Nr. 06 vom 19. März 2008

Liebe Leserinnen und Leser,

in den letzten 18 Monaten hat uns das Thema "Kommunalisierung der Landesförderung" im Bereich der Aidshilfe- und Youthwork-Förderung sehr intensiv und zeitraubend beschäftigt. Dabei haben wir uns konstruktiv auf die fachliche Diskussion um die Auswirkungen und Konsequenzen auf dieses – von der Landesregierung politisch gewollten - "Systemwechsels" eingelassen.

Ende Februar 2008 hat das Gesundheitsministerium in Düsseldorf eine Studie der PROGNOS AG veröffentlich, dass ein Szenario für die Einführung "objektivierbarer Kriterien" zur Berechnung der fachbezogenen Pauschalen vorschlägt, an Hand derer die Förderbeträge des Landes an die Kommunen berechnet werden sollten. Damit wird nicht nur der Weg verlassen, Aidshilfen und frei Träger direkt aus Landesmitteln zu finanzieren, gleichzeitig würden die bisherigen Gewichtungen und Schwerpunktsetzungen der Landes-AIDS-Politik erheblich verschoben bzw. ausgehebelt.

Die prompte Reaktion der kommunalen Spitzenverbände und der freien Wohlfahrtspflege (einschließlich der AIDS-Hilfe NRW) blieb nicht aus: das PROGNOS-Szenario ist ungeeignet für eine nachhaltige und qualifizierte Weiterentwicklung der Aidsprävention in NRW! Und auch das Gesundheitsministerium hat schnell reagiert: es zeichnet sich ab, dass der PROGNOS-Vorschlag nicht aufgegriffen wird und die bisherigen Förderbeträge auch in 2009/2010 an die Kommunen und Kreise ausgezahlt werden.

Zur "Qualität" des PROGNOS-Gutachtens werden wir in den nächsten Tagen ausführlich Stellung nehmen, um eine fachliche Diskussion in der Sache zu befördern. Im Newsletter werden wir darüber informieren.

Gespräche im Landtag NRW
Gleich zwei Fachgespräche konnten der Landesverband am 12. März 2008 im Düsseldorfer Landtag führen. Auf Einladung des Vorsitzenden des Rechtsausschuss, Robert Orth (FDP), konnten wir die Sprecher/innen aller Fraktionen über unsere Anliegen im Bereich HIV/Aids und Recht/Strafvollzug informieren. Mit Britta Altenkamp und zahlreichen weiteren Mitgliedern der SPD-Fraktion konnten wir die Thematik „Finanzierung der Aidshilfe- und Youthwork-Arbeit“ intensiv erörtern.

Verbandsratschlag der AIDS-Hilfe NRW
Am Samstag, den 15. März 2008, kamen rund 40 Vertreter/innen der Mitgliedsorganisationen zu einem Verbandsratschlag zur Kommunalsierung der Landesmitteln nach Essen, in die Räume des PARITÄTISCHEN. Besonderer Gast war Klaus Bremen, Fachbereichsleiter des PARITÄTISCHEN NRW und Verhandlungsführer in der Verhandlungsgruppe zur Kommunalisierung beim MAGS, der sich aus erster Hand über die Chancen und Risiken vor Ort informierte.

Ein frohes Osterfest wünscht
Dirk Meyer | Landesgeschäftsführer

 

VERBAND / LOBBY

Jahresempfang der AIDS-Hilfe NRW am 17. April 2008
Zum dritten Mal, lädt der Vorstand des Landesverbands zum Jahresempfang der AIDS-Hilfe NRW ein. Wir freuen uns auf Armin Laschet, Minister für Generationen, Familie, Frauen und Integration in Nordrhein-Westfalen, der in diesem Jahr als Hauptredner "zu Perspektiven des bürgerschaftlichen Engagements in NRW" sprechen wird. Zum zweiten Mal wird im Rahmen des Jahresempfangs der Ehrenamtspreis "merk|würdig" der AIDS-Hilfe NRW verliehen. Der Landesverband würdigt damit herausragendes ehrenamtliches Engagement im Bereich der Mitgliedsorganisationen und des Landesverbands. Die Einladung zum Jahresempfang der AIDS-Hilfe NRW am 17. April 2008, 18.30 Uhr, in der Düsseldorfer Villa Horion finden Sie hier (PDF-Datei - 165 KB).

Änderung in den Kontaktdaten bei der AIDS-Hilfe Duisburg/Kreis Wesel
Die AIDS-Hilfe Duisburg/Kreis Wesel hat eine neue Emailadresse. Sie lautet info@aidshilfe-duisburg-kreis-wesel.de.


MENSCHEN MIT HIV/AIDS

Einladung zum landesweiten Positiventreffen NRW vom 18. bis 20. April 2008 in Hattingen
Die Einladung und Anmeldung zum nächsten landesweiten Positiventreffen NRW zum Thema "Neues zu HIV-Therapie und Prävention(s-botschaften)" vom 18. bis 20. April 2008 in Hattingen findest du hier (PDF-Datei - 200 KB).

Positive im Ehrenamt - die unsichtbare Armee!?
Mitte Februar haben sich 16 positive Männer und Frauen  im Rahmen vom ersten Landesweiten Positiventreffen "POSITHIV HANDELN" mit dem Thema "posithives Ehrenamt" beschäftigt und viele interessante Aspekte beleuchtet.  Mehr dazu finden Sie unter www.posithivhandeln.de

Seit 1995 unterstützt Uwe Görke die AIDS-Hilfe Köln
Die Unterstützung von Selbsthilfeaktivitäten gehört zum Selbstverständnis der AIDS-Hilfe Köln. Der Beginn der Zusammenarbeit zwischen der AIDS-Hilfe Köln und Uwe Görke mit seinem Faxclub reicht bis ins Jahr 1995 zurück. Ein solches Projekt war damals bundesweit einmalig. Mit der Unterstützung des Görke-Faxclubs und damals neuen Kommunikationstechniken konnten vor allem Menschen mit HIV und Aids in den ländlichen Regionen erreicht werden. Weitere Infos finden Sie hier (PDF-Datei -KB).


SCHWULE PRÄVENTION

Michael Wurm - neuer Mitarbeiter der AIDS-Hilfe NRW für Herzenslust NRW
Seit 15. März 2008 arbeitet Michael Wurm für Herzenslust NRW in der Landesgeschäftsstelle der AIDS-Hilfe NRW. Eine Kurzvorstellung von Michael finden Sie hier (PDF-Datei - 40 KB).

Einladung zum Wochenendseminar "Freiwilligen-Koordination" vom 11. bis 13. Juli 2008
Ehrenamtliche Mitarbeiter für Herzenslust zu gewinnen und in die Arbeit mit einzubeziehen, das gelingt nicht über Nacht. Die Zusammenarbeit mit Ehrenamtlichen muss eine strategische Entscheidung der Projektverantwortlichen sein, und das Herzenslust-Projekt muss sich sorgfältig vorbereiten, damit freiwilliges Engagement Gewinn bringend und nachhaltig für alle Beteiligten werden kann. Um dabei den örtlichen Herzenslust-Koordinatoren Hilfen an die Hand zu geben, veranstaltet Herzenslust NRW zusammen mit Carola Reifenhäuser (Akademie für Ehrenamtlichkeit - Berlin) vom 11. bis 13. Juli 2008 eine Wochenendveranstaltung "Freiwilligen-Koordination - Basiskurs" im Hotel Mercure Düsseldorf-Airport. Weitere Informationen und die Anmeldeunterlagen finden Sie hier (Word-Dokument - 198 KB).

LAG Herzenslust NRW am 1. März 2008 in Essen
Beim ersten Treffen der LAG Herzenslust NRW in diesem Jahr standen zwei Präsentationen im Vordergrund: Axel Schmidt (PHD) vom Wissenschaftszentrum Berlin, einer der Autoren der KABaSTI-Studie, stellte in seinem Vortrag "Zeitstabilität in der Minimierung der HIV-Übertragung bei MSM in Deutschland" neueste Zahlen und Fakten vor. Die DAH-Kampagne für MSM "Ich weiß was ich tu" wurde vom neuen Schwulenreferenten der DAH, Dr. Dirk Sander, vorgestellt. Das Treffen fand am 1. März 2008 in der AIDS-Hilfe Essen statt. Das Protokoll der Veranstaltung des Treffens finden Sie hier (PDF-Datei - 82 KB). Eine Zusammenfassung des Vortrags von Axel Schmidt finden Sie hier (PDF-Datei - 244 KB) und die Kurzvorstellung der DAH-Kampagne von Dirk Sander ist hier (PDF-Datei - 1.930 KB) hinterlegt.


DROGEN & AIDS

NEWSLETTER NR.21 von akezpt  e.V. ist erschienen
Der neue Online-Newsletter von akzept e.v. dem Bundesverband für akzeptierende Drogenarbeit und humane Drogenpolitik ist am 6. März 2008 erschienen. Er enthält zahlreiche aktuelle Hintergrundinformationen (bei bundesweitem, europäischen oder globalem Kontext) zu verschiedenen Angeboten, Aktivitäten und Entwicklungen, welche die Themen Sucht und Rehabilitation betreffen. Die aktuelle Ausgabe finden Sie hier (PDF-Datei - 60 KB).


TRANSKULTURELLE ORIENTIERUNG

Gesundheitswegweiser für Migrantinnen und Migranten in 15 Sprachen
Ein Hilfsmittel zum Verstehen des deutschen Gesundheitssystems ist der in 15 Sprachen erschienene Wegweiser "Gesundheit Hand in Hand. Das deutsche Gesundheitssystem - Ein Wegweiser für Migrantinnen und Migranten". Er wurde vom Ethnomedizinischen Zentrum, Hannover, konzeptioniert. Die dritte Auflage des Wegweisers auf Deutsch finden Sie hier. Die Versionen auf Albanisch, Arabisch, Bosnisch, Englisch, Französisch, Griechisch, Kroatisch, Kurdisch, Persisch, Polnisch, Russisch, Serbisch, Spanisch und Türkisch können Sie auf der Seite http://www.bkk-promig.de/44.0.html herunterladen.

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