Nr. 3 vom 06. Februar 2008
Liebe Leserinnen und Leser,
der nächste Europäische AIDS-Kongress wird vom 11. bis 14.11.2009 in Köln stattfinden. Ausrichter ist die EUROPEAN AIDS CLINICAL SOCIETY / EACS. Co-Chair ist Prof. Dr. Jürgen Rockstroh von der Uniklinik Bonn, Vorsitzender der Deutschen AIDS-Gesellschaft. Als Landesverband freuen wir uns natürlich darüber, dass dieses Ereignis in NRW stattfindet. Erste Informationen zum Kongress finden sie unter http://www.eacs-conference2009.com/eacs2009/index.php.

Dirk Meyer | Landesgeschäftsführer


ÖFFENTLICHKEITSARBEIT / FUNDRAISING


Neujahrsempfang des Schwulen Netzwerks NRW

80 Gäste konnte der Vorstand des Schwulen Netzwerks NRW zu seinem traditionellen Neujahrsempfang in der Landesgeschäftsstelle begrüßen, darunter zahlreiche Vertreter aus Mitgliedsgruppen, Netzwerkpartnerinnen und -partner sowie aus Politik und befreundeten Verbänden. Aus dem Landtag waren die Abgeordneten Andrea Asch [Bündnis 90 Die Grünen] und Marc Ratajczak [CDU] angereist, aus dem NRW Familienministerium Frau Sabine Schattmann-Uttke und vom Paritätischen Landesverband der Geschäftsführer Dr. Jörg Steinhausen. Die Rede von Steffen Schwab finden Sie hier (PDF-Datei – 32,2 KB).


MENSCHEN MIT HIV/AIDS

Landesweites Positiventreffen in NRW

Das Treffen findet vom 15.-17.02.2008 im DGB-Bildungswerk in Hattingen statt. Das Thema "Positive im Ehremamt" wird begleitet von Alexander Popp. Die Einladung und Anmeldung finden Sie hier (PDF-Datei – 89,2KB) oder online auf: www.posithivhandeln.de.

PosithivHandeln - Termine 2008

Auch für 2008 hat die Landesarbeitsgemeinschaft und die AIDS-Hilfe NRW e.V. wieder eine Reihe von Angeboten für Menschen mit HIV/Aids in NRW vorbereitet. Die Terminübersicht finden Sie hier (PDF-Datei – 74,6 KB).


SCHWULE PRÄVENTION

LAG Herzenslust NRW am 01.03.2008

Das erste Treffen der LAG Herzenslust NRW findet am 1. März 2008 in der AIDS-Hilfe Essen statt. Axel J. Schmidt vom Wissenschaftszentrum Berlin, einer der Autoren der KABaSTI-Studie, spricht über Sozial - und Infektionsepidemiologie bei Schwulen/MSM und Matthias Kuske (DAH) stellt die neue Kampagne für Schwule/MSM "Ich weiß was ich tu" vor. Neben den Herzenslust-Koordinatoren sind auch interessierte Gäste aus der schwulen Selbsthilfe/Beratung willkommen. Die Einladung finden Sie hier (PDF-Datei - 65,2 KB).

Kampagne "Ich weiß was ich tu"

Im Rahmen der DAH-Kampagne "Ich weiß was ich tu" sind bundesweite Kampagnenauftritte bei CSD-Veranstaltungen und Straßenfesten geplant. Herzenslust NRW und der Kampagnenmanager Matthias Kuske laden zum 23.02.2008 CSD-Veranstalter aus NRW ins KCR in Dortmund ein. Nähere Informationen finden Sie hier (PDF-Datei – 56,5 KB).

"Kreative Vor-Ort-Arbeit mit MSM - neue Wege in der Prävention"

Das KCR Dortmund und Herzenslust bieten ein Seminar "Kreative Vor-Ort-Arbeit mit MSM - neue Wege in der Prävention" an. Referenten sind  Dr. Frank Herrat, Institut für Sexualpädagogik, Dortmund und Sascha Facius, AIDS-Hilfe NRW, Köln/San Francisco. Nähere Informationen finden Sie hier (PDF-Datei – 68,7 KB).

"Tuxi" Aidsprävention
Auch zum zehnjährigen Jubiläum unterstützten die Ford-Werke in Köln wieder die Aidsprävention im Kölner Karneval. Das "Jubiläums-Tuxi" ist ein 140 PS-starker schwarzer Ford Galaxy, der von Weiberfastnacht bis Karnevalssonntag in Köln unterwegs war. Besetzt war der Galaxy mit Prominenten, darunter Schirmherr Volker Beck. Nähere Informationen erfahren Sie unter http://www.presseportal.de/meldung/1123658.


DROGEN & AIDS

Achtung Verachtung: ein Kunstprojekt des Junkie Bund Köln
Seit einiger Zeit muss sich der Junkie Bund Köln gegen rechtspopulistische Anfeindungen im Stadtviertel Kalk wehren. Wichtige Anliegen seiner Arbeit sind Gemeinwesenarbeit und bürgerschaftliches Engagement. Vor diesem Hintergrund wurde gemeinsam mit den Künstlern Nina Marxen und Walbrodt ein Projekt entwickelt, das Zerstörung als Kreativraum thematisiert. Die Jury der Stiftung "KalkGestalten" teilte die Einschätzung des Junkie Bundes in Bezug auf die Bedeutung des Themas "Zerstörung" für Kalk und machte Achtung Verachtung zum Leuchtturmprojekt 2007. Am Montag, den 18.02.2008 um 19:30 Uhr findet zum Abschluss des Projekts eine Podiumsdiskussion statt. Nähere Informationen finden Sie hier (Pdf-Datei 919 KB).

DHS Jahrbuch Sucht 2008
Die DHS (Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V.) hat das "Jahrbuch Sucht 2008" u.a. mit zahlreichen Untersuchungsergebnissen zu den verschiedenen Suchtmitteln vorgestellt. Demnach gebe es unter Jugendlichen eine kleine Gruppe, die überproportional viel trinke - analog bei den Erwachsenen. Doch es gebe auch die gute Nachricht, wonach mittlerweile weniger Jugendliche rauchten oder Cannabis konsumierten als noch vor einigen Jahren. Allerdings begännen Jugendliche weiterhin früh mit dem Konsum, wobei arme und sozial schwache Jugendliche den größten Verbrauch an Suchtstoffen erkennen ließen. Ausführlichere Informationen finden Sie unter http://www.dhs.de/web/presse/index.php.

Fachseminar - berufliche Eingliederung Suchtkranker

Die Landeskoordination Integration NRW bietet ein sechsteilige Fachseminarreihe zur "Beruflichen Eingliederung Suchtkranker" an. Aufgabe der Landeskoordination ist die Verbesserung und Koordination der beruflichen und sozialen Eingliederung von Suchtkranken im Land Nordrhein-Westfalen. Das Fachseminar wendet sich an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die im Rahmen von beruflicher Orientierung und Qualifizierung oder psychosozialer und medizinischer Hilfen mit Suchtkranken befasst sind, beginnt im April 2008 und schließt mit einem Zertifikat ab. Nähere Informationen finden Sie hier (PDF-Datei – 12,1 KB).


STRAFVOLLZUG

Jugendstrafvollzugsgesetz NRW - keine Nahrungsmittelpakete zugelassen
Seit dem 1. Januar 2008 gilt das Jugendstrafvollzugsgesetz NRW. "Der Vollzug der Jugendstrafe dient dem Ziel, die Gefangenen zu befähigen, künftig in sozialer Verantwortung ein Leben ohne Straftaten zu führen. Der Schutz der Allgemeinheit vor weiteren Straftaten ist bei der Gestaltung des Vollzuges zu gewährleisten. Der Vollzug der Jugendstrafe ist erzieherisch zu gestalten. Zur Erreichung des Vollzugszieles sind bei allen Gefangenen die Entwicklung von Fähigkeiten und Fertigkeiten sowie die Bereitschaft zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Lebensführung in Achtung der Rechte anderer zu wecken und zu fördern." lauten denn auch die drei ersten inhaltlichen Grundsätze. Den gesamten Text der autorisierten Fassung finden Sie unter: http://sgv.im.nrw.de/lmi/owa/lr_bs_bes_text?gld_nr=3&ugl_nr=311&ugl_id=776&bes_id=11045&aufgehoben=N&print_version=0. Leider ist in § 39 ausdrücklich erwähnt, dass Pakete mit Nahrungs- und Genussmitteln nicht empfangen werden dürfen. Der Zustellung von Nahrungsmittelpaketen kam in den 25 Jahren seit Aidshilfe HIV-positive Menschen in Gefängnissen betreut eine hohe Bedeutung zu. Sie waren u. a. ein wesentlicher Beitrag, um die durch Haft bedingten, negativen Folgen für chronisch kranke Menschen zu mildern. Die Verfügbarkeit ungekochter Lebensmittel oder diätetisch motivierender Nahrungsmittel ist eine Übung zur Resozialisierung. Der Effekt besteht darin, dass die Gefangenen Selbstversorgung erfahren können indem sie lernen, sich auf ihre Erkrankung - nebst den daraus resultierenden körperlichen Bedürfnissen – einzustellen und selber positiven Einfluss hierauf zu nehmen. Es wird sich zeigen, wie der Vollzug künftig diese nötigen Verselbständigungsschritte junger (kranker) Gefangener fördern wird.

Stellungnahme des PARITÄTischen NRW zur aktuellen Diskussion um eine  Verschärfung des Jugendstrafrechts

Der Paritätische Wohlfahrtsverband NRW wehrt sich gegen populistische Schnellschüsse und plädiert für eine differenzierte Analyse und Investitionen in die Umsetzung passgenauer Konzepte. Die Stellungnahme finden Sie hier (PDF-Datei – 29 KB).

Nie wieder Siegburg? Über Sinn und Unsinn von Jugendgefängnissen

Unter dem Motto "Demokratie braucht Diskussion" lädt der WDR jeden Donnerstag ins Funkhaus ein. Gäste der Sendung vom 24.01.2008 waren Roswitha Müller-Piepenkötter (Justizministerin NRW), Angelika Förster (Kriminologin), Lukas Pieplow (Rechtsanwalt) und Friedrich Waldmann (Gefängnisdirektor der Jugendhaftanstalt Herford) sowie zwei Gefangene der JVA Siegburg. Thema: "Bietet das Jugendgefängnis eine Chance zur Umkehr? Oder ist es eine Schule der Gewalt?" Den Podcast der Sendung finden Sie unter: http://podcast.wdr.de/radio/fhgespraeche.xml.

Im Gefängnis über Strafe philosophieren
"Der philosophische Radio-Salon", ein Forum des WDR für die philosophische Diskussion lädt am 13.2.2008 in die JVA Werl ein, um vor Ort mit Interessierten über Strafe zu debattieren. Der Volksmund sagt "Strafe muss sein!" und gibt damit der Erwartung Ausdruck, dass mittels der Strafe die moralische Ordnung wieder hergestellt werde. Die Menschen gaben sich Regeln und Gesetze, um Voraussetzungen für ein kultiviertes Zusammenleben zu schaffen. Strafe wirkt aber auch auf die Geschädigten, die Opfer einer Tat, denn Strafe verschafft ihnen Genugtuung indem sie das Bedürfnis nach Rache stillt. Wer Kinder erzieht, kennt die Zweischneidigkeit von Strafandrohung und Bestrafung. Muss Strafe wirklich sein? Der Sendetermin ist der 13.2.2008 um 20.05 Uhr auf WDR5. Nähere Angaben zur Veranstaltung finden Sie hier: http://www.wdr5.de/veranstaltungen/448926.phtml.


TRANSKULTURELLE ORIENTIERUNG


AOK "G+G spezial": Migranten und gesundheitliche Selbsthilfe, 11/2007
Der AOK Bundesverband hat in der Zeitschriftenreihe „Gesundheit und Gesellschaft“ ein Special zu MigrantInnen und gesundheitliche Selbsthilfe herausgegeben. Besonders interessant fanden wir den Artikel von Christopher Kofahl, Universität Hamburg, der den wissenschaftlichen Sachstand prägnant und gut verständlich zusammenfasst. Diesen Artikel sowie den Rest des Specials finden Sie hier (PDF-Datei – 621 KB).

Tagungsbericht "Migration und Gesundheitsselbsthilfe"

Wie kann Migrantinnen und Migranten der Zugang zur Selbsthilfe erleichtert werden? Diese Frage stand im Mittelpunkt einer gemeinsamen Tagung des Paritätischen Gesamtverbandes und des Bundesverbandes der AOK. Mehr erfahren Sie hier (PDF-Datei – 259 KB).

FORTBILDUNG & TERMINE

Lögd und LAfA wird Landesinstitut für Gesundheit und Arbeit NRW (LIGA.NRW)

Zum 01.01.2008 wurden die Landesanstalt für Arbeitsschutz NRW (LAfA) und das Landesinstitut für den Öffentlichen Gesundheitsdienst NRW (lögd) zusammengeführt zum Landesinstitut für Gesundheit und Arbeit des Landes Nordrhein-Westfalen (LIGA.NRW). Das Landesinstitut führt das HIV Screening für die Gesundheitsämter in NRW durch und ist Ansprechpartner für die AIDS- Fachkräfte an den Gesundheitsämtern. Zusammen mit VertreterInnen der AIDS/STD-Beratungsstellen in den Kommunen und weiterer Beteiligter bildet das Landesinstitut den Arbeitskreis "Sexuelle Gesundheit in NRW" in Nordrhein-Westfalen, der die aktuelle AIDS/STD-Situation in NRW analysiert und den Öffentlichen Gesundheitsdienst in NRW berät. Mehr über Struktur, Aufgaben, Standorte und Leitung des neuen LIGA.NRW erfahren Sie hier (PDF-Datei – 38,3 KB).

Online-AGG-Ratgeber von ARIC NRW
Das Anti-Rassismus Informations-Centrum NRW e.V. (ARIC-NRW) hat einen Ratgeber zum Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) entwickelt und ins Netz gestellt. (Zur Erinnerung: Das AGG schützt vor Benachteiligungen wegen des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität.) Der Ratger informiert über die Anwendungsbereiche des Gesetzes, Beratungsstellen zu den jeweiligen Themenbereichen und die Rechte der von Diskriminierung Betroffenen. Mehr erfahren Sie aus der Pressemitteilung von ARIC NRW hier (PDF-Datei – 45 KB). Den Ratgeber finden Sie unter http://www.agg-ratgeber.de.

Bildungsschecks - eine lohnenswerte Unterstützung
Auch in 2008 können noch Bildungsschecks für Beschäftigte und Unternehmen ausgegeben werden. Mit dem Bildungsscheck NRW unterstützt die Landesregierung die Teilnahme an beruflicher Weiterbildung und übernimmt die Hälfte der anfallenden Kosten - beispielsweise für Seminargebühren. Die finanziellen Mittel - bis zu 500 Euro pro Bildungsscheck - stellt der Europäische Sozialfonds zur Verfügung. Bildungsschecks können auch für Bildungsurlaub genutzt werden. Nähere Infos finden Sie unter: http://www.mags.nrw.de/02_Arbeit/004_Weiterbildung/003_Bildungsscheck/index.php.

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