrafrecht. Hintergrund sind zunehmende mediale Darstellungen, die Straftäter per se zu Unmenschen aburteilen und die Anwendung vernunftbezogener Kriterien der Rechtsprechung und den Grundsatz "Hilfe statt Strafe" allgemein in Frage stellen. Die Erklärung finden sie hier (PDF-Datei) oder unter www.dvjj.de. Eine weitere Stellungnahme von DIE BRÜCKE, einem Kölner Verein für kriminalpräventive Arbeit im Schnittstellenberich zwischen Jugendhilfe und Strafjustiz, finden Sie unter www.bruecke-koeln.de.

Sicherungsverwahrung nun auch für jugendliche Straftäter beschlossen
Am Freitag, 13. Juni 2008, verabschiedete der deutsche Bundestag trotz erheblicher Bedenken der Expertinnen und Experten eine nachträgliche Sicherungsverwahrung für jugendliche Straftäter. Dazu wird "anhaltende Gefährlichkeit" jährlich durch zwei Gutachten zu belegen sein. Aus wissenschaftlicher Sicht gelten verlässliche Prognosen für kaum möglich. Unwohlsein bei der Entscheidung ist "zwischen den Zeilen" spürbar. Die dpa-Meldung, wie sie auf der Internetseite des Justizministeriums Nordrhein-Westfalen bekanntgegeben wird, finden Sie hier (PDF-Datei).

Verbesserung der Unterbringung in JVA - Erweiterung der Haftplatzkapazitäten
Cop2cop, ein unabhängiges Internetprojekt, was die neuesten Meldungen zu allen Themen der Inneren Sicherheit sichtet und Informationen über Polizei, Justiz, Feuerwehr und private Sicherheitsunternehmen veröffentlicht, berichtete am 19. Juni 2008 auf seiner Internetseite über die Unterbringungsbedingungen von Gefangenen in Nordrhein-Westfalen und geplanten Veränderungen. Demnach sollen bis zum Herbst 2008 alle Gefangenenzellen über eine "abgeschlossene" Sanitärkabine verfügen und zur Zeit 1.150 neue Haftplätze gebaut werden. Den Bericht finden Sie hier (PDF-Datei).


FORTBILDUNG & TERMINE

Fachtagung "Sozialrechtliche Grundlagen", am 27. August 2008 in Köln
Die Paritätische Akademie bietet in einer Tagesveranstaltung einen Überblick über das Sozialleistungssystem. Im ersten Teil werden die einzelnen Gesetzbücher vorgestellt und auf die Relevanz für die Beratung von Menschen mit Behinderungen hin behandelt. Ein zweiter Teil beschäftigt sich mit den Möglichkeiten, sich gegen eine behördliche Entscheidung rechtlich zur Wehr zu setzen. Daneben wird die Finanzierung des Hilfesystems für Menschen mit Behinderungen mit den nordrhein-westfälischen Besonderheiten, inkl. dem Persönlichen Budget, dargestellt. Mehr erfahren Sie hier (PDF-Datei).

Trauerarbeit und Verlustbewältigung
Die Universität Duisburg-Essen bietet eine Fortbildung "Professionelle Trauerbegleitung und Verlustbewältigung" an. Sie wendet sich an Berufstätige und ehrenamtlich Tätige, die in ihrer täglichen Arbeit mit Trauer konfrontiert sind. Ziel des Zertifikatslehrgangs ist es, einen professionellen Umgang mit Trauersituationen und trauernden Menschen zu erlernen. Nähere Informationen finden Sie hier (PDF-Datei).

VERSCHIEDENES

Stellenausschreibung: GeschäftsführerIn
Zum 1. September 2008 sucht das Sozialwerk für Lesben und Schwule e.V. eine Geschäftsführerin/einen Geschäftsführer für die Geschäftsstelle in Köln. Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 25. Juli 2008. Mehr erfahren Sie hier (PDF-Datei).


Der nächste Newsletter erscheint am 09. Juli 2008
Wir freuen uns über interessante Berichte, Veranstaltungshinweise etc. Bitte senden Sie diese per Mail an: newsletter@nrw.aidshilfe.de. Redaktionsschluss für die kommende Ausgabe ist der 08. Juli 2008.
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